Mick Foley hat erstmals ausführlich erklärt, warum er sich trotz seiner jahrzehntelangen Verbindung zur WWE gegen eine Verlängerung seines Legends-Vertrags entschied. Im Gespräch mit „Going Ringside“ sprach die WWE Hall of Fame Legende offen über die finanziellen Folgen, die politischen Hintergründe seiner Entscheidung und darüber, weshalb er seine WWE-Vergangenheit dennoch mit großem Stolz betrachtet.
Eine Entscheidung, die finanziell schmerzte
Foley machte deutlich, dass ihm der Abschied von der WWE alles andere als leichtgefallen sei. Zwar war er seit Jahren kein Vollzeitangestellter mehr, er profitierte jedoch von einem lukrativen „Legends”-Vertrag, Merchandising-Einnahmen sowie mehreren hoch bezahlten Auftritten rund um WrestleMania.
Wie groß der finanzielle Unterschied tatsächlich sei, verdeutlichte Foley mit einem eindrucksvollen Vergleich. Heute müsse er rund 24 Stunden selbstständig arbeiten, um das gleiche Geld zu verdienen, das er während seiner WWE-Zeit in lediglich vier Stunden erhalten habe. Trotzdem bereue er seine Entscheidung nicht. Wer etwas erreichen wolle, müsse dafür arbeiten – das sei schon immer seine Einstellung gewesen.
Politische Differenzen führten zum Bruch
Als eigentlichen Auslöser für seinen Abschied nannte Foley die zunehmende Unzufriedenheit mit der öffentlichen Nähe der WWE zu Donald Trump. Ein konkretes Ereignis habe schließlich den Ausschlag gegeben.
Laut Foley habe Trump mit seinen öffentlichen Äußerungen nach dem Tod von Rob Reiner eine persönliche Grenze überschritten. Er erklärte, dass man Menschen nach ihrem Tod nicht verspotten sollte – schon gar nicht, wenn man einer der weltweit mächtigsten Politiker ist. Gleichzeitig kritisierte er, dass aus Trumps politischem Umfeld kaum öffentliche Kritik an solchen Aussagen gekommen sei.
Foley bezeichnete diesen Vorfall als den „letzten Tropfen“, machte jedoch deutlich, dass sich sein Unmut bereits über einen längeren Zeitraum aufgebaut habe.
Kein Groll gegen die WWE
Trotz seines Abschieds betonte Foley mehrfach, dass seine Entscheidung nichts an seiner Wertschätzung für die WWE ändere. In den vergangenen Wochen waren Gerüchte aufgekommen, wonach er verärgert darüber sei, dass die WWE weiterhin seine klassischen Matches im Programm und auf ihren Plattformen zeige.
Diese Spekulationen wies Foley entschieden zurück. Die WWE besitze selbstverständlich sämtliche Rechte an diesem Material und dürfe es weiterhin nutzen. Mehr noch: Er freue sich darüber, wenn neue Wrestling-Fans durch das WWE-Archiv seine Karriere kennenlernen könnten.
Stolz auf sein Lebenswerk
Foley erklärte, dass er nach wie vor mit großem Stolz auf seine Karriere zurückblicke. Figuren wie Mankind, Cactus Jack und Dude Love sowie legendäre Momente wie das Hell in a Cell Match gegen The Undertaker seien untrennbarer Bestandteil seines Lebens und seiner Wrestling-Geschichte.
Lediglich einige Auftritte als Dude Love sehe er heute etwas kritischer. Insgesamt überwiege jedoch eindeutig der Stolz auf das, was er in seiner Karriere erreicht habe.
Weitere Aufgaben bei AEW denkbar
Sein Debüt für AEW gab Foley im Rahmen der Pre-Show von „Double or Nothing 2026″. Seitdem gehört er regelmäßig zum Team der Pre-Show und soll auch künftig bei Großveranstaltungen wie „AEW Redemption“ eingesetzt werden.
Darüber hinaus schloss Foley weitere Aufgaben innerhalb der Promotion nicht aus. Er könne sich sowohl eine Rolle als On-Screen-Manager als auch unterstützende Tätigkeiten hinter den Kulissen vorstellen.
Sogar ein letztes Wrestling-Match schließt die Hardcore-Legende weiterhin nicht vollständig aus – allerdings nur, wenn die Voraussetzungen aus seiner Sicht stimmen und er körperlich in der Lage sei, den Erwartungen der Fans gerecht zu werden – wir berichteten.

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