Brock Lesnar und Paul Heyman bei WrestleMania 42: Was sie sich wirklich sagten

Paul Heyman steht im Ring und hält Brock Lesnars Kopf
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Paul Heyman und Brock Lesnar verbindet eine der bekanntesten und erfolgreichsten Partnerschaften der modernen Wrestling-Geschichte. In einem ausführlichen Interview mit Chris Van Vliet sprach der WWE Hall of Famer nun über zwei Themen, die eng miteinander verbunden sind: den emotionalen Moment zwischen ihm und Lesnar bei WrestleMania 42 sowie die Frage, warum er Brock Lesnars Namen seit vielen Jahren auf eine ganz bestimmte Weise ausspricht.

Warum Paul Heyman Brock Lesnars Namen anders ausspricht

Für Paul Heyman ist die Präsentation eines Wrestlers ein entscheidender Teil seines Erfolgs. Im Gespräch erklärte er, dass es nicht nur darauf ankomme, was gesagt werde, sondern vor allem darauf, wie es gesagt werde.

Genau deshalb spreche er Brock Lesnars Namen bewusst anders aus als viele andere Menschen. Sein Ziel sei es, bereits beim Aussprechen des Namens eine gewisse Bedrohlichkeit zu vermitteln. Die Zuschauer sollen laut Heyman sofort verstehen, dass es sich bei Lesnar um eine außergewöhnliche und gefährliche Persönlichkeit handelt – noch bevor dieser überhaupt die Arena betritt.

Der Name Brock Lesnar solle keine positiven oder heroischen Gefühle auslösen, sondern Respekt und Einschüchterung vermitteln. Für Heyman gehört dies seit Jahren zur gesamten Präsentation von „The Beast“.

Eine Lektion aus den ECW-Tagen

Um seine Sichtweise zu erklären, erinnerte sich Heyman an seine Zeit bei ECW. Dort habe Kommentator Joey Styles lernen müssen, den Namen der ECW Arena mit besonderem Respekt auszusprechen.

Heyman verglich dies mit berühmten Orten wie der Sixtinischen Kapelle im Vatikan, dem Madison Square Garden oder dem Yankee Stadium. Wer einen Ort als etwas Besonderes darstellen wolle, müsse ihn auch entsprechend präsentieren.

Dieses Prinzip übertrug Heyman später auf einzelne Wrestler. Vor allem bei Brock Lesnar spielte die Art der Ankündigung für ihn eine wichtige Rolle, weil dadurch bereits vor dessen Erscheinen eine bestimmte Atmosphäre geschaffen werde.

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Warum ein Name wie eine Warnung klingen soll

Heyman erinnerte in diesem Zusammenhang auch an ein bekanntes Video mit Ringansager Bruce Buffer. Darin wurde die typische Aussprache von Brock Lesnars Namen humorvoll dargestellt.

Heyman erklärte jedoch, dass er bewusst einen anderen Ansatz verfolge. Für ihn soll der Name Brock Lesnar nicht freundlich oder locker klingen. Stattdessen wolle er, dass bereits die Aussprache eine gewisse Härte und Gefahr vermittelt.

Um diesen Gedanken zu verdeutlichen, verwendete Heyman ein einfaches Beispiel. Dasselbe Wort könne je nach Betonung völlig unterschiedliche Gefühle auslösen. Entscheidend sei nicht nur der Inhalt eines Wortes, sondern auch die Art und Weise, wie es ausgesprochen werde.

Der emotionale Abschied bei WrestleMania 42

Die besondere Beziehung zwischen Heyman und Lesnar wurde bei WrestleMania 42 deutlich sichtbar. Nach seiner Niederlage gegen Oba Femi legte Brock Lesnar seine Stiefel und Handschuhe in der Mitte des Rings ab. Für viele Zuschauer wirkte dies wie ein symbolischer Abschied vom Wrestling und ließ zahlreiche Spekulationen über ein mögliches Karriereende aufkommen.

Anschließend kam Paul Heyman zu seinem langjährigen Weggefährten in den Ring. Die beiden umarmten sich vor den Augen der Zuschauer, bevor Heyman Lesnars Arm als Zeichen des Respekts in die Höhe hob. Danach verließ Lesnar die Arena ohne sein In-Ring-Gear.

Über Wochen war nicht bekannt, was die beiden Männer in diesem Moment zueinander gesagt hatten. Im Gespräch mit Chris Van Vliet gab Heyman nun erstmals Einblicke in dieses persönliche Gespräch.

Was Brock Lesnar und Paul Heyman wirklich zueinander sagten

Laut Heyman bedankten sich beide gegenseitig für die gemeinsame Zeit und alles, was sie miteinander erreicht hatten. Außerdem hätten sie sich gesagt, dass sie sich lieben.

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Heyman erinnerte sich daran, dass er Lesnar scherzhaft gefragt habe, ob es nicht surreal sei, mitten in einem voll besetzten Stadion und vor laufenden Kameras öffentlich über solche Gefühle zu sprechen.

Die Antwort von Lesnar sei kurz und eindeutig gewesen. Er habe Heyman gesagt, dass die Meinungen anderer Menschen in diesem Moment keine Rolle spielten und dieser Augenblick ausschließlich ihnen beiden gehöre.

Heyman erklärte, dass ihm dieser Moment bis heute sehr viel bedeute. Trotz seiner langjährigen Erfahrung als Redner falle es ihm schwer, die Bedeutung dieses Augenblicks vollständig in Worte zu fassen.

Brock Lesnars Karriere ging dennoch weiter

Rückblickend stellte sich jedoch heraus, dass WrestleMania 42 nicht das Ende von Brock Lesnars Karriere war. Nach seiner Auszeit kehrte Lesnar ins WWE-TV zurück und traf bei Clash in Italy erneut auf Oba Femi. Dieses Mal konnte sich „The Beast“ durchsetzen und einen wichtigen Sieg feiern.

Für Heyman ändert diese Rückkehr jedoch nichts an der Bedeutung des WrestleMania-Moments. Er erklärte, dass die Fans sich vor allem daran erinnern sollten, wie sie sich damals gefühlt hätten.

Nur weil eine Geschichte später fortgesetzt werde, bedeute das nicht, dass die Emotionen eines früheren Moments weniger wert seien. Für Heyman bleibt die Szene zwischen ihm und Brock Lesnar bei WrestleMania 42 deshalb ein echter und bedeutender Augenblick, unabhängig davon, wie die Geschichte danach weiterging.

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