AJ Styles spricht über Chad Gable und einen oft übersehenen Faktor

AJ Styles spricht und Chad Gable hält im Hintergrund eine Maske in der Hand
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AJ Styles hat in seinem Podcast „The Phenomenally Retro“ über Chad Gables Entwicklung bei WWE gesprochen und dabei erklärt, warum ausgerechnet eine der schwierigsten Phasen von Gables Karriere letztlich zu seinem heutigen Erfolg beigetragen haben könnte. Außerdem sprach Styles über seine persönliche Einstellung zu Siegen und Niederlagen im Wrestling und darüber, warum ihm Titel und Matchresultate im Laufe seiner Karriere immer weniger wichtig wurden.

AJ Styles lobt Chad Gables Entwicklung bei WWE

Während der Podcast-Aufnahme befand sich Styles im Urlaub und gab zu, nicht jede aktuelle WWE-Show verfolgt zu haben. Dennoch sprach er über einen Moment aus RAW in Paris am 8. Juni, der ihm besonders positiv aufgefallen war.

Gemeint war Chad Gables Auftritt, als er Rey Mysterio nach der Attacke von Ethan Page und Rusev zu Hilfe kam und ihm seine Maske zurückgab. Für Styles war dies ein starkes Segment und ein weiterer Beweis dafür, dass Gable inzwischen die Anerkennung erhält, die er seiner Meinung nach schon lange verdient hat.

Styles erklärte, dass jeder Wrestler im Laufe seiner Karriere Höhen und Tiefen durchlebt. Gable habe dabei einige schwierige Phasen hinter sich gebracht. Rückblickend sei möglicherweise genau das, was damals wie das Schlimmste wirkte, am Ende das Beste gewesen, was ihm passieren konnte.

Damit spielte Styles auf das frühere „Shorty G“-Gimmick an. Viele Fans und auch Gable selbst hätten diese Phase vermutlich als Rückschritt betrachtet. Aus Sicht von Styles habe gerade diese Zeit jedoch dazu beigetragen, dass Gable heute ein deutlich stärkerer Charakter und Performer sei.

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Besonders positiv äußerte sich Styles auch über Gables Zeit als „El Grande Americano“. Er lobte die Bereitschaft seines Kollegen, sich vollständig auf die Rolle einzulassen. Obwohl Gable ursprünglich nicht aus dem Lucha-Libre-Bereich komme, habe er seinen Wrestling-Stil angepasst und neue Elemente integriert.

Für Styles war das ein Zeichen echter Professionalität. Gable habe nicht versucht, seine gewohnte Rolle einfach weiterzuspielen, sondern sich den Anforderungen der Figur angepasst und damit bewiesen, dass er ein echter Teamplayer sei.

„Wrestling ist keine UFC“

Im weiteren Verlauf des Podcasts wurde Styles gefragt, wie wichtig Siege und Niederlagen im Wrestling tatsächlich sind. Auslöser war unter anderem die Diskussion um Wrestler wie Finn Bálor, deren Talent nach Ansicht vieler Fans nicht immer durch ihre Sieg-Niederlage-Bilanz widergespiegelt wird.

Die Frage hatte auch einen persönlichen Bezug. Zwischen 2019 und seinem Karriereende gelang Styles bei einem WWE Premium Live Event lediglich ein einziger Singles-Sieg. Für ihn selbst habe das allerdings nie eine große Rolle gespielt. Er erklärte, dass Wrestler nicht immer die Hauptfigur einer Geschichte seien. Manchmal gehe es darum, andere Charaktere oder Storylines voranzubringen.

Aus seiner Sicht würden sich die meisten Fans ohnehin nicht daran erinnern, wer ein bestimmtes Match gewonnen oder verloren habe, wenn niemand diese Ergebnisse dokumentieren würde.

Siege und Niederlagen hätten nur dann einen Wert, wenn sie der Geschichte dienen. Genau darin liege der entscheidende Punkt. Wrestling sei Unterhaltung und kein echter Wettkampfsport. Deshalb könne man die Bedeutung von Matchresultaten nicht mit einer Sportart wie der UFC vergleichen.

Warum AJ Styles keine Titel mehr brauchte

Styles erklärte außerdem, dass sich seine Sichtweise im Laufe der Jahre deutlich verändert habe. Während viele Wrestler auch im späteren Karriereverlauf noch World Championships gewinnen möchten, habe er selbst diesen Drang irgendwann verloren. Für ihn sei es wichtiger geworden, jüngeren Talenten zu helfen und sie auf ihrem Weg zu unterstützen.

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Wenn dies bedeutete, selbst häufiger zu verlieren oder eine andere Rolle einzunehmen, sei das für ihn völlig in Ordnung gewesen. Er habe stets versucht, seinen Teil zur bestmöglichen Geschichte beizutragen.

Anstatt sich über kreative Entscheidungen zu beschweren, habe er lieber konstruktiv mitgearbeitet. Wenn eine Storyline beispielsweise einen Count-Out oder ein bestimmtes Finish benötigte, habe er solche Ideen sogar selbst vorgeschlagen, sofern sie der Geschichte dienten.

Für Styles stand nie das eigene Ego im Vordergrund. Entscheidend sei immer gewesen, das beste Ergebnis für die Zuschauer und die erzählte Geschichte zu erreichen.

AJ Styles beendete seine aktive Wrestling-Karriere beim Royal Rumble 2026. Sein letztes Match bestritt er gegen Gunther. Wenige Monate später wurde er als Mitglied der WWE Hall of Fame Class of 2026 offiziell in die Ruhmeshalle aufgenommen.

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