Chelsea Green hat in mehreren aktuellen Interviews offen über ihre Rolle bei WWE gesprochen. Dabei erklärte sie, warum sie trotz verschiedener Verletzungen regelmäßig im WWE-Fernsehen zu sehen ist, weshalb sie derzeit kein Interesse an einem deutlich ernsteren Charakter hat und wie sich ihr Verhältnis zu WWE-Produzent Michael Hayes nach dessen umstrittenen Aussagen in der Netflix-Serie „WWE Unreal“ entwickelt hat.
Chelsea Green bleibt auch während Verletzungspausen präsent
Im Gespräch mit der Toronto Sun sprach Green darüber, warum sie selbst während längerer Verletzungspausen regelmäßig Teil des WWE-Programms bleibt.
Nach ihrer Einschätzung liegt das vor allem daran, dass sie innerhalb der WWE ihre eigene Rolle gefunden hat. Immer wieder habe es Situationen gegeben, in denen eine Verletzung sie eigentlich aus dem Fernsehen hätte verschwinden lassen. Dennoch habe sie jedes Mal einen Weg gefunden, weiterhin präsent zu bleiben.
Green erklärte, dass WWE nicht ausschließlich eine Wrestling-Show sei, sondern viele verschiedene Elemente miteinander verbinde. Neben den Matches braucht das Produkt auch Charaktere, die Geschichten erzählen, unterhalten und das Publikum zum Lachen bringen können.
Genau dort sieht sie ihre größte Stärke. Ihre Fähigkeiten am Mikrofon und ihr komödiantischer Stil würden auch dann funktionieren, wenn sie aufgrund einer Verletzung nicht aktiv in den Ring steigen könne.
Mit einem Augenzwinkern erklärte Green sogar, dass sie dieses System manchmal zu ihrem Vorteil nutze. Selbst wenn sie verletzt sei, werde sie von WWE häufig gefragt, ob sie dennoch in irgendeiner Form Teil der Show sein könne.
Aktuell fällt Green wegen eines Knöchelrisses aus. Die Verletzung zog sie sich während eines Elimination Chamber Qualifying Matches gegen Tiffany Stratton und Lash Legend zu. Zuvor musste sie bereits eine Herzoperation über sich ergehen lassen. Dabei wurde eine supraventrikuläre Tachykardie behandelt, eine Herzrhythmusstörung, die zu plötzlich auftretendem, stark erhöhtem Herzschlag führen kann.
Trotz dieser gesundheitlichen Rückschläge bleibt Green weiterhin regelmäßig im WWE-Fernsehen präsent. Aufgrund der Knöchelverletzung mussten Chelsea Green und Ethan Page außerdem die AAA Mixed Tag Team Championship abgeben, die sie seit Ende 2025 gehalten hatten.
Warum sie keine ernstere Rolle anstrebt
Im Major Wrestling Figure Podcast wurde Green gefragt, ob sie nach ihrem Erfolg als Comedy-Charakter inzwischen den Wunsch habe, eine ernstere Rolle zu übernehmen.
Ihre Antwort fiel eindeutig aus. Green erklärte, dass sie in ihrer Karriere bereits zahlreiche unterschiedliche Charaktere dargestellt habe. Sie müsse niemandem mehr beweisen, dass sie auch ernste Rollen spielen könne.
Unter anderem erinnerte sie an ihre Zeit als Reclusa bei WWE. Damals verkörperte sie einen deutlich düstereren und geheimnisvolleren Charakter. Auch bereits in ihrer NXT-Zeit habe sie zunächst eine ernstere Darstellung verfolgt.
Bei TNA Wrestling hat sie darüber hinaus verschiedene Facetten ihrer Persönlichkeit gezeigt, bevor sich schließlich die Figur „Hot Mess“ als ihr bekanntester Charakter etablierte. Aus diesem Grund verspürt sie heute keinen Druck, sich zwanghaft neu zu erfinden. Sie hat Freude an ihrer aktuellen Rolle und sieht keinen Grund, diese aufzugeben.
Green machte außerdem deutlich, dass eine ernstere Darstellung nicht automatisch zu einer besseren Position im WWE-Programm führen würde. Im Gegenteil: Sie glaubt, dass ihre heutige Rolle dazu beiträgt, regelmäßig eingesetzt zu werden und konstant sichtbar zu bleiben.
Für sie ist Comedy deshalb keine Übergangslösung, sondern eine bewusste Entscheidung für den Charakter, mit dem sie aktuell am erfolgreichsten ist.
Michael Hayes und die Diskussion um WWE Unreal
Auch ihr Verhältnis zu WWE-Produzent Michael Hayes war Thema eines aktuellen Interviews bei „The Early Bird Special“. Auslöser dafür waren Aussagen von Hayes in der zweiten Staffel der Netflix-Dokumentation „WWE Unreal“, die im Januar 2026 veröffentlicht wurde.
Darin hatte Hayes erklärt, dass Chelsea Green zwar äußerst unterhaltsam sei, er sie jedoch nicht in derselben Rolle sehe wie Topstars wie Charlotte Flair oder Tiffany Stratton. Seiner Ansicht nach liege Greens Stärke eher darin, andere Wrestlerinnen innerhalb von Storylines hervorzuheben, statt selbst die zentrale Figur einer Division zu sein.
Diese Aussagen sorgten nach Veröffentlichung der Serie für erhebliche Diskussionen innerhalb der Wrestling-Community. Hayes erklärte später, dass Netflix zahlreiche positive Aussagen über Green aus dem fertigen Schnitt entfernt habe und dadurch ein verzerrtes Bild entstanden sei.
Auch The Undertaker meldete sich öffentlich zu Wort und sprach sich deutlich für Chelsea Green aus. Er bezeichnete sie als unterschätzt und erklärte, dass sie seiner Meinung nach das Charisma und die Ausstrahlung einer echten Hauptdarstellerin besitze.
Green reagierte damals mit Humor auf die Debatte. In ihrer selbst gestalteten Satire-Zeitung „Chelsea Chronicle“ ernannte sie The Undertaker scherzhaft zum „Secretary of Dark Affairs“, während sie sich selbst als „Underutilized President“ bezeichnete.
Heute blickt sie deutlich entspannter auf die Diskussion zurück. Nach eigenen Angaben habe die gesamte Situation sie eher zusätzlich motiviert als belastet. Auch ihr Verhältnis zu Michael Hayes sei inzwischen vollkommen unkompliziert. Hinter den Kulissen gebe es keinerlei Spannungen, und beide würden weiterhin professionell miteinander arbeiten.

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