Booker T hat in seinem „Hall of Fame“-Podcast über zwei Themen gesprochen, die aktuell viele Wrestling-Fans beschäftigen. Zum einen verglich er die heutige Konkurrenz zwischen WWE und AEW mit dem berühmten Monday Night War der 1990er Jahre. Außerdem sprach er über Brock Lesnars Sieg gegen Oba Femi bei Clash in Italy und erklärte, wie diese Storyline seiner Meinung nach enden sollte.
Booker T sieht Parallelen zum Monday Night War
Während einer Diskussion über WWE Clash in Italy kam das Gespräch im Podcast auf den Stil von AEW-Pay-per-Views. Brad Gilmore erklärte dabei, dass AEW-Shows oft ein anderes Tempo hätten und Fans dort erwarteten, dass praktisch jedes Match etwas Besonderes liefere.
Booker T nutzte dieses Thema, um an seine eigenen Erfahrungen aus dem Monday Night War zwischen WCW und WWE zurückzudenken. Er erklärte, dass die Konkurrenz durch WCW die WWE damals deutlich stärker gemacht habe. Als WCW immer erfolgreicher geworden sei, hätten sich laut Booker Stars wie The Undertaker, Steve Austin, The Rock oder Kane zusammengesetzt und gemeinsam versucht, die WWE auf ein neues Niveau zu bringen.
Booker arbeitete damals zwar selbst für die WCW, beobachtete die Shows der WWE aber trotzdem regelmäßig. Er gab offen zu, dass es Abende gegeben habe, an denen er die Energie und Intensität der WWE erlebt habe und sich gewünscht habe, Teil davon zu sein. Die WWE-Stars hätten jeden Montag alles gegeben und genau das habe man als Konkurrenz deutlich gespürt, so Booker.
Der Wettbewerb wird im Ring entschieden
Booker T machte außerdem deutlich, wo der heutige Konkurrenzkampf zwischen WWE und AEW seiner Meinung nach entschieden wird. AEW liefere den Fans regelmäßig große Matches und spektakuläre Pay-per-View-Shows. Genau darauf müsse WWE reagieren – aber nicht mit Diskussionen im Internet oder über soziale Medien.
Laut Booker wird dieser Wettbewerb direkt im Ring entschieden – live im Fernsehen und vor den Augen der Zuschauer. Er erklärte, dass echter Konkurrenzkampf das Wrestling insgesamt besser mache. Sein Vergleich dazu war eindeutig: Menschen liefen immer schneller, wenn sie verfolgt würden. Damit meinte Booker, dass sich beide Promotions gegenseitig antreiben und dadurch bessere Shows liefern. Die eigentlichen Gewinner seien am Ende die Fans, da sowohl die WWE als auch die AEW dadurch gezwungen sind, noch mehr Aufwand zu betreiben.
Booker T sieht Brock Lesnar nach wie vor als besonderen Star
Im zweiten großen Thema des Podcasts sprach Booker T über Brock Lesnars Sieg gegen Oba Femi bei Clash in Italy. Booker gab zu, dass er sich ursprünglich vorstellen konnte, Oba Femi über einen langen Zeitraum ungeschlagen zu halten. Allerdings mache Brock Lesnar in dieser Situation einen großen Unterschied. Lesnar sei für jede Wrestling-Promotion ein absoluter Topstar und jemand, gegen den eine Niederlage deutlich weniger schade als gegen viele andere Wrestler. Deshalb habe ihn Femis Niederlage gegen Lesnar auch nicht besonders gestört.
Booker ist überzeugt, dass Oba Femi sich davon problemlos erholen und trotzdem weiterhin eine große Karriere haben könne. Dass ausgerechnet Brock Lesnar der erste große Gegner gewesen sei, der ihn klar stoppen konnte, nehme der Niederlage viel von ihrem negativen Effekt.
Booker T sieht SummerSlam als perfekten Abschluss
Gleichzeitig machte Booker T deutlich, dass die WWE diese Storyline jetzt auch konsequent zu Ende erzählen müsse. Irgendwann müsse es laut ihm ein finales Kapitel zwischen Brock Lesnar und Oba Femi geben. Als perfekten Rahmen dafür nannte Booker den SummerSlam. Er könne sich vorstellen, dass Lesnar dort möglicherweise sein letztes großes Match bestreite und dabei endgültig die nächste Generation etabliere.
Booker beschrieb ein mögliches Ende sehr bildlich: Lesnar steht im Ring, blickt ein letztes Mal in die Arena und übergibt den Staffelstab an Oba Femi. Für Booker wäre das die ideale Art, einen neuen Superstar endgültig auf Topniveau zu bringen.
Auf die Frage, welche großen Gegner Lesnar danach noch bleiben würden, brachte Booker zwar Namen wie Drew McIntyre oder Gunther ins Spiel, wirkte davon aber nicht vollends überzeugt. Für ihn ist die aktuelle Storyline zwischen Brock Lesnar und Oba Femi die interessanteste und wichtigste für beide Wrestler. Deshalb glaubt Booker T., dass SummerSlam der perfekte Ort wäre, um dieser Rivalität einen endgültigen Abschluss zu geben.
