Brock Lesnar steht vor seinem zweiten Aufeinandertreffen mit Oba Femi bei Clash in Italy am 31. Mai in Turin, und WWE stellt intern bereits die Weichen für die Zeit danach. Aktuelle Berichte zeichnen ein deutlich klareres Bild davon, wie lange „The Beast Incarnate“ tatsächlich noch Teil des Programms bleiben dürfte, welche Show als nächstes großes Ziel im Raum steht und wie sich daraus ein langfristiger Bogen rund um einen der größten Anziehungspunkte des Unternehmens ergibt.
Von der scheinbaren Karriere-Ankündigung zur überraschenden Rückkehr
Sein Auftritt nach WrestleMania 42 wirkte zunächst wie ein Schlussstrich. Lesnar ließ Handschuhe und Stiefel im Ring zurück, umarmte Paul Heyman und verabschiedete sich vom Publikum. Die emotionale Inszenierung sorgte unmittelbar danach für eine breite Debatte darüber, ob das tatsächlich das letzte Mal gewesen sein könnte.
In der RAW vom 18. Mai dann das Gegenteil: ein Überraschungsangriff auf Oba Femi und damit der klare Reset der „Retirement“-Storyline. In einer aufgezeichneten Promo zeigte sich Lesnar zunächst ungewöhnlich selbstkritisch über die Niederlage in Las Vegas. Dann kündigte er für „Clash in Italy” den Konter an. Femi nahm die Ansage an und schickte seinerseits eine deutliche Antwort zurück, wodurch die Rivalität eine neue, intensivere Phase erreichte.
WWE Auftritte sind über Clash in Italy hinaus eingeplant
Laut dem Podcast „WrestleVotes Radio“ auf „Fightful Select“ ist Lesnars Comeback nicht auf das Revanche-Match gegen Oba Femi begrenzt. Demnach gehen die Verantwortlichen davon aus, dass Lesnar auch nach dem 31. Mai weiter eingesetzt wird. Ein konkretes Datum für seinen nächsten Auftritt nennt der Bericht nicht, doch die Marschrichtung ist klar: Lesnar bleibt vorerst Teil des aktiven Programms und soll planerisch über die Sommermonate hinweg eine Rolle spielen. Das passt zu der Annahme, dass die „Ruhestand“-Inszenierung von Beginn an als dramaturgisches Mittel und nicht als realer Abschluss konzipiert war.
WWE Saturday Night’s Main Event im MSG: Eine Auslassung mit Signalwirkung
Bemerkenswert ist, dass Lesnar für das kommende WWE Saturday Night’s Main Event am 18. Juli im Madison Square Garden in New York City nach aktuellem Stand nicht vorgesehen ist. Gerade weil das MSG-Event zu den prestigeträchtigsten Veranstaltungen des Sommers zählt, fällt diese Auslassung auf. Sie deutet darauf hin, dass die WWE den nächsten großen Lesnar-Moment bewusst nicht in New York, sondern an einem anderen Ort inszenieren will und somit gezielt auf einen Höhepunkt zusteuert.
SummerSlam in Minneapolis als naheliegendes Ziel
Da das MSG-Event als Auftrittsoption wegfällt, rückt SummerSlam am 1. und 2. August im U.S. Bank Stadium in Minneapolis in den Fokus. Der Standort hat für Lesnar besondere Bedeutung, weil er dort als Mitglied des Ringer-Teams der Minnesota Golden Gophers seinen sportlichen Aufstieg begann und bis heute eng mit der Region verbunden ist.
Dave Meltzer betonte im „Wrestling Observer Radio” bereits, dass Lesnar nach dem kommenden Sonntag voraussichtlich weiterhin aktiv sein und auch beim „SummerSlam 2026” auf der Card stehen werde. Minneapolis wäre damit in jedem Fall eine emotional aufgeladene Bühne, ohne dass ein endgültiges Karriereende zwingend Teil der Pläne sein muss. Genauso gut wäre der Standort als Zwischenstation auf dem Weg zu etwas Größerem denkbar.
Kreative Favoriten deuten auf Lesnar-Sieg in Turin hin
Ein weiterer aufschlussreicher Punkt des WrestleVotes-Berichts ist außerdem, dass Lesnar, Roman Reigns und Rhea Ripley intern aktuell als klare Sieger-Kandidaten für Clash in Italy gelten. Sollte sich diese Einschätzung bestätigen, würde Lesnar mit einem Sieg gegen Femi auf eins-zu-eins kommen und die ideale Grundlage für ein drittes Aufeinandertreffen schaffen, das die Fehde bis in den Sommer hinein fortsetzt.
Aus dramaturgischer Sicht wäre dies wohl die saubere Lösung: zwei Stars auf Augenhöhe, eine offene Rechnung und ein klarer Anlass für ein entscheidendes Match unter besonderen Bedingungen.
Was das für Femi und die Storyline-Architektur bedeutet
Für Oba Femi wäre eine Niederlage allerdings ein einschneidender Moment, denn der Ruler ist im Main Roster bislang ungeschlagen und hat in jedem seiner Matches innerhalb kürzester Zeit dominiert. Genau diese Serie würde durch eine Niederlage gegen Lesnar zwar enden, gleichzeitig aber sein Ansehen als ernst zu nehmender Top-Gegner zementieren, weil ihm allein der Beast Incarnate die erste Niederlage zufügen konnte.
