John Cena verteidigt seinen Heel Turn und enthüllt neue Hintergründe zum Classic-Turnier

John Cena steht verärgert im Ring und hält eine WWE Promo
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In der „Rich Eisen Show“ hat John Cena zwei Themen aus seiner aktiven Zeit ausführlich beleuchtet, nachdem er seine Karriere beendet hat. Der 17-fache World Champion sprach über seine kreative Risikobereitschaft und enthüllte dabei erstmals die vollständige Entstehungsgeschichte des John Cena Classic. Diese zeigt, dass hinter dem Turnier mehr steckt als eine bloße Ankündigung.

Cena und die kreativen Entscheidungen bei WWE

Cena leitete das Gespräch mit einer grundsätzlichen Reflexion über seine Karriere ein. Ein Publikum lasse sich auf Dauer nicht täuschen, erklärte er. Irgendwann sähen die Fans, wer man wirklich sei. Der einzige verlässliche Weg sei es, man selbst zu bleiben.

Diese Haltung habe er auch bei kreativen Entscheidungen konsequent gelebt. Er glaube nicht, dass er in seiner gesamten WWE-Zeit jemals einer kreativen Entscheidung widersprochen habe. Er habe stets versucht, sich einzulassen und sein Bestes zu geben. Risiken zu nehmen, mache ihm keine Angst. Das gelte bis zu seinem allerletzten Auftritt, als er mit einem zufriedenen Ausdruck aufgegeben habe, was gemischte Reaktionen unter den Fans ausgelöst habe. Cena trat im Dezember 2025 von seiner aktiven In-Ring-Karriere zurück und ist seitdem als Markenbotschafter für WWE tätig.

Die Logik hinter dem Heel Turn

Bezüglich seines Heel Turns, der bei „Elimination Chamber 2025” begann und seine erste Wende zum Heel seit fast zwei Jahrzehnten darstellte, räumte Cena ein, dass viele Fans dies nicht genossen hätten. Für ihn persönlich sei es darum gegangen, die Rolle so realistisch wie möglich zu spielen. Weder Musik noch Outfit habe er verändert. Stattdessen habe er versucht, einen echten inneren Grund für die Richtungsänderung zu finden. Am überzeugendsten war dabei die Frustration über eine jahrzehntelange polarisierende Rolle im Main Event.

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Das Publikum habe die Idee zunächst aufgenommen, dann aber signalisiert, es wolle den alten Cena zurück. Er bereue den Schritt nicht. Er habe sich schließlich wieder als Babyface etabliert und sein letztes Match absolvierte er im Vorlauf zum SummerSlam gegen Cody Rhodes.

Wo die Idee zum John Cena Classic entstand

Die Idee zur John Cena Classic sei ihm bei der letzten WWE Saturday Night’s Main Event Ausgabe des Jahres 2025 gekommen, erklärte er. Diese Show fand am 13. Dezember 2025 in der Capital One Arena in Washington D.C. statt und bildete mit dem Abschiedsmatch gegen Gunther als Hauptakt den Abschluss seiner aktiven Karriere. Cena ließ nach dem Match seine Boots und Armbänder symbolisch im Ring zurück.

Für die Undercard dieses Abends hat er bewusst auf eine 90-minütige Karriere-Hommage verzichtet. So etwas habe keinen „Pay it forward“-Effekt. Stattdessen setzte er auf Main-Roster-Stars gegen NXT-Talente: Cody Rhodes traf auf Oba Femi um die Undisputed WWE Championship, Bayley auf Sol Ruca und AJ Styles sowie Dragon Lee auf Je’Von Evans und Leon Slater. Namen wie Sol Ruca, Je’Von Evans und Oba Femi feierten an diesem Abend ihr Debüt auf der großen Bühne. Diese Erfahrung hat ihm gezeigt, wie kraftvoll das Konzept ist.

Das Format des John Cena Classic im Detail

Cena kündigte das Turnier bei WWE Backlash in Tampa 2026 an. Das Format sieht vor, dass Main Roster Stars auf NXT Talente treffen, wobei ein Fanvoting über den Sieger entscheidet. Besonders interessant ist ein eingebauter Zusatzmechanismus: Wer ein Match knapp verliert, kann durch genügend Fan-Stimmen trotzdem weiterkommen oder den Turniersieg erringen. Damit sollen intensive Leistungen belohnt werden, die keinen statistischen Sieg bringen.

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„Die Reaktionen auf das Konzept sind gespalten“, räumte Cena selbst ein. Das Publikum gehe da in viele Richtungen, aber er finde die Offenheit für die Idee ermutigend. Laut einem Bericht von Dave Meltzer hatte die WWE das finale Format zum Zeitpunkt von Cenas Ankündigung bei Backlash noch nicht abschließend festgelegt. Intern werde ein Termin gegen Ende des Jahres 2026 diskutiert. Eine offizielle Bestätigung zu Datum und Veranstaltungsort steht noch aus.