Ronda Rousey blickt nach ihrem MMA-Comeback offen auf WWE zurück – Paul Heyman erhält besonderes Lob

Ronda Rousey blickt zu den Fans
wrestling-point.de Newsquelle festlegen

Ronda Rousey hat am Samstag, dem 16. Mai 2026, bei der  „MVP MMA 1″ Netflix-Show im Intuit Dome in Inglewood, Kalifornien, ein sensationelles MMA-Comeback gefeiert und Gina Carano in unter 20 Sekunden besiegt. Inzwischen sind auch die offiziellen Kampfgagen bekannt.

Im Vorfeld des Fights hatte sie zudem in mehreren Interviews mit ungewöhnlich klaren Worten über ihre WWE-Vergangenheit gesprochen, kritisierte das WWE-Booking unter Vince McMahon, bezeichnete ihr letztes WWE-Match als „Stinkefinger an die Fans“ und lobte zugleich Paul Heyman als prägende Lehrer-Figur für ihre Pressekonferenz-Arbeit.

Das MMA-Comeback und die 2,2-Millionen-Dollar-Gage

Im Main Event des Abends benötigte Rousey nur wenige Sekunden, um Carano zur Aufgabe zu zwingen. Sie brachte den Kampf auf den Boden und sicherte sich blitzschnell einen Armhebel. Es war Rouseys erster MMA-Kampf seit der Niederlage gegen Amanda Nunes im Dezember 2016 und nach dem Match machte die ehemalige UFC-Championesse deutlich, dass dies ihr endgültig letzter Kampf gewesen sei.

Die California State Athletic Commission veröffentlichte über ihren Geschäftsführer Andy Foster die offiziellen Kampfgagen. Rousey kassierte 2,2 Millionen Dollar, Carano 1,05 Millionen. Diese Zahlen erfassen allerdings nur die offiziell hinterlegten Gagen, eventuelle Boni von Netflix oder MVP sind nicht enthalten. Rousey zufolge sei die gesamte Veranstaltung ursprünglich ihre eigene Idee gewesen. Sie sei von Anfang an als gleichberechtigte Partnerin in die Planung einbezogen worden.

Das WWE-Abschieds-Match als „Stinkefinger an die Fans“

Im Vorfeld des Comebacks sprach Rousey in einem Interview mit ClutchPoints offen über ihr letztes WWE-Match. Bei SummerSlam 2023 trat sie unter MMA-Regeln gegen ihre langjährige Freundin Shayna Baszler an und verlor durch Submission. „Ich wollte allen Fans beim Verlassen der Arena den Stinkefinger zeigen.“

Siehe auch  Tiffany Stratton wohl vor nächster großen Herausforderung bei WWE Night of Champions

Rousey erklärte, sie habe dieses Match bewusst als Heel gestaltet und mit Baszler den Kampf ausgetragen, den sie selbst wollte, statt das zu tun, was das Publikum erwartete. Das Match sei eine Art Liebesbrief an den MMA-Sport gewesen, mit vielen Anspielungen auf reale Kampfsituationen, die das Wrestling-Publikum allerdings nicht erkennen konnte. Bei einer Show wie „Bloodsport” hätte das Konzept besser funktioniert.

Shayna Baszler hatte schon 2024 in einem Fightful-Interview erklärt, dass die Veranstalter-Umgebung des SummerSlam-Stadions vielen ihrer ursprünglichen Match-Ideen Grenzen gesetzt habe. So sei kein Käfig oder Fight-Pit möglich gewesen, und die fehlende Video-Wall habe es zusätzlich erschwert.

Scharfe Worte zum WWE-Booking unter Vince McMahon

In einem zweiten Interview, dieses Mal mit „The Takedown“ auf Sports Illustrated, kritisierte Rousey die WWE-Kreativabteilung ihrer Zeit unter Vince McMahon offen. Das größte Problem sei die fehlende Zusammenarbeit gewesen. Bis zur letzten Minute hat niemand gewusst, was bei den Shows wirklich passieren würde. Wrestler hätten dann buchstäblich keine Zeit gehabt, ihre Auftritte vorher zu proben, sondern alles nur kurz im Flur abgestimmt.

WWE habe damit eine riesige Chance verpasst, ihre Programmatik wie eine geplante TV-Serie mit langem Bogen zu bauen, von einer WrestleMania zur nächsten. Vor allem sei oft erst in letzter Minute etwas an die Wrestler herangetragen worden, das von ein paar Leuten in fünf Minuten zusammengeworfen worden sei. So entstünden Storylines, die wirr und ohne Bezug zueinander wirken.

Rousey machte deutlich, dass jeder Versuch der Zusammenarbeit eher wie ein Aushandeln gewirkt habe, nicht wie eine echte Partnerschaft. Diese tief verwurzelten Probleme habe sie nicht im Alleingang ändern können. Sie sei zudem klar im Team Triple H gewesen und habe gehofft, dass dieser die Kreativabteilung übernimmt.

Lob für Paul Heyman als prägenden Lehrer

Trotz ihrer Kritik an den WWE-Strukturen hatte Rousey ein klares Lob für Paul Heyman übrig. In einem Gespräch mit Alfred Konuwa für Forbes direkt nach dem MVP-MMA-Press-Scrum erklärte sie, dass die WWE ihr zwar nicht beim körperlichen Training geholfen habe, sie aber sehr wohl bei der Vorbereitung auf Pressekonferenzen und Medienauftritte unterstützt habe. Hierbei sei Heyman die Schlüsselfigur gewesen. Er habe ihr beigebracht, jedes Interview, egal worum es gehe, konsequent auf den Kampf zurückzuführen, den Kampf zu verkaufen und mit dem besten Satz zu beenden.

Siehe auch  Backstage-Enthüllungen zu Clash in Italy: WWE bereitete Ersatz für Jacob Fatu vor – Ursprüngliche Storyline-Pläne sahen offenbar ganz anders aus

Vor dem Kampf gegen Carano setzte Rousey diese Lehre konsequent um. Sie beschreibt Pro-Wrestling als die reinste Form der Kampf-Choreografie und stellte klar, dass sie bei der WWE gelernt habe, einen Kampf als großes Event aufzubauen und nicht nur als sportlichen Wettbewerb. Genau diese Promotionslehre habe sie, mit jahrelanger Erfahrung im Rücken, nun zurück in den MMA-Sport gebracht.

3 Kommentare

  1. Gina Carano in unter 20 Sekunden besiegt. Zum Glück war es kostenlos auf Netflix. Wäre es nur bei UFC müsste man die horrende Ticketpreise zahlen.

    • war aber auch kaum anders zu erwarten, Beide wollten vor allem nur das Geld und Rhonda hat sich in Kampf-Form gebracht, war richtig durchtrainiert… während Gina… naja… sagen wir mal so, zu mindest hat sie die 20 Kilo verloren die sie vor einigen Jahren noch weit zu viel drauf hatte. Das wars auch… davon abgesehen war Gina nie auf dem Level als MMA Kämpferin wie eine Rhonda. Würde mich nicht mal überraschen wenns abgesprochen war das es so schnell mit nem Aufgabegriff endet. Weh tun wollte sich wohl keine der Beiden.

      Ich hatte erwartet das es in Runde 1 beendet wird von Rhonda, allerdings auch nicht so schnell und einfach.

      Dafür extra bezahlt zu haben wäre ärgerlich gewesen, wenn ich mir vorstelle was auch noch ein ticket kostet um live dort zu sein…. da wäre ich sauer gewesen, aber das war eben eigentlich vorher klar das man hier nix großes geboten bekommt.

  2. Wow, jemanden, die seit 2009 nicht mehr im Ring stand, in 20 Sekunden besiegt. Das ist Qualitätsentertainment.

Kommentare sind deaktiviert.