WWE Hall of Famer Ric Flair hat sich öffentlich bei Ludwig Kaiser entschuldigt. Damit reagiert „The Nature Boy“ auf die heftige Welle an Aufmerksamkeit, die seine Aussagen aus „The Ariel Helwani Show“ in der Wrestling-Welt ausgelöst hatten. In dem Interview hatte Flair noch behauptet, er sei wegen Kaiser von WrestleMania 42 „verbannt“ worden und hatte den deutschen WWE-Star verbal massiv attackiert.
Was Flair ursprünglich gesagt hatte
In dem aufsehenerregenden Helwani-Interview ließ Flair kein gutes Haar an Kaiser. Er behauptete, er sei dieses Jahr nicht zu WrestleMania 42 in Las Vegas eingeladen worden, weil er im Vorjahr gedroht hatte, „Tiffany Strattons Ehemann“ zu verprügeln. Flair zeigte sich in dem Gespräch erkennbar aufgebracht: „Ein 24-jähriges Kind wird von einem 76-jährigen Mann bedroht, und ich darf nicht zu WrestleMania. Macht ihr Witze?“
Pikant: Flair lag dabei mit gleich mehreren Fakten daneben. Kaiser ist nicht 24, sondern 35 Jahre alt. Er ist nicht Engländer, sondern Deutscher. Und Flair fragte sogar offen, ob Kaiser überhaupt noch zum Roster gehöre, obwohl der Imperium-Veteran seit Monaten als „El Grande Americano“ in der mexikanischen WWE-Schwesterliga AAA für Furore sorgt. Helwani musste den Hall of Famer im Interview entsprechend aufklären, dass Kaiser aktuell in Mexiko aktiv ist.
Flair ging darüber hinaus die Karriere des Deutschen frontal an: Kaiser werde im Wrestling-Geschäft nicht weit kommen und in einem Jahr nur noch eine Randnotiz sein. Hintergrund des ganzen Konflikts war die Storyline zwischen Charlotte Flair und Tiffany Stratton aus dem vergangenen Jahr, in der Stratton während einer Promo eine Spitze gegen die mehrfachen Scheidungen von Flairs Tochter Charlotte (bürgerlich Ashley) eingebaut hatte. Da Kaiser zu diesem Zeitpunkt mit Stratton liiert war, geriet er in Flairs Visier. Der „Nature Boy“ beschaffte sich nach eigenen Angaben Kaisers Telefonnummer und drohte ihm direkt mit einer körperlichen Auseinandersetzung.
Die Entschuldigung im Wortlaut
Am Montag, den 27. April 2026, vollzog Flair dann eine bemerkenswerte Kehrtwende. Über seinen X-Account richtete er folgende Botschaft direkt an Kaiser: „Mr. Ludwig Kaiser – ich habe nie angedeutet, dass Sie kein Talent hätten. Ich verstehe tatsächlich, dass es für Sie bei der Promotion vom Undertaker richtig gut läuft. Es tut mir leid, dass ich mich aufgeregt habe. Ich bin von Natur aus sehr beschützend gegenüber meinen Töchtern, wie Sie es sicher auch sein werden, wenn Sie älter sind. Weiterhin viel Erfolg! Ich entschuldige mich für alles, was ich persönlich über Sie gesagt habe. Es ging nicht um Ihre professionellen Fähigkeiten, von denen ich gehört habe, dass sie sehr gut sind.“
Bemerkenswert ist Flairs Formulierung „die Promotion vom Undertaker“. Damit spielt der „Nature Boy“ auf AAA an, wo The Undertaker hinter den Kulissen als Producer eine maßgebliche Rolle spielt. Kaiser ist dort als „El Grande Americano“ einer der zentralen Akteure.
Hintergrund des plötzlichen Sinneswandels
Der zeitliche Ablauf wirft Fragen auf. Flairs Helwani-Interview liegt nur wenige Tage zurück, und der Ton in dem Gespräch war alles andere als versöhnlich. Dass der 14-fache World Champion nun derart ruhig und respektvoll formuliert, deuten Beobachter als bewussten Versuch, die Wogen zu glätten – sowohl mit Kaiser persönlich als auch in Richtung TKO und WWE-Führung. Flair, der nach WrestleMania 41 noch fest zum WrestleMania-Inventar gehörte, dürfte ein erkennbares Interesse daran haben, sein Standing bei der Company nicht dauerhaft zu beschädigen.
Hinzu kommt: Flairs ursprüngliche Darstellung stand zuletzt zunehmend in der Kritik. Mehrere Berichte stellten die Schilderung des „WrestleMania-Banns“ infrage und verwiesen auf die zahlreichen sachlichen Fehler, die Flair im Helwani-Interview unterlaufen waren. Auch innerhalb der WWE soll Flairs Rant für Stirnrunzeln gesorgt haben, was den Druck auf den Hall of Famer zusätzlich erhöht haben dürfte.
Ich weiß das wird jetzt arg Respektlos klingen, ist so aber nicht gemeint.
Doch Ric Flair ist ein alter verwirrter Mann der dem Alkohol und anderem ein wenig zu häufig zugeneigt war und immernoch ist, überdies es auch ein paar mal zu oft heftig auf den Schädel bekommen hat. Das ist nicht abwertend gemeint sondern einfach eine Ansammlung dessen was er sich so angetan hat über die Jahre im Wrestling und abseits davon.
Selbst im weit weit weit fortgeschrittenen Wrestlingalter hat er sich mehrfach heftige Stuhlschläge ungeschützt auf den Kopf geben lassen und anderes. Was das mit einem Hirn macht hat man ja gelernt, gerade bei WWE… Benoit und so. Das hinterlässt sicher spuren und bei ihm sind die offensichtlich denke ich.
Ich halte ihn schon lange nicht mehr für voll zurechnungsfähig und es häufen sich die Artikel über ihn wo er seltsame Aussagen tätigt oder seltsam auffällt in der Öffentlichkeit, oft mit Aussagen zu Dingen die so nie passiert sind und wo er auch überhaupt nichts drüber wissen kann. Das ist sicher kein Zufall.
Er war imemr ein großer Entertainer und zurecht ne absolute Legende des Wrestlings. Aber vielleicht sollte man ihm nicht ständig ein Mikro und ne Kamera vor die Nase halten. Denn ich denke das er einfach zu oft gar nicht mehr so genau weiß was er da so von sich gibt. Und das lässt ihn irgendwann (oder auch schon jetzt) in einem sehr viel schlechteren Licht dastehen als er es verdient hat.
Zu sagen „er soll besser still sein“ ist der falsche weg, denn das kann er nicht… er sieht ne kamera und ein mikro, und zack ist der Nature Boy wieder aktiviert.
Es hat auch was mit Anstand und Respekt zu tun als Journalist festzustellen ob es „Sinn“ macht mit jemandem wie ihn ein Interview zu führen in dem wissen das eion großteil dessen was er von sich gibt einem verwirrten Verstand entspringt. Ich finde das nicht sonderlich fair.
Hab in meinem Leben genug mit dementen Menschen zu tun oder auch einfach alten Menschen wo das Gehirn dem Menschen hin und wieder einen Streich spielt. (weshalb ich es auch übrigens imemr schon für seltsam gehalten hab das Leute weit älter als 70 Jahren Staaten führen können… Die meistne Menschen jenseits der 70 sollten nicht mal mehr Auto fahren, ich werde das in dem Alter sicher nicht mehr tun) Deshalb muss man sie nicht als Menschen zweiter Klasse sehen, aber sehr wohl unterscheiden können ob das was sie da erzählen unsinn ist und sie das mit Absicht tun oder einfach weil sie es nicht mehr anders einschätzen können… und genau deshalb sollte man als Journalist die Verantwortung haben und bei einem Interview auch mal sagen können „Lieber Herr Flair, sie sind eine geschätzte Wrestlinglegende, aber ich habe das gefühl sie wissen gar nicht was sie da sagen und wir sollten das Interview lieber beenden“
Stattdessen wird da aber lieber reißerisch das ganze groß aufgemacht. Und am Ende sitzt Ric Flair da, als geschlagener Mann und fragt sich „was hab ich denn da gesagt und wieso?“ Das muss nicht sein.
Lasst Ric Flair einfach in Ruhe… fertig.
Hey huhn, ich lese deine Kommentare hier eigentlich immer gerne und stimme dir als stiller Leser in den allermeisten Punkten zu. Aber bei dem Thema gehen unsere Meinungen tatsächlich mal auseinander, deshalb klinke ich mich hier ein.
Ich finde es schwierig zu sagen, dass man Ric Flair nicht mehr interviewen sollte. Erstens würde ich mich da fragen, wie Flair selbst das empfinden würde. Er ist 76, immer noch eine der größten Persönlichkeiten der Wrestlinggeschichte, und er sucht diese Auftritte ja aktiv. Ihm das Mikro zu verweigern, „zu seinem eigenen Schutz“, hätte für mich was Bevormundendes. Solange er nicht offiziell als nicht zurechnungsfähig gilt, ist er ein erwachsener Mensch, der selbst entscheiden kann, ob und wo er redet. Alles andere wäre mir ehrlich gesagt zu paternalistisch.
Zweitens finde ich den Vorwurf an „die Journalisten“ auch ein Stück weit unfair. Flair geht in Podcasts wie „To Be The Man“, er hat seinen eigenen Account, er meldet sich regelmäßig von sich aus zu Wort, gerade auf X. Das ist nicht der Fall, dass jemand ihm ein Mikro vor die Nase hält und er nichts dafür kann, sondern er ist sehr präsent und sucht die Öffentlichkeit. Wenn Medien ihn nicht mehr einladen würden, würde er sich trotzdem äußern, dann eben unmoderiert über eigene Kanäle. Da finde ich es fast besser, wenn ein Journalist nachfragt und einordnet.
Und drittens: Wenn man jemanden ab einem bestimmten Alter oder Zustand grundsätzlich nicht mehr ernsthaft interviewt, nimmt man ihm auch die Chance, die guten Geschichten zu erzählen. Flair hat unfassbar viel zu sagen über Jahrzehnte Wrestlinggeschichte. Das alles abzuschneiden, weil er manchmal danebenliegt, wäre für mich der falsche Weg.
Dass seine Aussagen oft daneben sind, da bin ich aber komplett bei dir. Da muss er das Echo dann auch aushalten.
Das beruht auf Gegenseitigkeit!
Mag sein, dass er durch ist aber das ist kein Freifahrtsschein sich alles zu erlauben und immer wenn es um sein heiliges Töchterchen geht:
Er greift weibliche Talente an, die Charlotte besiegen dürfen, er kritisiert wenn sie nicht im Main Event steht Beispiel Wrestlemania 39 Day 1 wo Charlotte & Ripley nur der Co Main Event war und da hat er sich aufgeregt dass KO & Sami vs The Usos der Main–Event war und auch wenn die Storyline zwischen Charlotte & Rhea nicht so übel war, die Bloodline–Story war einfach die größere und selbst Ludwig Kaiser attackiert, nur weil er damals der Freund von Tiffany war, die gegen Chsrlotte angetreten ist:
Ich versteh schon, worauf du hinauswillst aber wenn ich mich so wie er aufführen und das dann auch noch in verbalen Angriffen–& öffentlichen Drohungen ausartet, dann muss er sich das Echo auch gefallen lassen!
Und wenn er damit nicht umgehen kann, dass Charlotte nun mal nicht im Mittelpunkt von jedem steht dann sollte er vielleicht auch mal über eine Therapie nachdenken, wobei die glaube ich sogar schon bei ihm „Pflicht” wäre!
Da bin ich schon bei dir, natürlich… wer so daher redet muss auch das Echo vertragen. Und hat selbiges natürlich verdient.
Aber Journalisten bringen ihn natürlich ganz bewusst auf diese Weise zum reden. Sie wollen möglichst viel Öl fürs Feuer haben. Und das stöst mir sauer auf.
Wir sind uns ja einig darüber das Flair nur so semi zurechnungsfähig ist… warum bietet man ihm also ständig ne Plattform? Für die reißerische Berichterstattung, und die hat er eigentlich so gezielt nicht verdient…
Allerdings, selbstverständig, redet er sich selbst um Kopf und Kragen. Das leugne ich auch nicht. Doch finde ich es eben auch verwerflich jemandem ständig nen Mikro vor die Nase zu halten nur um unbedingt die nächste schlagzeile zu basteln. Und Flair wird dahingehend eben ausgenutzt weil die Schreiberlinge genau wissen das er ihnen futtert liefert wenn man ihn auf die entsprechenden Themen anspricht. Es ist ja nicht so als würde er selbst von sich aus losgehen und das irgendwo erzählen… nein er wird bewusst zu Interviews geladen damit er dort eben seinen Senf ablässt, im Wissen das es kontrovers werden wird und er aber selber auch gar nicht mehr zu klaren Gedanken fähig ist. Das finde ich verwerflich.
Aber ich möchte Flair hier auch nicht entschuldigen… seine Aussagen sind daneben. Aber ich glaube auch das er gar nicht so genau weiß was genau er da so sagt und welche Tragweite das hat. Und deshalb sollte man ihn auch nicht immer wieder zu solchen Interviews einladen… sondern es sein lassen.