The Rock mit gewaltigen Einnahmen bei TKO und neue Enthüllungen rund um Vince McMahon

The Rock streckt seinen Arm vor dem TKO-Logo aus, neben ihm liegt viel Bargeld

Der aktuelle TKO-Jahresbericht 2025 liefert gleich auf mehreren Ebenen brisante Einblicke: Während Dwayne „The Rock“ Johnson trotz auffälliger Abwesenheit in der Vorstandsetage beträchtliche Einnahmen erzielte, sorgen neue Zeugenaussagen aus der WWE-Aktionärsklage für Aufsehen – und stellen frühere Angaben gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC infrage.

The Rock: Tantiemen, Aktien und verpasste Sitzungen

Wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, erzielte Johnson im Rahmen seiner Vereinbarung mit TKO rund 900.000 US-Dollar an Tantiemen. Grundlage dafür ist ein langfristiger Vertrag, der mit seinem Eintritt in den Vorstand im Januar 2024 beginnt und eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren haben könnte. Zusätzlich wurden ihm rund 600.000 US-Dollar an Reisekosten erstattet, die im Rahmen des sogenannten Johnson Services Agreement im Zusammenhang mit seinen WWE-Auftritten anfielen.

Der Bericht hält zudem fest, dass Johnson mehrere der insgesamt sieben Vorstandssitzungen des Jahres aufgrund anderweitiger geschäftlicher Verpflichtungen verpasste – als einziges Mitglied des Gremiums, das dabei die interne Anwesenheitsschwelle von 75 Prozent unterschritt.

Trotz seiner sporadischen Präsenz sorgte The Rock im WWE-TV 2025 für Aufsehen: Er war bei der Raw-Premiere auf Netflix im Januar zu sehen, trat in der darauffolgenden NXT-Ausgabe auf, kehrte im Februar bei SmackDown zurück und absolvierte bei Elimination Chamber seinen vorerst letzten Auftritt.

Darüber hinaus geht aus dem Bericht hervor, dass Johnson inzwischen uneingeschränkte Ansprüche auf TKO-Unternehmensaktien im Wert von rund 30 Millionen US-Dollar besitzt. Seine Produktionsfirma Seven Bucks Productions arbeitete im Laufe des Jahres zudem gemeinsam mit TKO an einem potenziellen Reality-Projekt und erzielte dabei Einnahmen von unter 120.000 US-Dollar.

Shapiro: McMahon war keine Voraussetzung

Unabhängig davon sorgen neue Aussagen aus einer Zeugenaussage im Rahmen der WWE-Aktionärsklage für Aufsehen. TKO-Präsident Mark Shapiro wurde darin direkt gefragt, ob er Vince McMahon nach der Fusion in einer führenden Rolle als notwendig für den Erfolg des neuen Unternehmens erachtet habe. Shapiro verneinte dies und verwies dabei auf den Ballast, den McMahon zu jenem Zeitpunkt mit sich trug.

Auf die weitere Frage, ob es ein erklärtes Ziel der TKO-Führung gewesen sei, McMahon als Executive Chairman zu halten, stellte Shapiro klar, dass diese Initiative nicht vom Unternehmen, sondern von McMahon selbst ausgegangen sei. Zuerst berichtet hatte über die Aussage Brandon Thurston.

Aus der Zeugenaussage geht zudem hervor, dass McMahon ursprünglich sogar die Position des CEO von TKO angestrebt hatte – ein Vorhaben, das letztlich nicht umgesetzt wurde.

Mit der Fusion von WWE und UFC im September 2023 erhielt McMahon dennoch eine weitreichende Rolle als Executive Chairman, inklusive Nominierungsrechten für den Vorstand, Vetorechten bei bestimmten Entscheidungen sowie zusätzlichen Unternehmensanteilen im geschätzten Wert von rund einer Milliarde US-Dollar.

Anfang 2024 trat er von seiner Position zurück, nachdem die Klage von Janel Grant öffentlich wurde – er bleibt jedoch nach wie vor der größte Einzelaktionär des Unternehmens.

Widerspruch zu SEC-Dokumenten

Besonders brisant ist die Diskrepanz zu früheren SEC-Einreichungen, in denen McMahons fortlaufende Rolle als entscheidender Faktor für die Zustimmung zum Deal dargestellt worden war und als Begründung dafür, den WWE-Anteil am fusionierten Unternehmen von 43 auf 49 Prozent zu erhöhen. Die nun vorliegenden internen Aussagen zeichnen ein deutlich anderes Bild und dürften die laufende Aktionärsklage weiter befeuern, die McMahon vorwirft, die Fusion gezielt vorangetrieben zu haben, obwohl es möglicherweise vorteilhaftere Angebote gegeben habe – um sich selbst eine Rolle im neuen Unternehmen zu sichern.

Siehe auch: WWE-Präsident Nick Khan enthüllt im US-Senat: Über 100 Legends-Deals, WBC-Kritik und sein Jahresgehalt

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