Ric Flair enthüllt 800.000-Dollar-Leihe von Vince McMahon und überrascht mit WWE-Aussage

Ric Flair steht im Ring und schaut ernst aus

Ric Flairs Auftritt in der Ariel Helwani Show hielt noch weitere bemerkenswerte Aussagen bereit. Neben seinen bereits berichteten Äußerungen zu Ludwig Kaiser, Charlotte und Dennis Rodman – siehe hier, sprach der 76-Jährige über eine 800.000-Dollar-Leihe von Vince McMahon, äußerte sich erneut kritisch zur Roots-of-Fight-Trennung und überraschte mit einer Einschätzung zur finanziellen Schlagkraft von Tony Khan.

Vince McMahon lieh Flair 800.000 Dollar für drei Scheidungen

Im Gespräch mit Helwani betonte Flair, dass er trotz der Kontroversen um Vince McMahon in den letzten Jahren nach wie vor großen persönlichen Respekt vor ihm habe. Er machte deutlich, dass McMahon ihm in einer der schwierigsten Phasen seines Privatlebens geholfen hatte: „Jeder auf der Welt, der Wrestling mag, sollte Vince McMahon dankbar sein.“

Konkret verriet Flair, dass McMahon ihm einmal 800.000 Dollar geliehen hatte, um ihm durch gleich drei Scheidungen gleichzeitig zu helfen: „Er hat mir 800.000 Dollar geliehen, und anders als oft behauptet, war das nicht für das Finanzamt. Es sollte mir helfen, drei Scheidungen gleichzeitig durchzustehen.“

Jeder Cent zurückgezahlt, trotz finanzieller Folgen

Flair ließ keinen Zweifel daran, dass er das Geld vollständig zurückgezahlt habe, auch wenn McMahon ihm versichert hatte, dass dies nicht nötig sei. Flair sagte: „Die Sache ist die: Ich habe ihm jeden Cent zurückgezahlt. Als er mich anrief und sagte: ‚Ich kann das abschreiben.‘ Ich habe ihm das Geld zurückgezahlt, weil ich ihn nicht enttäuschen wollte.“

Die Rückzahlung hatte dabei erhebliche steuerliche Konsequenzen für Flair: „Weißt du, wie schwer es ist, Steuern auf 800.000 Dollar fiktives Einkommen und fiktive Einkommenssteuer zu zahlen? Ich habe fünf Jahre gebraucht, um da wieder herauszukommen.“

Den Zeitpunkt der Rückzahlung verband Flair mit einem der bedeutendsten Momente seiner Karriere. Er erklärte, dass er seinen WrestleMania-Scheck nach dem legendären Match gegen Shawn Michaels bei WrestleMania 24 im Jahr 2008 direkt an McMahon weitergegeben habe: „Er hat mir den Scheck für WrestleMania gegeben. Ich habe ihn unterschrieben und ihm zurückgegeben. Er sagte: ‚Das musst du nicht tun.‘“ Ich entgegnete: ‚Ich habe dir doch gesagt, dass ich es dir zurückzahlen werde. Ich zahle es dir zurück.“

Roots of Fight: Kritik an fehlender persönlicher Kommunikation

Einen anderen Ton schlug Flair beim Thema Roots of Fight an. Nachdem er sich nach einem öffentlichen Eklat rund um seine Entlassung von der Bekleidungsmarke zunächst zurückgezogen hatte (wir berichteten), äußerte er nun erneut Unmut, diesmal konkret über die Art, wie die Nachricht zu ihm gelangt war.

Flair schilderte, dass er von seiner Entlassung nicht direkt vom Unternehmen erfahren habe, sondern zunächst durch Gerüchte aus seinem Umfeld. Die offizielle Nachricht sei dann nicht in einem persönlichen Gespräch, sondern lediglich über eine schriftliche Nachricht übermittelt worden, in der sich ein Vertreter der Marke für die Situation entschuldigte und gleichzeitig darauf hinwies, dass die Entscheidung nicht in seiner Hand gelegen habe. Für Flair war genau das der eigentliche Affront: Dass jemand mit seinem Stellenwert in der Branche auf diese Weise behandelt worden sei, empfand er als grundlegend respektlos.

Für Flair war es dabei ausdrücklich keine Frage des Geldes, da er selbst einräumte, dass die Zusammenarbeit finanziell nie besonders lukrativ gewesen sei. Was ihn störte, war die Symbolik. Er verwies auf seinen Rang als einen der bekanntesten Träger der Marke, nannte dabei den Namen Muhammad Ali als einzigen, der ihn bei den Verkaufszahlen übertroffen habe, und stellte die schlichte Frage, warum man einem Mann mit diesem Hintergrund nicht einfach das Mindestmaß an Kommunikation entgegengebracht habe.

Er kritisierte dabei auch den wachsenden Einfluss der WWE auf derartige Entscheidungen: „Jetzt nehmen sie einfach jeden auf, den sie wollen. Die WWE will jetzt alle kontrollieren – genau das ist ihr Ziel. Ich versuche, mit niemandem im Streit zu liegen, aber, weißt du … wie kann man so respektlos sein, mir nicht einfach zu sagen: ‚Tut mir leid, Ric, wir können dich nicht nehmen‘? Das nenne ich Respektlosigkeit.“

Flair hält WWE-Kauf durch Tony Khan für denkbar

Den abschließenden und überraschendsten Teil des Interviews bildete Flairs Einschätzung zur finanziellen Stärke von Tony Khan. Der AEW-Gründer hatte 2023 versucht, die WWE im Zuge des damaligen Verkaufsprozesses zu erwerben. Flair sieht diesen Versuch nicht als abgeschlossenes Kapitel: „Tony Khan ist einer der großartigsten Menschen, die ich je getroffen habe. Weißt du was? Es würde mich nicht wundern, wenn er eines Tages einfach die WWE aufkauft.“

Zur Begründung verwies Flair auf die finanziellen Ressourcen der Khan-Familie und stellte die Marktbewertung der WWE dazu in Relation: „Die Khan-Familie hat mehr Geld als Gott, das weißt du doch, oder? Eine Milliarde Dollar für die WWE sind für Shad Khan ein Klacks.“

Backstage-Verwirrung: WWE erinnert sich nicht an Vorfall mit Ludwig Kaiser

Während Flairs Aussagen weiterhin für Gesprächsstoff sorgen, liefert Fightful Select nun ergänzende Details, die die Angelegenheit rund um Ludwig Kaiser in einem neuen Licht erscheinen lassen. Demnach steht Flair nach wie vor unter Vertrag bei AEW – WWE-interne Quellen hingegen gaben an, sich weder an einen Vorfall noch an einen Streit zwischen Flair und Kaiser erinnern zu können.

Zur Erinnerung: Flair hatte zuletzt behauptet, nicht zu WrestleMania 42 eingeladen worden zu sein. Als Grund nannte er einen Vorfall im Vorfeld von WrestleMania 41, bei dem er Kaiser angeblich bedroht haben soll. Auslöser war eine abfällige Äußerung Kaisers über Charlotte Flair im Kontext der damaligen Fehde zwischen Charlotte und Tiffany Stratton, mit der Kaiser zu jenem Zeitpunkt liiert war. Die Tatsache, dass die WWE-Seite sich an diesen Vorfall nicht mehr genau erinnert, dürfte die ohnehin schon unübersichtliche Gemengelage weiter befeuern.

Siehe auch: Ric Flair nach Drohung gegen Ludwig Kaiser von WrestleMania ausgeschlossen: Weitere Kritik an Charlottes-Rolle

3 Kommentare

  1. Oh, ja da hat er natürlich recht. 5 Jahre für 800.000 US-Dollar ist echt schlimm. Meine Fresse, der lebt echt in einer Traumwelt. Einer unserer würde für das Geld hier in Deutschland Jahrzehnte abzahlen! Echt ey.

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