The Undertaker kritisiert die Leistung einiger WWE-Stars bei einer Houseshow und spricht über seine Rolle bei AAA

The Undertaker greift sich sitzend an seine Brust

Der WWE Hall of Famer The Undertaker hat in einem aktuellen Podcast-Auftritt eindringliche Einblicke in seine Haltung zum modernen Wrestling gegeben. Dabei sprach er sowohl über einen emotionalen Ausbruch nach einer WWE-Houseshow in Australien als auch über seine neue, aktive Rolle bei Lucha Libre AAA. Beide Themen verbindet ein zentraler Punkt: Verantwortung gegenüber dem Publikum und Respekt vor dem Wrestling-Geschäft.

Frust nach WWE-Houseshow in Australien

In dem Podcast „What Do You Want To Talk About?“ von Cody Rhodes schilderte The Undertaker eine Situation, die ihn nachhaltig verärgert hat. Anlass war eine nicht im Fernsehen übertragene WWE-Houseshow in Australien, die zwar wirtschaftlich äußerst erfolgreich verlief, ihn inhaltlich jedoch enttäuschte. Vor ausverkauftem Haus sah er sich mehrere Matches backstage auf dem Monitor an und war der Meinung, dass die gezeigten Leistungen unzureichend waren. Wörtlich erklärte er:

„Wir haben diese Show in Australien gemacht, eine riesige Houseshow. Wir haben eine Million Dollar eingenommen und ich sitze da und schaue auf den Monitor und ein Match nach dem anderen war einfach nur Mist. Die Jungs haben sich nicht ins Zeug gelegt. Sie haben sich einfach nur durchgeschleppt. Keine Energie, nichts. Am Ende habe ich den Crewmitgliedern im Umkleideraum eine Standpauke gehalten. Wir haben gerade eine Million Dollar eingenommen und das ist alles, was wir ihnen bieten?“

Namen nannte The Undertaker bewusst nicht. Dennoch machte er deutlich, dass ihn weniger das einzelne Match, sondern vielmehr die Einstellung mancher Talente schockierte. Seiner Einschätzung nach fehle es einigen Wrestlern an dem Bewusstsein dafür, wie privilegiert ihre Situation sei.

Erfahrungen aus leeren Hallen prägen seine Haltung

Im weiteren Verlauf nahm The Undertaker Bezug auf seine eigenen Anfänge im Wrestling und stellte diese den heutigen Rahmenbedingungen gegenüber. Er erklärte, dass viele der aktuellen Talente nie erlebt hätten, wie es ist, vor spärlich besetzten Rängen zu arbeiten oder sich unter schwierigen Umständen beweisen zu müssen. Dieser fehlende Erfahrungshintergrund mache sich seiner Ansicht nach genau dann bemerkbar, wenn Wrestler vor ausverkauften Hallen auftreten und eigentlich besonders gefordert wären.

Für ihn sei Wrestling mehr als nur eine Leistung im Ring. Es gehe um Verantwortung gegenüber den Zuschauern, die Zeit und Geld investieren, sowie um Respekt vor dem eigenen Handwerk.

Aktive Rolle bei Lucha Libre AAA

Neben seinem Rückblick auf WWE-Erfahrungen sprach The Undertaker auch ausführlich über seine Zukunft nach der aktiven Karriere. Dabei bestätigte er erstmals in dieser Deutlichkeit seine kreative Mitarbeit bei Lucha Libre AAA. Er stellte klar, dass es sich nicht um eine symbolische Rolle handelt, sondern um aktives Engagement bei der Weiterentwicklung der Company. Auf die Frage von Cody Rhodes, welche Aufgabe er konkret übernommen habe, antwortete er: „Ja, ich helfe bei der kreativen Gestaltung und mache ein paar Sachen mit AAA. Ich versuche es. Meine Vision ist es, quasi einen Schritt zurückzugehen, um einen Schritt vorwärtszukommen.“

Dabei betonte er, dass sein Ansatz nicht darin bestehe, Traditionen zu ersetzen, sondern Strukturen zu schärfen und die Präsentation zu verbessern.

Respekt vor der Lucha-Libre-Kultur

The Undertaker hob mehrfach hervor, wie sehr ihn die kulturelle Tiefe von Lucha Libre beeindrucke. Gleichzeitig räumte er ein, dass der Wechsel aus der WWE-Welt in eine mexikanische Promotion eine Herausforderung darstelle: „Ich bin wirklich begeistert von der Körperlichkeit und den tatsächlichen Aktionen im Ring und davon, dass alles Sinn ergibt. Das ist etwas schwierig, wenn man bedenkt, wo ich herkomme, und dann mit AAA arbeite. Das Erbe vom Lucha Libre ist unglaublich. Die Masken, die Familien. Man ist Teil eines Erbes, davon gibt es so viele in Mexiko. Der eine Typ hat einen Sohn, der wiederum einen Sohn hat. Die Kultur ist so tief verwurzelt.“

Gerade dieser Respekt vor der Geschichte sei für ihn entscheidend. Er wolle nicht verändern, was AAA ausmacht, sondern das Vorhandene zeitgemäß präsentieren.

Kein WWE-Klon, sondern ein eigenständiges Produkt

Ein weiterer zentraler Punkt seiner Aussagen war die klare Abgrenzung von einem möglichen WWE-Einfluss. The Undertaker machte deutlich, dass er nicht beabsichtige, mexikanisches Wrestling nach dem Muster von WWE RAW oder WWE SmackDown umzugestalten: „Ich versuche nicht, AAA wie RAW oder SmackDown zu machen. Ich nehme einige Elemente davon, füge sie zu dem hinzu, was sie bereits tun, und versuche, ein Produkt zu schaffen, das jeder sehen möchte.“

Sein Ziel sei es, Wrestling insgesamt vielfältiger zu machen und den Fans unterschiedliche Stile anzubieten: „Genau wie die anderen Unternehmen. WWE mit RAW und SmackDown, TNA Wrestling. Man möchte den Leuten verschiedene Geschmacksrichtungen bieten. Das ist es, was wir mit AAA machen. Verschiedene Dinge, die man am Wrestling genießen kann.“

Siehe auch: WWE AAA Lucha Libre Worldwide: Alle Ergebnisse & Videos aus Mexico City, Mexiko (17.01.2026)

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