Nach Informationen von Fightful Select hat es bei All Elite Wrestling zuletzt mehrere personelle Veränderungen gegeben. Demnach haben sich verschiedene langjährige Mitglieder des Rosters nach dem regulären Auslaufen ihrer Verträge vom Unternehmen getrennt. Die betreffenden Abgänge erfolgten ohne öffentliche Ankündigung und blieben zunächst ohne offizielle Kommunikation seitens der Promotion. Weder All Elite Wrestling selbst noch Präsident Tony Khan äußerten sich zum Zeitpunkt der Vertragsenden oder zu den Hintergründen der Trennungen. Bei den betroffenen Namen handelt es sich um Matt Taven, Mercedes Martinez und Alex Abrahantes.
Mercedes Martinez beendet ihr AEW-Kapitel
Mercedes Martinez hatte bereits im Vorfeld öffentlich erklärt, dass für sie größere Veränderungen anstehen. Zudem machte sie vor wenigen Tagen deutlich, dass das Jahr 2026 ihr letztes als Vollzeit-Performerin sein soll. Mit dem Ende ihres Vertrags bei AEW ist ihr Abschnitt bei der Promotion nun offiziell abgeschlossen. Damit beginnt für Martinez eine neue Phase ihrer Karriere, die sie nach eigenen Angaben selbst gestalten möchte.
Matt Taven und seine Zeit bei The Kingdom
Matt Taven war über einen längeren Zeitraum fester Bestandteil der Gruppierung The Kingdom. An der Seite von Mike Bennett und Maria Kanellis prägte er über Jahre hinweg verschiedene Storylines innerhalb von AEW. Mit dem Auslaufen seines Vertrags endet jetzt auch seine Zugehörigkeit zum AEW-Roster.
Alex Abrahantes und seine Rolle bei Lucha Brothers und Death Triangle
Alex Abrahantes war bei AEW vor allem als Begleiter und Sprachrohr der Lucha Brothers bekannt. Darüber hinaus spielte er eine konstante Rolle innerhalb der Gruppierung Death Triangle. Über mehrere Jahre hinweg war Abrahantes regelmäßig im AEW-Programm präsent und ein fester Bestandteil dieser Acts.
AEW setzt weiter auf stille Vertragsabschlüsse
Wie bereits bei früheren Fällen äußerte sich AEW auch diesmal nicht öffentlich zu den konkreten Vertragslaufzeiten oder den Abgängen der Talente. Damit setzt die Promotion ihre bisherige Praxis fort, Vertragsenden ohne Verlängerung nicht aktiv zu kommunizieren. Offizielle Angaben zu möglichen zukünftigen Plänen der drei ehemaligen AEW-Mitglieder liegen derzeit nicht vor.
Spot bei AEW Worlds End 2025 lenkt Fokus auf Intergender-Wrestling bei AEW
All Elite Wrestling hat zum Jahreswechsel intensive Reaktionen aus der Fan-Community ausgelöst. Auslöser war ein Moment bei All Elite Wrestling, der sowohl live in der Halle als auch in den sozialen Medien für große Aufmerksamkeit sorgte. Im Mittelpunkt stand eine physische Aktion zwischen zwei real verheirateten Aktiven, die während einer Storyline bewusst zugelassen wurde und deren Wirkung weit über den eigentlichen Matchkontext hinausging.
Heftiger Spot bei Worlds End sorgt für Aufmerksamkeit
Beim AEW Worlds End Pay-per-View kam es zu einer Szene, die sofort polarisierte. Roderick Strong setzte im Match einen harten Backbreaker gegen Marina Shafir an. Die Aktion war Teil der Inszenierung, traf jedoch aufgrund der realen Beziehung der beiden auf besondere Aufmerksamkeit. In der Arena wurde der Moment mit lautstarkem Applaus quittiert, was die Wirkung des Spots zusätzlich verstärkte.
Einschätzung zur kreativen Richtung
Laut Bryan Alvarez leitet AEW aus den heftigen Reaktionen des Publikums konkrete Konsequenzen für die weitere kreative Ausrichtung ab. Er erklärte, dass die Promotion traditionell stark darauf achtet, wie die Fans auf bestimmte Aktionen reagieren, und diese Eindrücke regelmäßig in zukünftige Entscheidungen einbezieht. In seiner Analyse schilderte Alvarez den Moment ausführlich und ordnete ihn als richtungsweisend ein: „Roderick setzte beim Pay-per-View eine sehr harte Aktion gegen seine Frau an, bei der am Rücken deutliche Spuren zu erkennen waren. Anschließend zeigte er einen intensiven Backbreaker, der in der Halle mit der stärksten Reaktion des Abends aufgenommen wurde. Beide agieren dabei mit hoher Intensität. In diesem Kontext wird die Auseinandersetzung nun als Intergender-Kampf eingeordnet.“
Publikumsreaktionen als Maßstab für weitere Entwicklungen
Alvarez führte weiter aus, dass die Intensität der Reaktionen kaum zu übersehen gewesen sei und AEW erfahrungsgemäß genau solche Signale aufgreife. Besonders auffällig sei gewesen, wie gezielt der Spot aufgebaut und anschließend vom Publikum angenommen wurde: „Angesichts dieser Reaktion ist davon auszugehen, dass ähnliche Momente künftig häufiger aufgegriffen werden. Die Aktion wurde im Vorfeld aufgebaut und nach ihrer Umsetzung sehr deutlich vom Publikum angenommen. Entsprechend ist zu erwarten, dass vergleichbare Konstellationen erneut gezeigt werden. AEW greift solche Reaktionen erfahrungsgemäß auf und entwickelt sie weiter.“
Diese Einschätzung bezog sich auch auf die Dynamite-Ausgabe vom 31. Dezember 2025, bei der ähnliche Reaktionen erneut sichtbar wurden und das Thema weiter an Fahrt aufnahm.
Intergender-Wrestling rückt stärker in den Fokus
Die starken Reaktionen auf die gemeinsamen Spots von Strong und Shafir haben eine erneute Debatte über Intergender-Wrestling bei AEW ausgelöst. Die Promotion hatte solche Konstellationen bereits in der Vergangenheit punktuell eingesetzt, doch die aktuelle Resonanz fällt deutlich intensiver aus. Für viele Beobachter zeigt sich darin, wie stark emotionale und physische Momente beim Publikum verfangen können, wenn sie glaubwürdig erzählt werden.
Ob und in welchem Umfang AEW diese Art von Matches und Spots künftig häufiger einsetzt, bleibt eine Frage der weiteren kreativen Entwicklung. Fest steht jedoch, dass die Ereignisse rund um Worlds End und die Dynamite-Ausgabe zum Jahreswechsel einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben und das Thema Intergender-Wrestling erneut in den Mittelpunkt gerückt ist.
Genau wegen sowas habe ich das Interesse an amerikanischem Wrestling verloren. Die einen versuchen ständig Tabus zu brechen und Geschmacksgrenzen zu verschieben und die anderen sind Kapitalismus im Endstadium. Woanders geht’s im Wrestling auch mal extrem zu, aber dann mehr aus Leidenschaft oder weil es einen bestimmten Zweck im erzählerischen Rahmen hat, aber nicht aus Selbstzweck und für den kurzen Shock & Awe Boost.
Dann frage ich mich, wie dein Interesse am Wrestling entstanden ist, denn sowas gab es schon immer. Bubba Dudley und Mae Young lassen grüßen. Vielleicht bist du in der PG Ära eingestiegen aber dann ist AEW eher nichts für dich.
Hab so ein gefühl das Alex Abrahantes früher oder später bei WWE auftauchen wird entweder an der seite von Penta oder Rey Fenix glaube aber eher an der seite von Rey Fenix
Naja dieses jagen nach dem nächsten „Schockmoment“ hat viele AEW Zuschauer der ersten Stunde dann auch mit der Zeit vergrault wie es scheint.
Es gibt ja Gründe dafür warum man mehr als 1/3 der Zuschauer über recht kurze Zeit verloren hat.
Das was man jetzt hat ist eben der Rest der übrig blieb, und scheinbar sind da viele dabei die diese Schockmomente sehen wollen… harte Risikoreiche Spots, harte Aktionen auch gegen Frauen, Blutlecken und Spucken, inszenierter Mord (Plastiktüte, Leute im Aquarium ertränken).
Wenn ich mir da aber so die Reaktionen in den Foren und anderen social Mediakanälen anschaue, sind da nicht besonders viele dabei die das gut finden. Die Leute in der Halle feiern das scheinbar ab, jedenfalls die meisten. Aber das sind ja immer nur einige Tausend jeweils. Ob der großteil der Hundertausenden Leute am Bildschirm das alles auch sehen wollen? Die Resonanz was das angeht sieht eigentlich anders aus.
Davon abgesehen feiern die Fans in der Halle doch auch die guten Matches die ohne diese Schockmomente auskommen. Und in der Vergangeheit kamen die PPVs die einfach nur hochklassige Matches lieferten ohne diesen Kram eigentlich auch viel besser an.
Es wird auch immer mehr mit diesen Schockmomenten, im vergangen Jahr halt quasi bei jedem Auftritt von Mox…
Anhand der Zuschauerentwicklung uach übers letzte Jahr lässt sich jedenfalls ablesen das man dadurch nicht mehr Zuschauer generiert hat. Eher im Gegenteil.
Ab und zu schockieren gehört zum Wrestling dazu, hat WWE auch oft genug gemacht… aber bei AEW wird es schon fast zum Alltag.
Die Attacken gegen Shafir hab ich zb schon gar nicht mehr als was außergewöhnliches wahrgenommen.