Ein kurzer Moment während eines WWE-Einzugs hat für die Beteiligten nun ein juristisches Nachspiel. Abseits des Rings gibt es außerdem neue Bilder von CM Punk, der im November in einer Netflix-Komödie zu sehen sein wird.
Polizist reicht Zivilklage gegen WWE und Montez Ford ein
WWE und Montez Ford sehen sich mit einer Klage wegen eines Vorfalls bei Monday Night Raw konfrontiert. Wie Brandon Thurston von POST Wrestling berichtet, reichte Noel Lucas am 14. Oktober beim Circuit Court of Cook County in Illinois eine Zivilklage ein. Neben WWE und Ford, dessen bürgerlicher Name Kenneth Crawford lautet, wird auch die WWE-Tochtergesellschaft Event Services, LLC als Beklagte genannt.
Lucas arbeitet für das Cook County Sheriff’s Department und war am 6. Juli 2026 außerhalb seines regulären Dienstes als Sicherheitsmitarbeiter bei Raw eingesetzt. Die Show fand in der Allstate Arena in Rosemont, Illinois, statt und wurde live auf Netflix übertragen.
Die Klage bezieht sich auf den Einzug der Street Profits. Ford soll sich Lucas dabei ohne vorherige Zustimmung genähert und unmittelbar vor ihm einen sexualisierten Tanz aufgeführt haben, den der Kläger als Lapdance beschreibt. Lucas wirft ihm zudem unerwünschten körperlichen Kontakt vor.
Lucas schildert Folgen für sich und seine Kinder
Nach Darstellung des Klägers endeten die Auswirkungen nicht mit der Veranstaltung. WWE und Ford hätten Aufnahmen der Szene über ihre Social-Media-Kanäle verbreitet. Durch die große Reichweite sei Lucas öffentlich erkennbar geworden.
Bereits am folgenden Tag hätten Menschen ihn an seinem regulären Arbeitsplatz in einem Gerichtsgebäude wiedererkannt und verspottet. Dabei seien Fords Bewegungen nachgeahmt worden. Auch seine Kinder seien wegen des Videos in der Schule gehänselt und lächerlich gemacht worden.
Lucas macht geltend, dadurch Demütigung, Scham und erhebliche seelische Belastungen erfahren zu haben. Da die Aufnahmen weiterhin im Internet zugänglich sind, halten die Folgen für ihn an. Diese Schilderungen sind Bestandteil seiner Klage, jedoch bislang keine gerichtlich festgestellten Tatsachen.
Wie seine Anwältin Whitney Barr gegenüber POST Wrestling erklärte, geht Lucas wie viele andere Polizeibeamte einem Nebenjob nach, um seine Kinder besser versorgen zu können.
14 Klagepunkte und ein Gerichtstermin im Dezember
Die Zivilklage umfasst insgesamt 14 Klagepunkte. Dazu zählen unter anderem Vorwürfe wegen unerlaubter körperlicher Übergriffe, vorsätzlicher Zufügung seelischen Leids und behaupteter Verstöße gegen den Illinois Gender Violence Act.
Lucas beruft sich außerdem auf den Illinois Right of Publicity Act. Nach seiner Auffassung wurde sein erkennbares Bild ohne Erlaubnis für kommerzielle Zwecke verwendet. Er fordert Schadenersatz in bislang nicht bezifferter Höhe, zusätzlichen Strafschadenersatz und die Übernahme seiner Rechtskosten. Darüber hinaus soll das Gericht WWE und Ford untersagen, seine Identität weiter zu verwenden.
Für den 10. Dezember ist ein Termin zur Organisation des weiteren Verfahrens angesetzt. Eine Entscheidung über die Vorwürfe liegt bislang nicht vor. WWE hatte auf die Anfrage von POST Wrestling bis zur Veröffentlichung des Berichts zunächst nicht reagiert.
Nach Angaben des Portals war die betreffende Szene am Donnerstagabend nicht mehr in der auf Netflix verfügbaren Fassung der Raw-Ausgabe vom 6. Juli enthalten. Wann die Änderung vorgenommen wurde und ob sie mit der Klage zusammenhängt, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Trailer zeigt CM Punk in „Guarding Stars“
Unterdessen gibt es einen ersten Einblick in CM Punks nächsten Filmauftritt. Der WWE-Star gehört zur Besetzung der romantischen Weihnachtskomödie „Guarding Stars“, die am 18. November 2026 auf Netflix erscheint.
Im veröffentlichten Trailer ist Punk in einer kurzen humorvollen Szene rund um eine Typveränderung zu sehen. Dabei erklärt er, dass er eine gute Verwandlung liebe. Netflix führt ihn in der offiziellen Besetzung unter seinem bürgerlichen Namen Phil Brooks auf.
Leighton Meester und Jared Padalecki übernehmen die Hauptrollen
„Guarding Stars“ basiert auf Katherine Centers Roman „The Bodyguard“ aus dem Jahr 2022. Im Mittelpunkt steht die Personenschützerin Hannah Brooks, gespielt von Leighton Meester. Sie soll den von Jared Padalecki dargestellten Filmstar Jack Stapleton während der Feiertage beschützen.
Der Auftrag führt sie zu seiner Familie nach Montana. Um den tatsächlichen Grund ihrer Anwesenheit zu verbergen, gibt Hannah sich als seine Freundin aus. Aus der beruflichen Aufgabe entwickelt sich eine zunehmend persönliche Angelegenheit.
Regie führt Elizabeth Allen Rosenbaum, die unter anderem „Purple Hearts“ inszenierte. Neben Meester, Padalecki und Punk gehören auch Andie MacDowell, Noah LaLonde, Walker Hayes und Ava Max zum Ensemble.
Netflix kündigt den Film als Mischung aus Weihnachtsgeschichte und romantischer Komödie an. Für Punk bedeutet das Projekt einen weiteren Auftritt außerhalb des Wrestling-Rings, dieses Mal an der Seite einer Besetzung aus Film, Fernsehen und Musik.
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