Die WWE steht wenige Wochen vor ihren wichtigsten Premium Live Events des Jahres vor zwei zentralen Herausforderungen. Zum einen entwickeln sich die Ticketverkäufe für WrestleMania 42 in Las Vegas rückläufig, obwohl das Unternehmen kurzfristig mit Preisnachlässen reagierte. Zum anderen setzt WWE vor Elimination Chamber 2026 in Chicago eine neue Blackout-Richtlinie durch, die öffentliche Übertragungen in Bars und Veranstaltungsorten verhindert. Beide Themen sorgen intern wie extern für Diskussionen.
Ticketverkäufe für WrestleMania 42 trotz Rabattaktion rückläufig
Der Ticketverkauf für WrestleMania 42 im Allegiant Stadium in Las Vegas zeigt laut aktuellen Zahlen eine negative Entwicklung. Trotz einer zeitlich begrenzten Preissenkung am Valentinstagswochenende blieb eine spürbare Nachfrage aus.
In der aktuellen Ausgabe des Wrestling Observer Newsletter ging Dave Meltzer auf die derzeitige Situation rund um WrestleMania ein. Er führte aus, dass es bislang kaum neue Entwicklungen zur Veranstaltung gebe und noch keine weiteren Matches in Aussicht gestellt worden seien. Zudem habe sich der Ticketverkauf im Vergleich zur Vorwoche sogar weiter verschlechtert. Zwar seien am Valentinstagswochenende vom 13. bis 16. Februar sämtliche Sitzplatzpreise vorübergehend reduziert worden, doch habe diese Maßnahme offenbar keinerlei spürbare Nachfrage ausgelöst. Darüber hinaus habe sich herausgestellt, dass die zuvor gemeldeten Verkaufszahlen der vergangenen Woche höher eingeschätzt worden seien, als sie tatsächlich gewesen seien.
Den derzeit vorliegenden Zahlen zufolge wurden für die WrestleMania Night 1 am 18. April 35.690 Tickets verkauft, für die WrestleMania Night 2 am 19. April 36.372 Tickets. Das entspricht einem Rückgang von insgesamt 17.252 Tickets beziehungsweise 19,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Zum Vergleich: WrestleMania 41, ebenfalls im Allegiant Stadium in Las Vegas, erreichte über 113.000 verkaufte Tickets und generierte mehr als 66 Millionen US-Dollar an Einnahmen. Auch wenn Prognosen weiterhin davon ausgehen, dass WrestleMania 42 bei anhaltender Entwicklung rund 51.000 Zuschauer pro Abend erreichen könnte, wird der aktuelle Trend intern genau beobachtet.
Trotz der rückläufigen Entwicklung bleiben die Ticketpreise auf hohem Niveau. Der Einstiegspreis liegt derzeit bei 264 Dollar für den ersten Abend und 276 Dollar für den zweiten Abend. Laut Meltzer tragen diese Preise weiterhin zu „astronomischen“ Einnahmen bei.
Eine Person aus dem WWE-Umfeld äußerte in diesem Zusammenhang Zweifel daran, ob die Fans die geforderten Preise tatsächlich mittragen würden. Dabei wurde sinngemäß die Frage aufgeworfen, ob zwar genügend Publikum vorhanden sei, dieses jedoch bereit wäre, extrem hohe Summen für Eintrittskarten zu bezahlen.
Vor einigen Tagen fand laut Bericht eine abteilungsübergreifende Sitzung innerhalb der WWE statt, um die aktuelle Situation zu analysieren und neue Werbestrategien zu entwickeln. Eine dauerhafte Preissenkung ist demnach derzeit nicht geplant. Als mögliche Ursachen für den Rückgang werden unter anderem die erneute Austragung in Las Vegas sowie ein gemeldeter Anstieg der Kosten für die günstigsten Tickets um 65 Prozent im Vergleich zu WrestleMania 41 genannt.
Da bislang noch keine großen Matches offiziell angekündigt wurden, steht WWE unter wachsendem Druck, vor der größten Show des Jahres neue Impulse zu setzen.
Neue Blackout-Richtlinie vor Elimination Chamber 2026 in Chicago
Parallel zur Entwicklung rund um WrestleMania 42 sorgt eine neue Richtlinie im Vorfeld von Elimination Chamber 2026 für Aufmerksamkeit. WWE setzt ihre Blackout-Strategie konsequent fort und blockiert öffentliche Übertragungen der Veranstaltung in Bars und Veranstaltungsorten im Raum Chicago.
Laut Fightful Select heißt es dazu: „Elimination Chamber-Watch-Partys im Raum Chicago werden aufgrund der neuen Blackout-Regeln der WWE, die darauf abzielen, den Ticketverkauf zu steigern, ebenfalls blockiert.“
Demnach sollen öffentliche Viewing-Veranstaltungen im Umfeld des United Center am 28. Februar verhindert werden, um mehr Fans direkt in die Arena zu bewegen.
Ein ähnliches Vorgehen wird bereits im Zusammenhang mit WrestleMania 42 in Las Vegas umgesetzt. Dort dürfen Unternehmen im Umkreis von 50 Meilen (ca. 80 km) um das Allegiant Stadium keine öffentlichen Public-Viewing Veranstaltungen durchführen. Berichten zufolge führt diese Maßnahme bei mehreren Einrichtungen zu Frustration, da bereits Themenabende und Werbeaktionen geplant waren.
Die aktuelle Strategie steht im Zusammenhang mit dem bestehenden nationalen Übertragungsvertrag mit ESPN Unlimited sowie dem internationalen Vertrag mit Netflix. Durch verschärfte Lizenzbedingungen für öffentliche Aufführungen und klar definierte Sperrzonen legt WWE erkennbar einen Schwerpunkt auf die Maximierung der Live-Ticketeinnahmen bei ihren größten Premium Live Events.
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