WWE plant nach den Feiertagen neue Aufteilung der Kommentatorenteams – Streit um psychische Gutachten im Fall Liv Morgan

WWE Kommentator Corey Graves und Michael Cole

Bei der WWE stehen nach den Feiertagen weitere Anpassungen an den festen Kommentatorenteams bevor. Aktuell werden die beiden wöchentlichen Main Shows von unterschiedlichen Duos begleitet, doch diese Konstellationen sollen nicht dauerhaft bestehen bleiben.

Aktuelle Besetzung bei RAW und SmackDown

Derzeit kommentieren Michael Cole und Corey Graves die Ausgaben von WWE Friday Night SmackDown, während Joe Tessitore gemeinsam mit Wade Barrett bei WWE Monday Night RAW zu hören ist. Für die SmackDown-Ausgabe vom 19. Dezember 2025 sowie die RAW-Episode vom 22. Dezember 2025 kam es allerdings zu einem kurzfristigen Tausch der Teams. Dieser Wechsel hing mit vorab aufgezeichneten Shows zusammen und war nicht als dauerhafte Lösung vorgesehen.

Hintergrund der geplanten Umstrukturierung

Wie Dave Scherer von PWInsider berichtet, plant die WWE nach den Feiertagen erneute Änderungen an den Kommentatorenteams. Der zentrale Faktor dabei ist Joe Tessitore, der parallel zu seiner Tätigkeit bei der WWE auch Verpflichtungen im College-Football wahrnimmt. Diese Termine hatten bereits zuvor Einfluss auf die interne Aufteilung der Kommentatoren.

Rückblick auf frühere Teamwechsel

Bereits im September 2025 wechselten Joe Tessitore und Wade Barrett von SmackDown zu RAW, während Michael Cole und Corey Graves im Gegenzug zu SmackDown gingen. Hintergrund war Tessitores Engagement während der laufenden College-Football-Saison. In diesem Zeitraum kommentierte er zahlreiche Spiele, zuletzt auch die Begegnung zwischen Tulane und Ole Miss in den College Football Playoffs, die er am Samstagabend für TNT Sports begleitete.

Kommentatorenwechsel seit Tessitores WWE-Debüt

Seit dem Einstieg von Joe Tessitore bei der WWE im Jahr 2024 kam es bereits mehrfach zu Wechseln zwischen den beiden großen WWE-Shows. Sowohl Michael Cole als auch Tessitore waren in dieser Zeit regelmäßig bei RAW und SmackDown im Einsatz. Die nun geplanten Anpassungen nach den Feiertagen knüpfen damit an ein bekanntes Muster an, bei dem externe Verpflichtungen und Produktionsplanungen eine zentrale Rolle spielen.

Liv Morgan-Stalker Shawn Chan kündigt mögliche Verteidigungsstrategie mit psychischen Gutachten an

Im Verfahren gegen Shawn Chan, der beschuldigt wird, die WWE-Wrestlerin Liv Morgan gestalkt zu haben, zeichnet sich kurz vor dem geplanten Prozessbeginn eine mögliche Verzögerung ab. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft könnte der für den 12. Januar 2026 vorgesehene Prozess nicht wie geplant stattfinden, nachdem eine neue gerichtliche Eingabe eingereicht wurde.

Hinweis auf geplante Sachverständigenbeweise

In einem beim Bezirksgericht der Vereinigten Staaten für den Mittleren Bezirk von Florida in der Abteilung Tampa eingereichten Dokument wird ausgeführt, dass Shawn Chan beabsichtigt, im Prozess Sachverständigenbeweise im Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung, Störung oder einem anderen psychischen Zustand vorzulegen. Diese sollen aus Sicht der Verteidigung für die Frage der Schuld von Bedeutung sein.

Bereits in früheren Gerichtsunterlagen war darauf hingewiesen worden, dass Chan möglicherweise eine Mitteilung nach Rule 12.2(b) der Federal Rules of Criminal Procedure einreichen könnte. Dabei handelt es sich um eine formelle Ankündigung, mit der eine Verteidigung auf Grundlage einer behaupteten Unzurechnungsfähigkeit vorbereitet wird und die regelmäßig mit Sachverständigenaussagen verbunden ist.

Staatsanwaltschaft hält Antrag für verspätet

Die Staatsanwaltschaft widersprach diesem Vorgehen deutlich und teilte dem Gericht mit, dass der Versuch der Verteidigung, diesen Weg einzuschlagen, unzeitgemäß sei. Nach ihrer Auffassung habe Shawn Chan die dafür vorgesehenen Fristen deutlich überschritten. In einer vorgerichtlichen Anordnung war festgelegt worden, dass sämtliche Parteien bis zum 12. Mai entsprechende Anträge einreichen mussten.

Da zum Zeitpunkt der Einreichung nur noch rund drei Wochen bis zum geplanten Prozessbeginn verblieben, argumentiert die Staatsanwaltschaft, dass eine Berücksichtigung dieses Antrags den bestehenden Zeitplan unmöglich machen würde. Sollte das Gericht dem Antrag dennoch stattgeben, sei ein Prozessbeginn am 12. Januar 2026 nach Einschätzung der Anklage nicht mehr realistisch.

Hintergrund der Anklage

Shawn Chan wurde wegen eines Falls von zwischenstaatlicher häuslicher Gewalt angeklagt. Die Vorwürfe beziehen sich auf Ereignisse im vergangenen Sommer, als er aus Kanada in die Vereinigten Staaten reiste und sich mehrere Stunden lang auf dem Grundstück von Liv Morgan in Florida aufhielt.

Nach Angaben in der Anklageschrift flog Chan am 26. Mai von Scarborough in der kanadischen Provinz Ontario nach Orlando, Florida. Gegenüber US-Zollbeamten gab er an, im WWE Performance Center übernachten zu wollen, obwohl diese Einrichtung über keine Übernachtungsmöglichkeiten verfügt. Vier Tage später soll er mehrere Stunden zu Liv Morgans Wohnhaus gefahren sein, ihr Grundstück wiederholt umrundet und schließlich über den Hinterhof betreten haben.

Vorwürfe zum Aufenthalt auf dem Grundstück

Den Ermittlungsunterlagen zufolge versuchte Shawn Chan anschließend, sich Zugang zur Haustür zu verschaffen, was ihm jedoch nicht gelang. Während seines Aufenthalts soll er ein Luftgewehr an sich genommen haben, das an der Wand der Veranda hing. Nach mehreren Stunden verließ er das Grundstück wieder, hinterließ jedoch zuvor eine handschriftliche Nachricht.

In dieser Nachricht nannte Chan seinen Namen, seine Adresse in Kanada sowie seine Telefonnummer. Der Text enthielt unter anderem die Darstellung, er habe lediglich einen freundschaftlichen Besuch machen wollen und sehe sich selbst nicht als Stalker. Die Ermittlungsbehörden werten die Nachricht als Teil der vorgeworfenen Handlungen.

Festnahme und aktueller Stand des Verfahrens

Shawn Chan wurde am 3. Juni vom FBI festgenommen, nachdem Sicherheitskräfte der WWE ihn auf Überwachungsaufnahmen aus dem Umfeld von Liv Morgans Wohnhaus identifiziert und die Behörden informiert hatten. Die offizielle Anklage erfolgte am 25. Juni. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Seit seiner Festnahme befindet sich Chan in Untersuchungshaft. Mehrere Anträge auf eine Freilassung bis zum Prozessbeginn wurden von den zuständigen Stellen abgelehnt. Ob der für Januar 2026 angesetzte Prozess wie geplant stattfinden kann, hängt nun davon ab, wie das Gericht über den verspäteten Antrag der Verteidigung entscheidet.

1 Kommentar

  1. 🌹 Alles Gute und ganz viel Kraft Liv ❤️‍🔥 und ich hoffe, dass der Typ bald langfristig weggesperrt ist, egal ob Gefängnis oder Therapie, 👼🏼 damit 👸🏼 Liv auch wieder ruhig schlafen kann… ☀️👀

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