Wie die BILD berichtet, werden die WWE-Shows auch im Jahr 2026 weiterhin über BILD+ abrufbar sein. Damit bleibt das bisherige Modell für Wrestling-Fans in Deutschland bestehen. Die wöchentlichen Formate WWE RAW und WWE Friday Night SmackDown werden weiterhin live gestreamt, NXT wird hingegen zeitversetzt auf Abruf angeboten.
Auch eines der wichtigsten WWE-Events des Jahres bleibt Teil des Angebots. Der Royal Rumble wird ebenfalls live auf BILD+ übertragen. Damit sichert sich der Anbieter erneut ein zentrales Premium-Live-Event aus dem WWE-Kalender.
Konditionen von BILD+ bleiben unverändert
Für neue Abonnenten gelten weiterhin die bekannten Einstiegspreise. In den ersten zwölf Monaten kostet das BILD-Plus-Abonnement monatlich 1,99 Euro. Ab dem zweiten Jahr steigt der Preis auf 7,99 Euro pro Monat. Diese Konditionen ermöglichen auch 2026 einen vergleichsweise günstigen Zugang zu den englischsprachigen WWE-Live-Übertragungen.
Netflix-Start der WWE in Deutschland weiter nicht absehbar
Parallel dazu bleibt die Netflix-Situation im deutschsprachigen Raum unverändert. Während WWE in anderen internationalen Märkten schrittweise in das Netflix-Angebot integriert wird, sind Deutschland und Österreich davon weiterhin ausgenommen. Nach aktuellem Stand ist hier mittelfristig keine Umstellung geplant.
Grundlage dafür ist die bereits 2023 geschlossene langfristige Vereinbarung zwischen WWE und ProSieben MAXX. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren und umfasst die Ausstrahlung von RAW, SmackDown und NXT. Auf Basis dieser Vereinbarung ist ein Netflix-Start der WWE in Deutschland frühestens ab April 2028 realistisch. Bis dahin bleiben die wöchentlichen Shows im Free-TV bei ProSieben MAXX sowie auf der Streamingplattform Joyn verfügbar.
Zukunft des WWE Network in Deutschland weiter offen
Da Deutschland perspektivisch einer der letzten großen Märkte ohne vollständige Netflix-Integration bleibt, richtet sich der Blick zunehmend auf das WWE Network. Die Plattform wird absehbar nahezu ausschließlich für den deutschen Markt betrieben.
Ob das WWE Network bereits vor dem geplanten Netflix-Start im Jahr 2028 eingestellt wird, ist derzeit offen. Ebenso liegen aktuell keine bestätigten Informationen darüber vor, ob ProSieben MAXX im Jahr 2026 weiterhin alle Premium Live Events der WWE übertragen wird.
Sammelklage gegen WWE wegen ESPN-Zugang zu Premium-Live-Events
Die WWE sieht sich in den USA mit einer Sammelklage konfrontiert, die sich auf den Zugang zu WWE-Premium-Live-Events über den Streamingdienst von ESPN bezieht. Während ESPN den bisherigen Verlauf der Partnerschaft positiv bewertet, werfen klagende Fans der WWE irreführende Kommunikation im Zusammenhang mit dem neuen Streamingmodell vor.
Klage beim Bezirksgericht in Connecticut eingereicht
Die Klage wurde am Donnerstagabend beim US-Bezirksgericht im Bundesstaat Connecticut eingereicht. Darin wird der WWE vorgeworfen, Verbraucher unzureichend darüber informiert zu haben, dass der Zugriff auf WWE-Premium-Live-Events über ESPN in vielen Fällen zusätzliche Kosten verursachte. Im Zentrum der Beschwerde steht die Verlagerung der Events auf den Direct-to-Consumer-Streamingdienst von ESPN.
Nach Angaben der Kläger mussten zahlreiche Kunden trotz bestehender ESPN-Abonnements über Kabel- oder Live-TV-Anbieter eine zusätzliche monatliche Gebühr zahlen, um WWE-Events sehen zu können. Dies stehe im Widerspruch zu den Informationen, die im Vorfeld der Umstellung kommuniziert worden seien.
Betroffener Zeitraum rund um Wrestlepalooza
Die Sammelklage bezieht sich auf US-Kunden, die im Vorfeld von „WrestleMania” am 20. September für den Direktdienst von ESPN bezahlt haben, obwohl sie ESPN bereits über traditionelle Anbieter empfangen konnten. Als Beklagte wird ausschließlich die WWE genannt. ESPN und dessen Mutterkonzern Disney sind nicht Teil des Verfahrens.
Laut Klageschrift erfolgte diese Entscheidung bewusst, um vertragliche Schieds- und Sammelklageverzichtsklauseln zu umgehen, die in den Abonnentenvereinbarungen von Disney enthalten sind. Der geltend gemachte Streitwert liegt bei über fünf Millionen US-Dollar.
Hintergrund des neuen Rechtevertrags
Die Umstellung erfolgte im September im Rahmen eines neuen Medienrechtevertrags, der der WWE jährlich rund 325 Millionen US-Dollar einbringt. Zuvor hatte Peacock für WWE-Inhalte und Events etwa 200 Millionen US-Dollar pro Jahr gezahlt. Mit dem Wechsel zur ESPN-App änderten sich jedoch die Zugangsbedingungen je nach TV-Anbieter erheblich.
Einige Pay-TV-Kunden konnten sich mit ihren bestehenden Zugangsdaten in der ESPN-App anmelden und WWE-Premium-Live-Events abrufen. Andere Nutzer hatten diese Möglichkeit nicht, da die Freischaltung von individuellen Vereinbarungen zwischen Disney und den jeweiligen Anbietern abhing.
Unterschiedliche Zugangsmodelle bei TV-Anbietern
Mehrere Anbieter ermöglichten die App-Authentifizierung bereits vor Wrestlepalooza. Andere folgten erst später. Cox informierte seine Kunden nachträglich über den nun möglichen Zugriff. Auch YouTube TV und Disney verlängerten ihre Vereinbarung, wodurch deren Abonnenten ebenfalls Zugang erhalten sollten.
Für Fans ohne App-Freischaltung blieb als einzige Option ein Abonnement von ESPN Unlimited zum Preis von 29,99 US-Dollar pro Monat. Davon betroffen waren sowohl ehemalige Kabelfernsehkunden als auch Kunden, deren Anbieter den App-Zugang noch nicht aktiviert hatte.
Marketingaussagen im Mittelpunkt der Klage
Die Kläger beziehen sich unter anderem auf eine Pressemitteilung vom 6. August 2025. Darin hieß es, dass die Funktionen der ESPN-App allen Fans zur Verfügung stehen würden, unabhängig davon, ob sie direkt oder über ein herkömmliches Pay-TV-Paket abonniert seien. Diese Formulierung wird in der Klage als irreführend bezeichnet.
Zusätzlich werden öffentliche Aussagen von Nick Khan zitiert, die er in einem Podcast machte. Khan erklärte dort, dass WWE-Fans mit einem Abonnement des sogenannten ESPN-Flagship-Produkts Zugriff auf WrestleMania, SummerSlam, Royal Rumble und alle weiteren Premium-Live-Events ohne zusätzliche Kosten erhalten würden. Die Kläger geben an, dass bestehende ESPN-Kunden diese Aussagen so verstanden hätten, dass keine weiteren Gebühren anfallen würden.
Zwei Kläger namentlich genannt
In der Klage werden zwei Personen namentlich aufgeführt. Michael Diesa aus New Jersey gibt an, monatlich rund 116 US-Dollar für Xfinity-Kabelfernsehen zu zahlen, das ESPN beinhaltet. Er habe sein Disney+-Paket am 22. August erweitert, damit sein neunjähriger Sohn WWE-Veranstaltungen sehen könne.
Rebecca Toback aus New York berichtet, dass sie 82,99 US-Dollar pro Monat für YouTube TV bezahlt. Sie habe den ESPN-Direktdienst am Tag von Wrestlepalooza abonniert und nach dem Event wieder gekündigt.
Die vorgeschlagene Sammelklage soll Kunden umfassen, die zwischen dem 6. August und dem 20. September für ESPN Unlimited bezahlt haben, obwohl sie ESPN bereits über Anbieter ohne App-Freischaltung empfangen konnten. Kunden von DirecTV, Fubo TV, Hulu + Live TV, Spectrum und Verizon Fios wären ausgeschlossen, da diese Anbieter den Zugang rechtzeitig ermöglicht hatten.
Stellungnahmen bleiben aus
Die potenziellen Rückerstattungen belaufen sich laut Klage in vielen Fällen auf etwa 30 US-Dollar. Dennoch wird der Fall als Sammelklage geführt, da eine große Anzahl betroffener Kunden geltend gemacht wird. In der Beschwerde wird geschätzt, dass WWE-Inhalte in dem relevanten Zeitraum zwischen 95.000 und 125.000 zusätzliche Anmeldungen generiert haben.
ESPN lehnte eine Stellungnahme zu der Klage ab. Die WWE reagierte ebenfalls nicht auf entsprechende Anfragen.
Ja wie gesagt dann ist die Network Kündigung fix nach dem Rumble. Über Bild Plus könnte man nachdenken für ein Jahr aber anderseits wird das Produkt dank Trips eh immer schlechter.
Komisch. Vor 2 Jahren haben alle das Gegenteil gesagt.
Ich nicht, ich habe nie etwas dazu gesagt. Ich habe aber immer gesagt, dass WWE bei ProSieben und Joyn bleiben sollte und die Live Shows auch dahin gehen sollten, anstatt zu Bild