WrestleMania 42 im Allegiant Stadium in Las Vegas steht wenige Wochen vor dem Event im Mittelpunkt intensiver Diskussionen rund um Ticketverkäufe, strategische Entscheidungen und interne Abstimmungen. Nachdem zunächst berichtet worden war, dass die Preise trotz hinter den Erwartungen zurückbleibender Verkaufszahlen stabil bleiben sollten, folgte nun eine sichtbare Anpassung der Vermarktungsstrategie.
Das Allegiant Stadium startete einen zeitlich begrenzten Wochenendverkauf mit einem Preisnachlass von 25 Prozent auf Tickets für WrestleMania 42. In den sozialen Medien wurde der Rabatt öffentlich beworben. Dort heißt es: „Sichern Sie sich Ihren Platz am Tisch mit 25 % Rabatt auf Tickets – ab JETZT bis Montag, 16. Februar, um 23:59 Uhr PT. Verpassen Sie diese Gelegenheit nicht. Klicken Sie auf den unten stehenden Link und geben Sie den Code WINTER ein.“
Diese Maßnahme erfolgte nur wenige Tage nach Berichten, wonach die Preise zunächst unverändert bleiben sollten. Zuvor war bekannt geworden, dass am 11. Februar 2026 eine abteilungsübergreifende Besprechung innerhalb der WWE stattgefunden habe, um die aktuelle Ticketsituation zu analysieren und mögliche Reaktionen zu erörtern. Die jetzt eingeleitete Rabattaktion wird daher als klare strategische Kurskorrektur gewertet, die zeitlich eng mit den veröffentlichten Verkaufszahlen zusammenfällt.
Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr
Nach Angaben von WrestleTix wurden bislang rund 36.000 Tickets pro Abend verkauft. Im Vergleich dazu lagen die Verkaufszahlen zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr vor WrestleMania 41 deutlich höher. Damals wurden am Ende zwischen 56.000 und 60.000 Tickets pro Abend umgesetzt. Der Abstand von rund 10.000 Tickets pro Abend im direkten Vergleich verdeutlicht die aktuelle Herausforderung.
Die Rabattaktion könnte darauf abzielen, kurzfristig zusätzliche Kaufanreize zu schaffen und die Dynamik im Vorverkauf zu erhöhen. Gerade in den letzten Wochen vor einem Großevent wie WrestleMania spielt die Wahrnehmung der Nachfrage eine zentrale Rolle für die öffentliche Stimmung rund um die Veranstaltung. Ob die nun gewährte Preisreduzierung einen nachhaltigen Effekt auf die Verkaufszahlen haben wird, bleibt jedoch abzuwarten.
Kreative Überprüfung der WrestleMania-Planungen
Neben der Preisstrategie stehen offenbar auch kreative Inhalte zur Diskussion. Dave Meltzer berichtete, dass die Entwicklung der Ticketverkäufe sowie interne Meinungsverschiedenheiten Auswirkungen auf die kreativen Planungen für WrestleMania 42 haben könnten. Dazu sagte er: „Der Rückgang der Ticketverkäufe soll der Grund dafür sein, dass das gesamte Programm überprüft wird, verbunden mit unterschiedlichen Meinungen vieler Kreativer hinsichtlich der Ausrichtung. Es herrschte Frustration, weil ein interner Plan vorlag, der dann geändert wurde, und nun könnten und werden wahrscheinlich weitere Änderungen folgen.“
Zudem führte er aus: „Eine beteiligte Person merkte an, dass man sich zu diesem Zeitpunkt wirklich an die Pläne halten sollte, da diese seiner Meinung nach gut sind.“
Diese Aussagen deuten darauf hin, dass die Diskussionen hinter den Kulissen nicht ausschließlich finanzieller Natur sind, sondern auch inhaltliche Fragen betreffen. Während Begegnungen wie Roman Reigns gegen CM Punk um die World Heavyweight Championship weiterhin als mögliches Highlight für die zweite Veranstaltungsnacht gehandelt werden, scheint die gesamte Matchcard intern noch einmal geprüft zu werden. Konkrete Änderungen wurden bislang jedoch nicht offiziell bestätigt.
WWE hält an Public-Viewing-Verbot fest
Parallel zur Ticketdebatte sorgt eine weitere Entscheidung für Diskussionen in Las Vegas. Nach Berichten von Fightful bleibt die WWE bei ihrer Regelung, dass Veranstaltungsorte im Umkreis von 50 Meilen (ca. 80 km) um das Allegiant Stadium keine WrestleMania-Public-Viewing-Partys ausrichten dürfen, selbst wenn sie bereit wären, kommerzielle Lizenzgebühren zu entrichten.
Die WWE hält weiterhin an ihrem Verbot von Public-Viewing-Veranstaltungen im Umkreis von 50 Meilen (ca. 80 km) um das Allegiant Stadium fest. Mehrere betroffene Veranstaltungsorte wurden darüber informiert, dass es keine Ausnahmeregelung geben wird. Damit bleiben entsprechende Events während des WrestleMania-Wochenendes in Las Vegas untersagt.
Mehrere betroffene Betriebe hatten bereits mit Werbemaßnahmen, Eventplanungen und Buchungen von Wrestlern für Moderationen begonnen, bevor sie über die Einschränkung informiert wurden. Das WrestleMania-Wochenende ist traditionell von zahlreichen Begleitveranstaltungen geprägt, die über das Stadion hinausgehen und üblicherweise auch Bars, Clubs und andere Locations einbeziehen. Für viele Einrichtungen stellen solche Events einen wirtschaftlich relevanten Bestandteil der Woche dar.
Eine zuvor zitierte Quelle stellte die grundsätzliche Frage, ob diese Beschränkung im Widerspruch zum Ziel stehe, durch WrestleMania den Tourismus und die wirtschaftliche Aktivität in der Gastgeberstadt zu fördern. Die WWE hat ihre Haltung nach aktuellem Stand jedoch nicht geändert. Damit bleiben sowohl die Ticketstrategie als auch die Rahmenbedingungen rund um das Event weiterhin zentrale Themen in der Berichterstattung über WrestleMania 42.
WWE tut sich damit keinen Gefallen. Ein Verbot für das Public Viewing ist der falsche Ansatz. Man hätte einfach die Lizenzgebühren nehmen können. Für mich als Fan völlig unverständlich. WWE macht weiterhin keinen Spaß mehr und das Booking ist einfach nur vorhersehbar.