William Regal fordert glaubwürdigere Pins und Kickouts – Bayley kehrt zu ihren Wrestling-Wurzeln zurück

William Real wirkt sichtlich unzufrieden

William Regal und Bayley haben sich am Wochenende auf unterschiedliche Weise mit dem Wrestling außerhalb des aktuellen WWE-TV-Geschehens beschäftigt. Während Regal seine langjährige Erfahrung zum Anlass für einen öffentlichen Appell nahm, besuchte Bayley eine Promotion, die eng mit ihren Anfängen verbunden ist.

William Regal fordert überzeugendere Pinversuche und Kickouts

William Regal hat sich auf X mit deutlichen Worten an aktive Wrestler gewandt. Der bei WWE als Vice President of Global Talent Development tätige Brite stellte dabei ausdrücklich klar, dass seine Anmerkungen nicht allein für die Talente seines Arbeitgebers gelten. Er verfolge Wrestling aus aller Welt und richte seine Botschaft an Wrestler sämtlicher Promotions.

Im Mittelpunkt standen zwei grundlegende Bestandteile eines Matches: der Versuch, einen Gegner zu schultern, und dessen Befreiung aus dem Cover. Nach Regals Ansicht müssen beide Aktionen vermitteln, dass für die Beteiligten tatsächlich etwas auf dem Spiel steht. Er verwies dabei auf seine mittlerweile 42-jährige Erfahrung im Wrestling.

Er begründete dies mit den im Ring dargestellten Figuren. Wrestler sind ausgebildete, professionelle Kämpfer mit entsprechenden Instinkten. Das gelte auch für Matches mit Comedy-Elementen. Innerhalb der erzählten Storylines habe eine Niederlage Konsequenzen, etwa geringere Einnahmen. Entsprechend entschlossen müssten die Versuche aussehen, einen Sieg zu erringen oder eine Niederlage abzuwenden.

Gerade bei Fernsehübertragungen kommt diesem Detail eine besondere Bedeutung zu. Sobald ein Pinversuch erfolgt, zeigen die Kameras die Aktion unmittelbar. Deshalb forderte Regal die Talente auf, Pins und Kickouts so auszuführen, als hingen ihr Leben und ihre Karriere davon ab. Genau diese Haltung sei innerhalb der Storyline erforderlich.

AJ Styles und Amazing Red dienen Regal als positives Beispiel

Als Beispiel führte Regal ein Match zwischen AJ Styles und Amazing Red aus den frühen 2000er-Jahren an, das er sich kürzlich erneut angesehen habe. Dabei sei ihm aufgefallen, wie viele spätere Wrestler von den beiden beeinflusst worden seien.

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Besonders überzeugend fand Regal jedoch nicht nur deren Aktionen, sondern die Intensität bei den Coverversuchen. Die Schultern seien konsequent auf der Matte gehalten und die Gegner eng zusammengefaltet worden. Ebenso entschlossen hätten beide versucht, sich wieder zu befreien.

Aus seiner Sicht sei von dieser Qualität in den vergangenen mehr als 20 Jahren etwas verloren gegangen. Sein Hinweis auf jüngere Wrestler, die ihre Vorbilder anhand von Aufnahmen nachahmen, stand dabei unmittelbar neben der Beobachtung, wie sorgfältig Styles und Amazing Red diese grundlegenden Abläufe ausgeführt hätten.

Regal erinnert an die Erwartungen des Publikums

Für Regal betrifft das Thema auch den respektvollen Umgang mit den Zuschauern. Diese investierten ihre wertvolle Zeit in Wrestling und verdienten eine Darstellung, die ihre Aufmerksamkeit ernst nehme.

Er verglich Wrestling mit einer Kampfszene in einem Film. Auch wenn das Publikum weiß, dass die Schläge nicht mit voller Wirkung treffen, muss die Szene überzeugend aussehen. Wenn die fehlende Glaubwürdigkeit sichtbar wird, kann auch das Interesse am Zuschauen verloren gehen.

Zum Abschluss wurde Regal besonders deutlich: Wer es nicht einmal für wenige Sekunden aushalte, bei einem Pinversuch in einer unangenehmen Position festgehalten zu werden, müsse hinterfragen, ob dieser Beruf der richtige sei. Konkrete aktuelle Wrestler oder einzelne Promotions griff er in seinem Beitrag nicht an.

Bayley kehrt zum Jubiläum von Big Time Wrestling zurück

Für Bayley stand am 18. Oktober unterdessen ein persönlicher Besuch auf dem Programm. Die WWE-Wrestlerin war bei der Veranstaltung zum 30-jährigen Bestehen von Big Time Wrestling in San Jose, Kalifornien, dabei. Bei dieser Promotion hatte sie lange vor ihrer WWE-Karriere als Davina Rose erste Erfahrungen gesammelt.

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Ihr Auftritt beschränkte sich allerdings nicht auf eine Begrüßung des Publikums. Im Match zwischen Aaron Solo und Starboy Charlie wurde sie in das Geschehen eingebunden und übernahm beim Finish Ringrichteraufgaben.

Solo wollte seinen Championship-Gürtel gegen Charlie einsetzen. Bayley verhinderte dies und nahm ihm damit die Möglichkeit, sich einen Vorteil zu verschaffen. Charlie nutzte die Situation, führte seinen Moonsault aus und gewann das Match.

Emotionaler Empfang erinnert Bayley an ihre Anfänge

Nach der Begegnung griff Bayley zum Mikrofon. Die Fans empfingen sie mit „Welcome back“-Rufen, woraufhin sie offen erklärte, wie schwer es ihr falle, ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten.

„Ich werde zu emotional. Ich möchte nicht vor euch weinen. Vielen Dank an euch alle, dass ihr heute Abend gekommen seid. Das ist heute eine ganz, ganz besondere Show.“

Die Verbindung zu Big Time Wrestling reicht mehr als 18 Jahre zurück. Ihr erstes dokumentiertes Match fand dort am 19. September 2008 in Newark, Kalifornien, statt. Unter dem Namen Davina Rose trat sie gemeinsam mit Shane Ballard gegen Melissa Coates und Shannon Ballard an. Ihr Team verlor die Begegnung.

Beim Jubiläum stand sie nun als etablierte WWE-Wrestlerin wieder vor dem Publikum der Promotion, bei der ihre Laufbahn begonnen hatte. Ein eigenes Match bestritt sie an diesem Abend nicht. Ihre Beteiligung am Finish und die anschließenden Worte an die Fans machten den Besuch dennoch zu einem persönlichen Wiedersehen mit ihren Wrestling-Anfängen.

1 Kommentar

  1. Da hat William Regal absolut recht. Es wirkt in den letzten Jahren häufig wirklich sehr unglaubwürdig. Da müssen etliche Aktive daran arbeiten und nicht nur Newcomer.

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