Will Ospreay erlebte seinen eigenen All In-Entrance anders als geplant: Ein Detail kannte selbst er nicht

Will Ospreay liefert eine In-Ring Promo ab

Will Ospreays Auftritt bei AEW All In war bis ins Detail inszeniert, doch selbst der spätere World Champion kannte nicht jeden Bestandteil seines eigenen Entrances. In einem Interview gewährte der Brite nun neue Einblicke in die Entstehung des emotionalen Wembley-Moments und erklärte zugleich, wie er inzwischen auf die außergewöhnlich hohen Erwartungen an seine Matches blickt.

Ospreay wollte die Botschaft seiner Mutter vorher bewusst nicht hören

Für seinen All-In-Entrance griff Ospreay eine Idee auf, die bereits bei einem früheren großen Match eine wichtige Rolle gespielt hatte. Vor seinem Steel-Cage-Match bei Forbidden Door war ein persönlicher Einspieler mit der Stimme seiner Partnerin Alex Windsor zu hören gewesen. Für Wembley wollte Ospreay diesen Gedanken weiterentwickeln und dieses Mal seine Mutter einbeziehen, die seinen langen Weg durch die Wrestling-Welt aus einer ganz eigenen Perspektive erlebt hatte.

Nachdem sie ihre Botschaft aufgenommen hatte, bat Ospreay ausdrücklich darum, ihm die fertige Version nicht vorzuspielen. Er wollte ihre Worte erstmals vollständig am Abend von All In hören, damit seine Reaktion im Stadion nicht einstudiert wirken würde. Damit blieb innerhalb des ansonsten sorgfältig vorbereiteten Entrances bewusst ein Element bestehen, das selbst Ospreay nicht kontrollieren konnte.

Die erste Aufnahme klang Ospreay noch zu sehr nach Theater

Ganz ohne Anpassungen entstand der Einspieler allerdings nicht. Ospreays Mutter verfügt über Theatererfahrung und sprach die erste Version entsprechend sehr feierlich ein. Für ihren Sohn wirkte das zunächst eher wie eine Ansprache an ein größeres Publikum als wie eine persönliche Nachricht zwischen Mutter und Sohn.

Ospreay bat sie deshalb um eine zweite Aufnahme. Dieses Mal sollte sie sich vorstellen, ausschließlich mit ihm zu sprechen und alles um sich herum auszublenden. Genau diese ruhigere und persönlichere Variante wurde schließlich für All In verwendet. Erst als Ospreay im Wembley-Stadion auf seinen Entrance wartete, hörte er die vollständige Botschaft so, wie sie später auch das Publikum erlebte.

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„Baba O’Riley“ war ursprünglich gar nicht vorgesehen

Auch bei der musikalischen Gestaltung musste AEW kurzfristig eine andere Richtung einschlagen. Ospreay hatte zunächst einen anderen Song für seinen Entrance vorgesehen, doch die benötigten Rechte konnten nicht gesichert werden. Welches Lied ursprünglich geplant war, wollte er im Interview bewusst nicht verraten, da er die Idee möglicherweise bei einer späteren Gelegenheit noch einmal verwenden möchte.

Produzent Mike Mansury brachte schließlich „Baba O’Riley“ von The Who ins Spiel. Ospreay war von diesem Vorschlag zunächst nicht vollständig überzeugt. Erst als Musik, Videoaufnahmen und die Worte seiner Mutter miteinander kombiniert wurden, erkannte er, wie gut das Lied zu der gesamten Präsentation passte. Aus einer notwendigen Alternative wurde damit schließlich ein zentraler Bestandteil eines der auffälligsten Entrances des Abends.

Der bekannte Karriere-Rückblick bekam dadurch eine persönlichere Bedeutung

Dass AEW während des Auftritts verschiedene Stationen aus Ospreays Laufbahn und mehrere langjährige Weggefährten zeigte, war bereits unmittelbar nach All In Teil der Berichterstattung. Neu ist vor allem, wie bewusst Ospreay diese Bilder mit der Stimme seiner Mutter verbinden wollte. Der Entrance sollte nicht einfach seine größten Erfolge aufzählen, sondern zeigen, welche Menschen seinen Weg bis zum World-Title-Match gegen Kenny Omega begleitet hatten.

Gerade weil Ospreay einen großen Teil seiner Karriere außerhalb Englands verbrachte, besaß die Einbindung seiner Familie für ihn besondere Bedeutung. Seine Mutter hatte viele wichtige Jahre aus der Ferne verfolgt, nachdem er bereits in jungen Jahren für seine Wrestling-Karriere nach Japan gegangen war. In Wembley sollte ihre Stimme deshalb nicht nur ein zusätzliches Produktionselement sein, sondern den persönlichen Hintergrund seines Weges sichtbar machen.

Auch 57 hoch bewertete Matches verändern Ospreays Herangehensweise nicht.

Im selben Gespräch ging Ospreay auch auf einen völlig anderen Teil seiner Wahrnehmung ein. Chris Van Vliet verwies darauf, dass inzwischen 57 seiner Matches von Dave Meltzer mit mindestens fünf Sternen bewertet wurden. Eine solche Zahl sorgt zwangsläufig dafür, dass bei großen Ospreay-Matches regelmäßig außergewöhnlich hohe Erwartungen entstehen.

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Ospreay machte jedoch deutlich, dass er seine Begegnungen nicht mit dem Ziel plane, eine bestimmte Bewertung zu erreichen. Gerade im Jahr 2026 habe er sich selbst stärker als Geschichtenerzähler gesehen und weniger als Wrestler, der bei jedem Auftritt unbedingt das spektakulärste Match des Abends liefern müsse. Für ihn müsse zunächst klar sein, welche Geschichte eine Begegnung erzählen soll und welche Rolle sie innerhalb einer größeren Handlung besitzt.

Nicht jedes Match müsse auf maximale Spektakelwirkung ausgelegt sein

Nach Ospreays Darstellung gibt es Matches, die bewusst stärker über Athletik und spektakuläre Aktionen funktionieren können. Andere benötigen dagegen einen längeren Aufbau und leben stärker von Emotionen oder den Beziehungen zwischen den Beteiligten. Gerade bei besonderen Großveranstaltungen könne er weiterhin ein Match zeigen, das technisch und körperlich alles ausreize. Dies sei jedoch nicht der Maßstab, den er zwangsläufig auf jeden einzelnen Auftritt übertragen wolle.

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