Über 23.000 Tickets an einem Abend: AEW All Out und WWE Worlds Collide im Vergleich

Die Grafik stellt WWE Worlds Collide und AEW All Out in einer blau-roten Arena-Kulisse gegenüber, ergänzt durch zahlreiche Veranstaltungstickets im Vordergrund und die Skyline von Chicago im Zentrum

Nach dem ereignisreichen Wrestling-Wochenende in Chicago reißen die Reaktionen auf das direkte Kräftemessen zwischen WWE und AEW nicht ab. Während inzwischen weitere Aussagen aus beiden Lagern eingeordnet werden, liefern auch die endgültigen Ticketzahlen ein genaueres Bild davon, wie erfolgreich die beiden Veranstaltungen tatsächlich waren.

Bericht präzisiert die Reaktion von WWE auf AEW All Out

Fightful Select hat seinen Bericht über die Reaktionen innerhalb von WWE auf den Kartenverkauf von AEW All Out noch einmal präzisiert. Hintergrund war eine Rückfrage von Tony Khan während der Pressekonferenz nach dem Pay-per-view. Der AEW-Präsident wollte wissen, ob WWE tatsächlich offiziell gegenüber Fightful erklärt habe, überrascht vom starken Abschneiden von All Out gewesen zu sein. Genau diesen Punkt stellte Fightful anschließend klar: Die Aussage stammte nicht von WWE in offizieller Funktion, sondern von Quellen innerhalb des Unternehmens.

Nach Angaben von Fightful hätten einige Personen bei WWE erwartet, dass Worlds Collide im selben Markt den Kartenverkauf von AEW bremsen würde. Diese Einschätzung bleibt Bestandteil des ursprünglichen Berichts. Nicht korrekt wäre dagegen die Darstellung, WWE selbst habe als Unternehmen öffentlich eingeräumt, von All Outs Erfolg überrascht gewesen zu sein. Fightful merkte dazu an, dass WWE sich in offizieller Funktion ohnehin nur äußerst selten auf diese Weise über AEW äußern würde.

Während der Pressekonferenz hatte Khan bereits erklärt, dass er nicht nachvollziehen könne, weshalb Personen innerhalb der WWE von einem starken Abschneiden von „All Out” überrascht gewesen sein sollten. AEW hat die NOW Arena bereits mehrfach ausverkauft und erlebt seiner Einschätzung nach ein sehr erfolgreiches Jahr. Gleichzeitig räumte er ein, dass auch WWE ein starkes Jahr habe. Seine Botschaft blieb dennoch eindeutig: Wer AEW unterschätzt, macht seiner Ansicht nach einen Fehler.

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Jonathan Coachman sieht AEW als Gewinner des Abends

Auch der frühere WWE-Kommentator und Moderator Jonathan Coachman beschäftigte sich mit dem direkten Vergleich zwischen All Out und Worlds Collide. Für ihn fiel die Bewertung eindeutig zugunsten von AEW aus. Coachman verwies zunächst darauf, dass WWE Worlds Collide nicht live übertrug. Die Veranstaltung wird erst am 30. September über YouTube veröffentlicht werden. Gleichzeitig hat WWE die Show mit mehreren bekannten Namen ausgestattet, darunter Rey Mysterio, Dominik Mysterio, Oba Femi und CM Punk.

Trotz dieses Aufgebots sei die Allstate Arena nicht vollständig ausverkauft worden. Genau darin sieht Coachman den entscheidenden Unterschied. AEW habe die NOW Arena ausverkauft und gleichzeitig einen weiteren erfolgreichen Pay-per-View veranstaltet. Coachman hob zudem hervor, dass dies ohne MJF geschehen sei. Aus seiner Zeit im Wrestling-Geschäft sei ihm vermittelt worden, dass „sold out“ zu den wichtigsten Begriffen der Branche gehöre. Deshalb erklärte er AEW für den vergangenen Samstag zum Gewinner.

Worlds Collide verkauft deutlich mehr Tickets als All Out

Die inzwischen vorliegenden WrestleTix-Zahlen zeigen, weshalb die Lage differenzierter ist. Für AEW All Out wurden 9.456 Tickets verteilt. Damit war die für die Veranstaltung eingerichtete Kapazität der NOW Arena ausgeschöpft und die Show offiziell ausverkauft. WWE und AAA kamen mit Worlds Collide in der größeren Allstate Arena dagegen auf 13.979 verteilte Tickets. Damit fehlten lediglich 531 Tickets bis zum Sellout.

Damit verkaufte bzw. verteilte die WWE trotz des nicht erreichten Ausverkaufs 4.523 Tickets mehr als AEW. Coachmans Aussage, dass All Out ausverkauft war, Worlds Collide jedoch nicht, ist somit korrekt. Gleichzeitig brachte die WWE absolut gesehen deutlich mehr Ticketinhaber in die Halle. Bei den WrestleTix-Zahlen handelt es sich um verteilte Tickets. Sie müssen deshalb nicht zwangsläufig mit der tatsächlichen Zahl der Personen übereinstimmen, die am Veranstaltungstag die Eingänge passierten.

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Swerve Strickland sieht einen anderen Gewinner

Swerve Strickland wählte nach den beiden Shows eine deutlich andere Perspektive als Will Ospreay, Tony Khan oder Jonathan Coachman. Der frühere AEW World Champion verwies darauf, dass mehr als 20.000 Menschen an einem Samstagabend im Raum Chicago Live-Wrestling besucht hätten, und bezeichnete genau das als Erfolg. Mit den inzwischen bekannten WrestleTix-Zahlen ergibt sich sogar eine Summe von 23.435 verteilten Tickets für beide Veranstaltungen zusammen.

Damit stellte Strickland weder AEW noch WWE als Verlierer dar, sondern rückte die gesamte Wrestling-Branche in den Mittelpunkt. Während Ospreay nach All Out sehr offensiv erklärte, dass die Fans seiner Meinung nach die richtige Promotion gewählt hätten, und Coachman AEW zum Sieger des Wochenendes kürte, betrachtete Strickland die starke Nachfrage nach beiden Veranstaltungen als gemeinsames positives Zeichen.

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