Für die WWE steht Anfang 2026 eine erneute Anpassung der Sendezeit von SmackDown bevor – wir berichteten bereits darüber hier. Nach einer bereits erfolgten Verlängerung im Jahr 2025, die schließlich wieder zurückgenommen wurde, soll die Show ab dem 2. Januar 2026 erneut drei Stunden dauern. Diese Information basiert auf aktuellen Berichten und Aussagen aus dem Umfeld der WWE, in denen von einer bevorstehenden Rückkehr zum dreistündigen Format gesprochen wird.
Innerhalb des Unternehmens scheint jedoch bereits die Erwartung zu bestehen, dass diese Änderung nicht dauerhaft bleibt. Bryan Alvarez erklärte bei Wrestling Observer Live, dass intern damit gerechnet werde, dass SmackDown im Verlauf des Jahres 2026 wieder auf zwei Stunden verkürzt werden könnte. Diese Einschätzung erinnert an den Ablauf im Jahr 2025, als die Show ebenfalls verlängert wurde und später zur ursprünglichen Länge zurückkehrte.
Aussagen von Bryan Alvarez zur geplanten Sendezeitstruktur
Bryan Alvarez beschrieb, wie diese internen Überlegungen aussehen. Er berichtete, dass es wahrscheinlich sei, dass SmackDown im Jahr 2026 für einen Zeitraum von etwa sechs oder sieben Monaten drei Stunden lang ausgestrahlt wird, bevor eine Rückkehr zum zweistündigen Format für den Rest des Jahres erfolgen könnte.
Alvarez führte weiter aus, dass diese Planung offenbar mit dem aktuellen Programmablauf zusammenhängt. SmackDown besteht derzeit aus zwei Stunden, gefolgt von der Braun Strowman Show. Nach seinen Angaben habe die Show eine starke Zuschauerresonanz, was sowohl an der Popularität von Braun Strowman als auch an der positiven Aufnahme des Formats liege.
Erfolgsquote von The Braun Strowman Show
Die Show „Everything on the Menu with Braun Strowman“, die jeden Freitag nach SmackDown auf dem USA Network in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt wird, gilt Alvarez zufolge als fester Bestandteil der aktuellen Planungen. Er betonte, dass die Show sowohl NXT als auch AEW Dynamite in den Zuschauerzahlen übertrifft.
Die Serie zeigt Braun Strowman auf Reisen durch verschiedene Restaurants, in denen er die komplette Speisekarte eines Lokals ausprobiert. Aufgezeichnet wurde das Format zu einem Zeitpunkt, als Strowman noch für die WWE tätig war. Die Premiere erfolgte am 24. Oktober 2025.
Mögliche Rückkehr zum alten Zeitmodell
Den Aussagen zufolge könnte die WWE erst nach dem Ende der Braun-Strowman-Show erneut Anpassungen an SmackDown vornehmen. Sollte die Serie wie geplant Ende 2025 auslaufen, dürfte SmackDown zu Beginn des Jahres 2026 auf drei Stunden erweitert werden. Laut Alvarez könnte die WWE anschließend versuchen, ein neues Format mit einem anderen WWE-Talent aufzubauen, das ab Mitte 2026 nach SmackDown ausgestrahlt wird. Sollte dieses Vorhaben erfolgreich sein, wäre laut Alvarez eine erneute Reduzierung von SmackDown auf zwei Stunden denkbar.
Plant WWE eine technische Neuerung für RAW und SmackDown im Jahr 2026?
Bei der WWE könnte derzeit ein neues visuelles Präsentationselement für die TV-Produktionen vorbereitet werden. In der Vergangenheit hat das Unternehmen häufig verschiedene Formate wie WWE Main Event oder WWE NXT genutzt, um dort technische Ideen und kamerabezogene Neuerungen auszuprobieren, bevor diese ihren Weg zu RAW, SmackDown oder den Premium Live Events fanden. Mit diesem Vorgehen können Innovationen in einem kleineren Rahmen getestet und ihre Auswirkungen auf Produktion und Zuschauererlebnis bewertet werden.
Rückblick auf frühere Kameraexperimente
Im Laufe der vergangenen Jahre hat die WWE mit unterschiedlichen Kameraansätzen experimentiert, von denen jedoch nicht alle dauerhaft übernommen wurden. Zu den bemerkenswertesten Versuchen gehörten neue Kamerawinkel, die bei kleineren Shows getestet wurden. Eine Phase bei NXT sah sogar vor, dass Kameraleute in den Ring stiegen, um das Geschehen noch näher einzufangen. Dieses Konzept wurde zwar einige Zeit lang erprobt, fand jedoch letztendlich keinen Platz im Main-Roster.
Auch sogenannte POV-Kameras an den Referees wurden mehrfach getestet. Dabei handelte es sich um kleine Geräte, die am Ohr der Offiziellen befestigt wurden. Die Idee dahinter war, direkte Perspektiven aus dem Ring zu vermitteln. Allerdings erwies sich diese Idee als unzuverlässig. Die Kameras verloren immer wieder das Signal oder fielen während der Matches sogar komplett aus, sodass die Referees sie teilweise entfernen und beiseitelegen mussten.
Beobachtungen bei AAA als möglicher Testlauf
Eine Show der mexikanischen Promotion AAA am vergangenen Wochenende sorgt diesbezüglich für neue Diskussionen. Dort trugen die Referees auffällige POV-Kameras, die auf dem Kopf befestigt waren. Die Geräte ähnelten GoPro-Kameras und waren mit einem sichtbaren Stirnband stabil fixiert. Diese Variante unterscheidet sich deutlich von den kleineren Modellen am Ohr und wirkt robuster sowie technisch weniger anfällig.
Da die WWE regelmäßig andere Produktionen beobachtet und frühere Innovationen teilweise aus externen Quellen übernommen wurden, wird spekuliert, ob diese Variante ebenfalls als möglicher Testlauf dienen könnte. Die Tatsache, dass die WWE bereits mehrfach mit Referee-Kameras experimentiert hat, rückt diesen Ansatz in den Fokus.
Bedeutung für zukünftige WWE-TV-Produktionen
Der Einsatz einer stabileren POV-Kamera an der Stirn könnte für die WWE eine Möglichkeit darstellen, das Zuschauererlebnis zu intensivieren und dynamischere Perspektiven zu ermöglichen. Die Arbeit mit vorherigen On-Ear-Modellen hat eindeutig gezeigt, dass technische Zuverlässigkeit und Befestigung zentrale Faktoren sind. Die bei AAA verwendete Variante könnte daher als Anregung dienen, ein bewährtes System zu finden, das sich langfristig bei RAW, SmackDown oder bei Premium Live Events einsetzen ließe.