All Elite Wrestling hat in den vergangenen Wochen nahezu jede größere Show genutzt, um auf Erfolge bei den Sports Illustrated Pro Wrestling Awards hinzuweisen. Besonders rund um Worlds End wurden die Auszeichnungen wiederholt erwähnt, visuell eingeblendet und von Tony Khan selbst thematisiert. Nun ist klar, dass diese Präsenz kein Zufall ist, sondern Teil einer gezielten Kommunikationsstrategie.
Dave Meltzer erklärt den Hintergrund der Award-Offensive
In einer aktuellen Ausgabe von Wrestling Observer Radio ordnete Dave Meltzer die Vorgehensweise ein. Seinen Ausführungen zufolge handelt es sich nicht um bloße Selbstbeweihräucherung, sondern um einen bewussten Versuch von All Elite Wrestling, die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens neu auszurichten.
Meltzer erklärte, dass AEW nach einem schwierigen Zeitraum gezielt daran arbeite, das eigene Image bei Fans, Medien und Branchenbeobachtern zu stabilisieren. Die intensive Betonung externer Anerkennung solle dabei helfen, eine Phase hinter sich zu lassen, in der die Promotion häufig mit negativen Schlagzeilen konfrontiert war.
Der Kampf gegen ein festgesetztes negatives Narrativ
Laut Meltzer hatte sich über Monate hinweg ein bestimmtes Bild verfestigt. AEW sei wirtschaftlich angeschlagen, verliere Geld und werde von einer Führung geleitet, die überfordert wirke. Diese Darstellung habe der Marke spürbar geschadet und das Vertrauen in die langfristige Entwicklung der Promotion belastet.
Die Sports Illustrated Awards wurden deshalb zu einem zentralen Instrument, um diesem Narrativ entgegenzuwirken. In nahezu jeder Show tauchten Videosegmente, Grafiken oder Erwähnungen der Auszeichnungen auf. Auch bei Pressekonferenzen griff Tony Khan das Thema immer wieder auf, um die erzielten Erfolge öffentlich zu unterstreichen.
Welche Auszeichnungen AEW konkret gewonnen hat
Ein entscheidender Faktor ist laut Meltzer, dass AEW im aktuellen Jahr bei den Sports Illustrated Pro Wrestling Awards deutlich stärker vertreten war als zuvor. Die Promotion selbst wurde als Wrestling Promotion of the Year ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielten mehrere AEW-Stars individuelle Ehrungen.
„Hangman“ Adam Page wurde von Sports Illustrated zum Male Wrestler of the Year gewählt. Mercedes Moné erhielt die Auszeichnung als Female Wrestler of the Year. FTR wurde als Tag Team of the Year geehrt, während Will Ospreay den Best in the Ring Award erhielt. Toni Storm wurde für ihre Arbeit am Mikrofon mit dem Best on the Mic Award ausgezeichnet und Kyle Fletcher erhielt den Breakout Wrestler of the Year Award.
Auch inhaltlich wurde AEW mehrfach gewürdigt. Die Redemption Story von „Hangman“ Adam Page wurde als Storyline of the Year ausgezeichnet. Die Rivalry of the Year ging an die Fehde zwischen Hangman Adam Page und Jon Moxley. Zusätzlich erhielt AEW Double or Nothing die Auszeichnung als Show of the Year.
Warum gerade Sports Illustrated eine zentrale Rolle spielt
Meltzer machte deutlich, dass der Name Sports Illustrated für mediale Relevanz und Glaubwürdigkeit steht. Genau dieser Umstand werde von AEW gezielt genutzt. Die Botschaft sei klar. Diese Auszeichnungen stammen nicht aus dem eigenen Haus, sondern von einer etablierten Sportmarke mit internationalem Renommee.
Im Vorjahr hätte AEW eine solche Kampagne laut Meltzer kaum glaubwürdig umsetzen können, da sich die Ehrungen auf mehrere Promotions verteilt hätten. Im aktuellen Jahr jedoch habe AEW einen Großteil der relevanten Kategorien für sich entschieden, was eine klare und konsistente Außendarstellung ermögliche.
Gezielte Imagekorrektur mit Blick auf die kommenden Jahre
Meltzer betonte, dass AEW sehr bewusst mit diesen Auszeichnungen arbeite. Die wiederholte Betonung sei kein Zufall, sondern Ausdruck eines langfristigen Plans. Ziel sei es, bis ins Jahr 2026 hinein ein stabileres, positiveres Bild der Promotion zu etablieren.
Durch die konsequente Hervorhebung externer Anerkennung will AEW frühere Zweifel hinter sich lassen, die in den vergangenen Jahren durch öffentlich gewordene Backstagekonflikte, rückläufige Einschaltquoten und wiederkehrende Diskussionen über die wirtschaftliche Stabilität der Promotion entstanden waren. Diese Faktoren hatten das öffentliche Bild von AEW zeitweise geprägt und sowohl innerhalb der Fan-Community als auch in der Branche Fragen zur langfristigen Ausrichtung aufgeworfen.
Die Sports Illustrated Awards sollen in diesem Zusammenhang als nachvollziehbarer Beleg dienen, dass AEW trotz dieser Herausforderungen weiterhin als relevante und leistungsfähige Größe im professionellen Wrestling wahrgenommen wird und auch von externen, etablierten Medienmarken Anerkennung für sportliche, kreative und organisatorische Leistungen erhält.
As the end of an epic 2025 draws near, we just want to thank the fans once again for their support and making these @SInow awards possible! Without you, AEW wouldn’t be the Top Promotion of 2025 and much more! pic.twitter.com/nXuB7JfCkU
— All Elite Wrestling (@AEW) December 30, 2025
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