Während rund um Vince McMahon und die WWE-Aktionärsklage neue Hintergründe zum jüngsten Vergleich bekannt geworden sind, baut TKO Group Holdings sein Partnernetzwerk weiter aus. Mit SuperFile wurde eine neue globale Zusammenarbeit vorgestellt, die künftig sowohl bei UFC als auch bei WWE-Veranstaltungen sichtbar sein wird.
Person aus McMahons Umfeld verteidigt TKO-Fusionsdeal
Im Zusammenhang mit dem Vergleich in der WWE-Aktionärsklage hat sich über Fightful Select und weitere Medien eine Person aus dem Umfeld von Vince McMahon zu Wort gemeldet. Fightful stellte dabei ausdrücklich klar, dass es sich um die Sichtweise einer McMahon-nahen Quelle handelt und nicht um eine unabhängige Bewertung der Vorgänge.
Nach Angaben dieser Person seien Klagen dieser Art bei großen Transaktionen börsennotierter Unternehmen nichts Ungewöhnliches. Außerdem wurde betont, dass das Angebot von Endeavor damals mit deutlichem Abstand das beste Angebot gewesen sei. Demnach sei die Offerte von drei unabhängigen Finanzinstituten geprüft worden: JP Morgan, Raine und Moelis. Nach dieser Prüfung habe das WWE Board of Directors dem Zusammenschluss mit Endeavor einstimmig zugestimmt.
Die Quelle argumentierte zudem, dass durch die Fusion das führende Unternehmen im Bereich Kampfsport und Sports Entertainment entstanden sei und die Aktionäre erheblich von dem Geschäft profitiert hätten. Hintergrund der ursprünglichen Klage war der Vorwurf, Vince McMahon habe den Verkaufsprozess der WWE so beeinflusst, dass seine eigene Stellung im Unternehmen abgesichert werde, anstatt ausschließlich den höchstmöglichen Wert für die Aktionäre zu erzielen.
Der Prozess sollte ursprünglich am 8. Juni vor dem Delaware Court of Chancery stattfinden. Nachdem beide Seiten jedoch eine grundsätzliche Einigung erzielt hatten, wurde der Termin kurzfristig aufgehoben.
Bericht nennt anderen Grund für den Vergleich
Dave Meltzer verwies in seinem Daily Update bei F4WOnline auf einen Bericht von Front Office Sports, der die Situation deutlich anders bewertet. Laut diesem Bericht soll die außergerichtliche Einigung unter anderem dazu gedient haben, eine Aussage Vince McMahons unter Eid zu verhindern. Dabei wäre es um Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens sowie um frühere Schweigegeldzahlungen gegangen, die in mehreren Verfahren eine Rolle spielen.
Damit stehen derzeit zwei sehr unterschiedliche Darstellungen des Vergleichs im Raum. Während die McMahon-nahe Quelle den Vergleich vor allem als normalen Abschluss eines wirtschaftlichen Rechtsstreits einordnet, sieht der Bericht von Front Office Sports darin auch eine Möglichkeit, belastende Aussagen vor Gericht zu vermeiden.
Wie Fightful außerdem berichtete, gehen Quellen aus dem Umfeld weiterer laufender Verfahren gegen WWE und TKO davon aus, dass mindestens eine dieser Klagen die sogenannte Discovery-Phase erreichen wird. In dieser Phase müssen umfangreiche Dokumente und Informationen offengelegt werden. Der Vergleich in der Aktionärsklage dürfte daher nicht das letzte rechtliche Kapitel rund um die TKO-Fusion gewesen sein.
TKO schließt globale Partnerschaft mit SuperFile ab
Unabhängig von den juristischen Themen hat TKO Group Holdings eine neue globale Partnerschaft mit dem Technologieunternehmen SuperFile bekannt gegeben. SuperFile wurde im Jahr 2020 gegründet und bietet Lösungen für den sicheren Austausch von Dateien und digitalen Inhalten an. Das Unternehmen wird künftig als offizieller Partner für sicheres Dateisharing bei UFC und WWE auftreten.
Laut F4WOnline arbeitet TKO-Präsident Mark Shapiro kontinuierlich daran, neue Sponsoring- und Werbemöglichkeiten für UFC und WWE zu schaffen. Die Zusammenarbeit mit SuperFile ist Teil dieser Strategie.
Die Partnerschaft startet offiziell beim UFC Freedom 250 Event am 14. Juni auf dem South Lawn des Weißen Hauses in Washington D.C. Die Veranstaltung ist Teil der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten.
Für das Event sind rund 4.300 Zuschauerplätze vorgesehen. Davon werden etwa 1.200 Plätze aktiven Angehörigen des Militärs zur Verfügung gestellt.
SuperFile wird während der Veranstaltung im Octagon, in den weltweiten TV-Übertragungen sowie in der einstündigen Nachberichterstattung prominent präsentiert. Die Reichweite der UFC wird dabei auf potenziell rund eine Milliarde Haushalte in mehr als 200 Ländern geschätzt.
SuperFile wird auch bei WWE Premium Live Events präsent sein
Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf UFC-Veranstaltungen. SuperFile wird außerdem als Presenting Partner bei UFC 329 auftreten. Dort kommt es am 11. Juli in der T-Mobile Arena in Las Vegas zum Rückkampf zwischen Conor McGregor und Max Holloway. Es wäre das erste Aufeinandertreffen der beiden seit 13 Jahren.
Auch WWE-Fans werden die Marke künftig regelmäßig sehen. Laut den bisherigen Plänen wird SuperFile bei mehreren großen Premium Live Events präsent sein. Dazu gehören WrestleMania 43, Money in the Bank, Survivor Series und Royal Rumble. Das erste WWE-Event mit offizieller SuperFile-Präsenz soll bereits Night of Champions am 27. Juni in Riad sein.
