Im Vorfeld von AEW x NJPW Forbidden Door am kommenden Sonntag hat sich AEW-Präsident Tony Khan in einer ausführlichen Medienkonferenz zu mehreren aktuellen Themen rund um die Promotion geäußert.
Dabei sprach er unter anderem über Visa-Probleme und Verletzungen im Kader, den Vertragsstatus von Jack Perry, Gerüchte über einen möglichen Kauf von TNA sowie die internationalen Zukunftspläne von AEW.
Visa-Probleme erschweren die Planung von Forbidden Door
Tony Khan erklärte, dass die Zusammenstellung der Matchcard für Forbidden Door in diesem Jahr mit außergewöhnlich großen Herausforderungen verbunden gewesen sei. Als eines der größten Probleme bezeichnete er die aktuelle Visa-Situation mehrerer internationaler Wrestler.
Nach Angaben von Khan befinden sich derzeit mehrere Arbeitserlaubnisse in der Verlängerung, wodurch einige Talente momentan nicht in den USA auftreten können. Betroffen seien unter anderem Beast Mortos, Komander und Hechicero aus Mexiko sowie NJPW-Star Gabe Kidd. Außerdem befindet sich AEW National Champion Mark Davis aktuell außerhalb der Vereinigten Staaten und verteidigt seinen Titel international.
Khan zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass alle betroffenen Wrestler schon bald wieder zur Verfügung stehen werden. Gleichzeitig lobte er die große Qualität seines Kaders. Trotz zahlreicher Ausfälle sei AEW weiterhin in der Lage, starke TV-Shows zu produzieren und eine hochklassige Card für Forbidden Door auf die Beine zu stellen.
Auch zahlreiche Verletzungen sorgen für Probleme
Neben den Visa-Problemen machten AEW laut Khan auch mehrere Verletzungen zu schaffen. Besonders bedauerlich sei der Ausfall von Willow Nightingale. Die ehemalige TBS Championesse verletzte sich an der Schulter, musste ihren Titel niederlegen und ihre Teilnahme am Owen Hart Foundation Tournament absagen. Für sie rückte Mercedes Moné nach.
Khan erklärte, dass er Nightingale gerne bei Forbidden Door und im Turnier gesehen hätte. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch, dass sie in absehbarer Zeit in den Ring zurückkehren könne. Zuletzt habe er sie gemeinsam mit Harley Cameron bei der Weltpremiere des Films Supergirl getroffen.
Darüber hinaus fehlen AEW derzeit auch Toni Storm, Keith Lee, Jay White und Britt Baker, die sich alle weiterhin von Verletzungen erholen. Konkrete Zeitpläne für ihre Rückkehr nannte Khan nicht.
Besonders hob er außerdem Maya World hervor. Trotz eines schweren persönlichen Schicksalsschlags, bei dem ihr Bruder am 7. Juni bei einem Autounfall ums Leben kam, habe sie ein Angebot für eine Auszeit ausgeschlagen und stattdessen jede Chance genutzt, die sich ihr bei AEW bot.
Jack Perry soll langfristig bei AEW bleiben
Ein weiteres Thema war der auslaufende Vertrag von Jack Perry. Bryan Alvarez von F4WOnline hatte zuletzt berichtet, dass Perry bis Donnerstagmorgen noch keinen neuen Vertrag unterschrieben habe. Sein bisheriger Vertrag sei bereits ausgelaufen, die Gespräche über eine Verlängerung laufen jedoch seit Mitte Juni. Alvarez schloss nicht aus, dass eine Einigung jederzeit erfolgen könne.
Tony Khan wollte sich während der Medienkonferenz nicht zu laufenden Vertragsverhandlungen äußern. Er machte jedoch deutlich, dass AEW Jack Perry langfristig halten möchte. Khan bezeichnete ihn als außergewöhnlich talentierten Wrestler mit einem hervorragenden Wrestling-Verständnis und erklärte, dass er ihn sowohl beruflich als auch persönlich sehr schätze.
Jack Perry gehört seit der Gründung im Jahr 2019 zum AEW-Kader und gewann im Laufe seiner Karriere bereits die TNT Championship, die National Championship sowie die AEW World Tag Team Championship. Bei Forbidden Door wird er allerdings nicht antreten.
Tony Khan erteilt TNA-Kaufgerüchten eine klare Absage
Für einen der unterhaltsamsten Momente der Medienkonferenz sorgte eine Frage von Wrestlenomics-Journalist Brandon Thurston. Hintergrund waren Berichte, wonach Anthem-CEO Len Asper TNA Wrestling für einen Betrag zwischen 40 und 50 Millionen US-Dollar verkaufen könnte.
Als Thurston Tony Khan direkt fragte, ob ein Kauf für rund 40 Millionen Dollar infrage käme, musste Khan zunächst lachen. Anschließend antwortete er mit einem klaren Nein.
Zwar räumte Khan ein, dass TNA durchaus interessante Werte besitze. Vor allem die umfangreiche Videobibliothek mit zahlreichen bekannten Stars sei attraktiv. Dennoch betonte er, dass ein Kauf aktuell keine Priorität für AEW darstelle und es bislang auch keine ernsthaften Gespräche gegeben habe.
Zum Vergleich erklärte Khan, dass es viele Dinge gebe, die grundsätzlich interessant seien, wenn der Preis stimme. Ähnlich sei es bei Autos, die ihm gefallen würden. Im Fall von TNA seien 40 Millionen Dollar für ihn jedoch definitiv keine Option.
AEW plant weitere internationale Expansion
Zum Abschluss sprach Tony Khan über die langfristigen Wachstumspläne von AEW. Dabei bezeichnete er Puerto Rico ausdrücklich als einen wichtigen Zukunftsmarkt. Die Insel verfüge über eine lange Wrestling-Tradition, leidenschaftliche Fans und interessante Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen.
Außerdem bestätigte Khan das neue Pay-per-View-Event Redemption, das künftig in Montreal stattfinden soll und als zehnter AEW-Pay-per-View des Jahres geplant ist.
Für AEW All In in London kündigte Khan zudem zahlreiche Begleitveranstaltungen an. Gleichzeitig erklärte er, dass mehrere Independent-Promotions Interesse daran hätten, ihre Veranstaltungen künftig über die Streaming-Plattform MyAEW auszustrahlen. Auch mit CMLL würden bereits Gespräche über eine intensivere Zusammenarbeit auf MyAEW geführt.

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