Tony Khan blickte nach AEW All In London nicht nur auf einen erfolgreichen Abend im Wembley-Stadion zurück. Im Media Scrum nach der Show sprach der AEW-Präsident ausführlich über mehrere Entwicklungen, die für die kommenden Monate wichtig werden könnten.
Dabei ging es um neue Verpflichtungen, die internationale Expansion, die Zusammenarbeit mit Medienpartnern und eine mögliche Veränderung rund um eine bekannte Championship.
Tony Khan erklärt die Verpflichtung der Motor City Machine Guns
Ein großer Themenblock drehte sich um Chris Sabin und Alex Shelley. Khan erklärte, dass er seit vielen Jahren Fan der Motor City Machine Guns sei und ihre Free Agency sofort als große Gelegenheit betrachtete. Beide hätten sich über Jahre einen hervorragenden Ruf erarbeitet, weshalb die Entscheidung für ein Angebot aus seiner Sicht naheliegend gewesen sei.
Zusätzlich passte der Zeitpunkt perfekt. AEW veranstaltete Ende Juli eine Collision-Ausgabe in Detroit, der Heimatregion von Sabin und Shelley. Khan wollte deshalb nicht darauf verzichten, ihre Verpflichtung zuerst vor dem dortigen Publikum bekanntzugeben. Nach seiner Darstellung hätten die beiden gerne schon früher rund um All In eine Rolle übernommen, doch die Vorstellung in Detroit sei für ihn zu besonders gewesen, um sie auszulassen.
All In könnte laut Khan Teil der besten AEW-Woche überhaupt gewesen sein
Khan zeigte sich nach der Veranstaltung besonders zufrieden mit der gesamten Woche rund um All In. Er bezeichnete die vergangenen Tage sogar als mögliche beste Woche der AEW-Geschichte. Neben der Stimmung in London verwies er dabei auch auf die Entwicklung der Reichweiten und die wirtschaftliche Leistung der Promotion.
Besonders hervor hob Khan die Performance des Pay-per-Views auf HBO Max. All In London 2026 habe dort mehr Käufe erzielt als jeder vorherige AEW-PPV auf der Plattform. Vor der Show hatte Khan bereits hohe Erwartungen an die Streaming-Zahlen geäußert. Nach dem Event sprach er nun erstmals davon, dass tatsächlich ein neuer Bestwert erreicht worden sei.
Auch bei den Ticketzahlen zeigte sich Khan zufrieden. Er sprach von annähernd 50.000 Zuschauern im Wembley-Stadion und Ticketeinnahmen von rund sechs Millionen US-Dollar. Damit bestätigte sich weitgehend jene Größenordnung, die bereits vor All In erwartet worden war.
Khan sieht Chancen durch Veränderungen bei Warner Bros. Discovery
Auch die Zukunft der Medienpartnerschaft wurde angesprochen. Khan wurde zu David Ellison und den Veränderungen rund um Paramount und Warner Bros. Discovery befragt. Er bezeichnete Ellison als Wrestling-Fan und erklärte, dieser sei ihm gegenüber stets freundlich und unterstützend gewesen.
Von möglichen Veränderungen auf Unternehmensseite zeigte sich Khan nicht beunruhigt. Stattdessen sprach er davon, dass sich daraus neue Möglichkeiten für AEW und Wrestling-Fans ergeben könnten. Konkrete neue Sender, Streaming-Plattformen oder Vertragsänderungen kündigte er allerdings nicht an.
AEW prüft weitere internationale Märkte
Nach dem erneuten großen London-Auftritt soll die internationale Expansion weitergehen. Auf die Frage nach einer möglichen Veranstaltung in Italien reagierte Khan grundsätzlich positiv. Er verwies darauf, dass AEW dort bereits gute Erfahrungen mit Medienpartnerschaften gesammelt habe und Italien deshalb als zukünftiger Markt infrage komme.
Eine konkrete Show kündigte er nicht an. Khan machte vielmehr deutlich, dass AEW neue Länder nicht allein aus Prestigegründen besuchen wolle, sondern vorher prüfen müsse, ob dort genügend Nachfrage bestehe und eine Veranstaltung wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden könne.
Auch Wembley bleibt Teil der langfristigen Planung. Einen konkreten Termin für All In 2027 wollte Khan noch nicht nennen. Gleichzeitig bestätigte er jedoch ausdrücklich, dass AEW im kommenden Jahr erneut ins Wembley-Stadion zurückkehren wird. Nach den bisherigen Erfolgen in Großbritannien freue er sich bereits auf den nächsten Auftritt in London.
Darby Allin bringt die TNT Open Challenge zurück ins Gespräch
Eine weitere konkrete Idee entstand während des Media Scrums direkt vor den Reportern. Darby Allin brachte den Wunsch auf, als TNT Champion wieder regelmäßig eine Open Challenge auszurichten. Dieses Konzept hatte in früheren Jahren bereits dafür gesorgt, dass unterschiedliche Wrestler kurzfristig Chancen auf die Championship erhielten.
Khan reagierte positiv und stellte sogar in Aussicht, dass eine solche Open Challenge schon in der kommenden Woche beginnen könnte. Voraussetzung sei allerdings, dass Allin nach seinem Match bei All In medizinisch freigegeben werde.
Damit ist die Rückkehr der Open Challenge zwar noch nicht offiziell bestätigt. Khans Reaktion zeigt jedoch, dass die Idee intern offenbar auf große Zustimmung stößt und sehr kurzfristig umgesetzt werden könnte.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar