Tony Khan spricht im Media-Call über den Erfolg von AEW, Ronda Rousey, Mick Foley, Wembley und neue PPV-Pläne

Tony Khan lächelt und trägt Kopfhörer
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Tony Khan hat sich vor AEW Double or Nothing zu zahlreichen brennenden Themen rund um seine Liga geäußert. Im Rahmen des Mediencalls am Donnerstag standen die wirtschaftliche Lage von AEW, der vakante TBS-Titel, die neue Rolle von Mick Foley, ein möglicher zusätzlicher Juli-PPV, die Zukunft von All In und der Status von Ronda Rousey im Mittelpunkt. Klare Worte wechselten sich dabei mit kalkulierten Auslassungen ab.

Rekord-Umsatz, aber keine klare Antwort zur Profitabilität

Auf die Frage von Wrestlenomics-Journalist Brandon Thurston, ob AEW im Jahr 2026 profitabel sei, lieferte Khan keine eindeutige Ja-oder-Nein-Antwort. Stattdessen rückte er das Umsatzwachstum in den Fokus: „Unser Umsatz ist so hoch wie nie zuvor. Ich kann mich nicht dazu äußern, wie sich die einzelnen Ausgaben im Jahresvergleich entwickeln. Sicher ist jedoch, dass wir den höchsten Umsatz aller Zeiten erzielen werden und die Finanzaussichten für das Unternehmen so gut sind wie nie zuvor.“

Khan kündigte zudem an, weiter massiv in das Unternehmen zu investieren: „Ich investiere erneut in eine Reihe von Projekten, darunter auch digitale Projekte, um das Unternehmen für die Zukunft zu stärken.“

AEW ist ein privates Unternehmen, an dem Warner Bros. Discovery einen Minderheitsanteil von unter zehn Prozent hält. Der größte Einnahmefaktor bleibt laut Khan der nationale TV-Vertrag mit WBD, der bis Ende 2027 läuft und eine einjährige Verlängerungsoption aufseiten von WBD enthält.

TBS-Titel-Frage wird nach Double or Nothing geklärt

Ebenfalls Thema war die Lage der TBS Championship, nachdem Willow Nightingale am Mittwoch verletzungsbedingt abgesagt und den Titel niedergelegt hatte. Khan erklärte gegenüber Samantha Schipman von „Powerbomb Shells”, dass man die Lage erst nach „Double or Nothing” adressieren werde. Das ursprünglich angesetzte Match zwischen Willow und Alex Windsor wurde von der Card gestrichen.

Für das Owen Hart Women’s Tournament wird es zudem einen Wildcard-Einzug geben, der Willow ersetzt. Khan zeigte sich von der Absage seiner Kandidatin für den Heimauftritt zwar enttäuscht, respektierte aber ihre Entscheidung und wünschte ihr eine ruhige Genesungsphase.

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Khan offen für einen zusätzlichen Juli-PPV

Nach „Double or Nothing” am 24. Mai steht am 28. Juni „Forbidden Door” auf dem Plan, bevor am 30. August „All In” im Wembley-Stadion folgt. Auf die Frage von Dave Meltzer, ob im Juli ein weiterer PPV geplant sei, erklärte Khan, er sei sehr daran interessiert, ein solches Event zu veranstalten. Bedingung sei jedoch, dass die Veranstaltung lukrativ sei und den bestehenden Kalender sinnvoll ergänze, ohne die Qualität zu verwässern. Konkrete Pläne oder Termine nannte er nicht, sprach aber von bestehenden Chancen.

Mick Foleys neue AEW-Rolle beginnt vor der Kamera

Großes Thema war der überraschende AEW-Einstieg von Mick Foley. Bei Double or Nothing wird die Hardcore-Legende das Pre-Show-Broadcast-Team verstärken und gemeinsam mit Renee Paquette die Buy-In-Show begleiten. Khan beschrieb sich selbst als langjährigen Foley-Fan, der schon als Kind seine TBS-Auftritte verfolgt hat.

Auf die Frage, ob Foley auch in den Ring zurückkehren könnte, äußerte sich der AEW-Präsident sehr vorsichtig. Er würde sich über ein Match in AEW freuen, wolle Foley aber nicht in eine unangenehme Lage bringen. Angesichts der gesundheitlichen Vorgeschichte komme das nur infrage, wenn Foley sich körperlich vollständig dazu in der Lage sehe.

Stattdessen wird Foley als Markenbotschafter auftreten und bei allen Pay-per-Views sowie ausgewählten TV-Shows vor Ort sein. Foley selbst bestätigte den Schritt auf Instagram: „Ich freue mich riesig darauf, mein Debüt bei @aew zu geben, zusammen mit @reneepaquette in der Pre-Show zu #DoubleOrNothing.“

Tür für Ronda Rousey bleibt jederzeit offen

Auch zu Ronda Rouseys Status äußerte sich Khan. Auf eine Frage von Leonard Surrao erklärte er, Rousey sei bei AEW jederzeit willkommen. Er würde sich freuen, wenn sie antreten würde, wann immer ihr Familienfokus es zulasse. Hintergrund war Rouseys überraschender Auftritt bei AEW Revolution Mitte März, den sie zuletzt in ihrem eigenen Vlog rekapituliert hatte.

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All In 2027 und neue Kooperationen wie Brawl at the Ballpark

Zur Zukunft von AEW All In erklärte Khan, dass sein Terminplan für 2027 noch nicht final festgelegt sei. Er kündigte aber an, weiter „große Würfe“ wagen zu wollen. Auf einen konkreten Austragungsort, etwa eine erneute Wembley-Ausgabe, legte er sich nicht fest. P

arallel sprach Khan über die Zusammenarbeit von AEW mit den Minnesota Twins im Rahmen des Events „Brawl at the Ballpark“. Er verfüge über Beziehungen ins Team-Umfeld und sein Analyseunternehmen habe in der Vergangenheit bereits mit MLB-Klubs zusammengearbeitet. Damit setzt AEW seinen Kurs fort, ungewöhnliche Spielstätten und neue Marken-Schnittstellen zu nutzen.

Continental Championship und Khans persönliche Wrestling-Wurzeln

Ein weiteres Thema war Jon Moxleys Continental-Championship-Verteidigung bei Double or Nothing gegen Kyle O’Reilly. Khan ging auf Moxleys Entwicklung beim Continental Classic ein und hob hervor, wie das Publikum den Champion seitdem noch stärker ins Herz geschlossen habe. Auch auf Moxleys jüngste Rede angesprochen, in der dieser AEW als die beste Liga bezeichnet hatte, reagierte Khan zustimmend.

Zum Abschluss erzählte er auf eine Frage von Dominic DeAngelo aus seiner persönlichen Wrestling-Biografie. Demnach habe er mit sieben Jahren angefangen, Wrestling zu schauen, mit acht WCW verfolgt und in seiner Jugend bereits eigene Wrestling-Shows geschrieben. Einige der damaligen Ideen würden bis heute in die Art und Weise einfließen, wie er AEW leitet.