Tony Khan klärt vor AEW Dynasty mehrere offene Fragen

Tony Khan sitzt am Podium und lächelt

AEW-Präsident Tony Khan hat am Donnerstag, dem 9. April 2026, im Rahmen einer Medienkonferenz zahlreiche Fragen im Vorfeld des Pay per View Events „AEW Dynasty“ beantwortet. Dabei sprach er über mehrere aktuelle Themen, darunter die Verletzung von Kyle Fletcher, den neuen Vertrag von Chris Jericho, die Situation um TNA-Talente bei Independent-Shows sowie sein früheres Interesse an einem Kauf der WWE.

TNA-Thema sorgt für Nachfragen vor dem Pay per View

Ein zentrales Thema der Medienrunde war die Frage, wie Khan die jüngsten Veränderungen bei Independent-Auftritten bewertet, bei denen TNA-Talente nicht mehr in den ursprünglich geplanten Matches gegen AEW-Wrestler antreten sollten. Khan erklärte, dass er die Beteiligung von MJF und Ricochet an den betreffenden Veranstaltungen sowie deren geplante Gegner von TNA-Seite genehmigt habe. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Zusammenarbeit mit New Japan Pro-Wrestling und CMLL, die er weiterhin sehr schätze.

Khan erklärte, er sei „überrascht gewesen, dass diese Matches geändert wurden, weil das andere Unternehmen ihre Beteiligung nicht wollte“, obwohl die Begegnungen zuvor vereinbart gewesen seien. In der ergänzenden Schilderung der Pressekonferenz wurde deutlich, dass Khan davon ausgegangen war, die Ansetzungen seien auf beiden Seiten genehmigt worden. Zugleich unterstrich er, dass er sich freue, MJF und Ricochet am Sonntag beim „Dynasty“ Pay per View auf der Card zu haben.

Auch das Thema möglicher weiterer Kooperationen wurde angesprochen. Auf die Frage nach einem denkbaren Zusammenwirken mit Juggalo Championship Wrestling legte sich Khan nicht ausdrücklich fest. Er führte jedoch aus, dass bereits einige Wrestler für beide Unternehmen gearbeitet hätten, und bezeichnete JCW als ein cooles Unternehmen. Zudem machte er deutlich, dass er es grundsätzlich locker sehe, wenn AEW-Wrestler anderswo auftreten, solange dies nicht mit AEW-Terminen kollidiere.

Kyle Fletcher fällt aus, Khan hofft auf Rückkehr bis All In

Große Aufmerksamkeit erhielt auch die Frage nach dem Gesundheitszustand von Kyle Fletcher. Khan erklärte, dass Fletchers jüngste Verletzung Auswirkungen auf mehrere Planungen gehabt habe. Betroffen seien nicht nur „AEW Dynasty“, sondern auch weitere TNT-Titelverteidigungen gewesen, die intern bereits vorgesehen waren. In der zusätzlichen Einordnung aus der Medienrunde wurde konkret genannt, dass Fletcher bei „Dynasty“ gemeinsam mit Kazuchika Okada gegen die Young Bucks antreten sollte.

Khan schilderte die Situation dennoch nicht ausschließlich negativ. Er betonte, dass es trotz des Ausfalls auch positive Aspekte gebe. Nach seiner Einschätzung werde Fletcher einige Monate pausieren müssen, jedoch nicht ein ganzes Jahr oder einen ähnlich langen Zeitraum ausfallen. Gleichzeitig äußerte Khan die Hoffnung, dass Fletcher rechtzeitig für „All In London“ wieder einsatzfähig sein könne. Dazu erklärte er wörtlich: „Das ist ein Ziel, das angesichts des Zeitplans realistisch ist.“

Chris Jericho erhält neuen Mehrjahresvertrag und soll bei Dynasty in den Ring zurückkehren

Ein weiterer Schwerpunkt der Pressekonferenz war die Zukunft von Chris Jericho. Khan wurde nach Einzelheiten zu dessen neuem Vertrag gefragt und erklärte, dass Jericho einen Mehrjahresvertrag mit AEW unterzeichnet habe – wie bereits hier berichtet.

Khan sprach sehr positiv über Jericho und hob dessen aktuellen Zustand ausdrücklich hervor. Auf die Frage nach Jerichos Rolle bei AEW erklärte er, Jericho sei in fantastischer Form. Zugleich verwies er darauf, dass Jericho bei „Dynasty“ gegen Ricochet antreten solle. Ebenfalls thematisiert wurde, dass Jerichos Comeback in besonderer Weise mit Winnipeg verbunden sei. Khan berichtete, Jericho habe sich den 1. April in Winnipeg im Kalender rot angestrichen und habe den Wunsch geäußert, dort ins AEW-Fernsehen zurückzukehren.

Besonders deutlich fiel Khans Antwort auf die Frage aus, ob Jericho ein Jahr nach seinem letzten Match bei „Dynasty“ erneut bei derselben Veranstaltung in den Ring zurückkehren wolle. Khan antwortete mit „100 %“. Er führte weiter aus, dass die beiden darüber gesprochen hätten, Jericho in Winnipeg ins Fernsehen zurückzubringen und ihn beim Pay-per-View wieder wrestlen zu lassen. Laut Khan habe Jericho dieses Szenario ausdrücklich gewollt. Khan ergänzte zudem, dass er Ricochet für einen großartigen Gegner halte und Jericho dieser Einschätzung zugestimmt habe. Nach seiner Darstellung habe alles perfekt zusammengepasst und sei sehr gut angekommen.

Tony Khan blickt auf sein WWE-Interesse im Jahr 2023 zurück

Neben den AEW-Themen wurde Khan auch auf seine früheren Aussagen angesprochen, wonach er es nicht mit sich selbst hätte vereinbaren können, kein Angebot für die WWE abzugeben. Dazu erklärte er, er habe darin eine interessante Gelegenheit auf dem Markt gesehen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er im Vergleich zu anderen Bietern unter ganz anderen Voraussetzungen gearbeitet habe. Ihm habe unter anderem der Zugang zum Datenraum gefehlt, weshalb er bei seinem Vorgehen nur auf eingeschränkte Informationen zurückgreifen konnte. In diesem Zusammenhang bezeichnete er seine Position wörtlich als „auf gut Glück“.

Khan erläuterte, dass es für ihn unter diesen Bedingungen schwierig gewesen sei, mehr zu tun als andere Interessenten. Sein Gebot habe auf der Börsenentwicklung und auf öffentlich zugänglichen Daten beruht, nicht auf demselben Informationsstand, den andere Bieter gehabt hätten. Er erklärte zugleich, dass er verstehe, warum man ihn in diesem Prozess außen vor gelassen habe.

Als Khan später gefragt wurde, welche Pläne er im Fall einer erfolgreichen Übernahme verfolgt hätte, führte er aus, dass im Jahr 2023 ohnehin viele spannende Entwicklungen rund um AEW angestanden hätten. Er erinnerte an die Bemühungen um prominente Free Agents wie Kazuchika Okada, Mercedes Mone und Will Ospreay und erklärte, dass sein Hauptaugenmerk auf AEW gelegen habe. Dennoch sei er sich des Verkaufsprozesses bewusst gewesen und habe die Gelegenheit nicht ignorieren wollen.

Khan über AEWs Entwicklung, United Empire und seine Vision für die Zukunft

Darüber hinaus sprach Khan in diesem Zusammenhang auch über die Entwicklung von AEW selbst. Er bezeichnete 2024 als ein wichtiges Jahr für das Unternehmen und führte aus, dass sich 2025 für ihn wie das bislang beste Jahr von AEW anfühle. Zudem äußerte er sich sehr positiv darüber, dass Paramount und Warner Bros. Discovery ihre Kräfte bündeln und von David Ellison geführt werden. Auf eine Nachfrage, ob WWE und AEW unter seiner Führung zu einem einzigen Unternehmen geworden wären, ging Khan nicht näher inhaltlich ein. Stattdessen verwies er erneut darauf, dass er mit AEW stark ausgelastet gewesen sei und wenig Zeit gehabt habe, über weitergehende Szenarien nachzudenken.

Auch das United Empire war Teil der Medienrunde. Khan erklärte, dass er es großartig finde, die Gruppierung bei AEW zu haben. Er schilderte, dass Will Ospreay ihn gefragt habe, ob man die Gruppe für ein Match gegen die Death Riders einbinden könne. Diese Idee habe Khan brillant gefunden. Nach seinen Angaben habe er seinerseits vorgeschlagen, Alex Windsor einzubeziehen, was Ospreay gefallen habe. Anschließend habe man die Ideen gebündelt und sich an New Japan Pro-Wrestling gewandt. Khan wertete das daraus entstandene Match als unterhaltsam und bezeichnete die betreffende Show als eine starke letzte AEW-Ausgabe vor „Dynasty“.

Im weiteren Verlauf wurde Khan auch gefragt, was innerhalb von AEW noch geschehen müsse, um seine Vision für die Organisation vollständig zu verwirklichen. Er nutzte die Gelegenheit teilweise, um noch einmal mehrere Matches von „Dynasty“ hervorzuheben, führte aber auch aus, dass er versuche, jeden Tag sein Bestes zu geben und mit einer positiven Einstellung an die Arbeit zu gehen.

Khan kündigt weitere Themen für kommende Shows an

Zum Abschluss der Pressekonferenz sprach Khan noch über mehrere anstehende Programmpunkte. So bestätigte er, dass das Thema „Spring BreakThru“ in den Ausgaben von „Dynamite“ und „Collision“ in der kommenden Woche wieder aufgegriffen werde.

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