Neue Gerichtsunterlagen zum WWE-Verkaufsprozess aus dem Jahr 2023 zeigen, dass AEW-Präsident Tony Khan mit seinem Unternehmen Base 10 ein offizielles Angebot für die Promotion abgegeben hat. Die Dokumente stammen aus einer laufenden Aktionärsklage und liefern erstmals konkrete Zahlen sowie Hintergründe zu den damaligen Bietern. Die Enthüllung ist besonders relevant, da sie zeigt, wie nah ein möglicher Zusammenschluss zweier konkurrierender Wrestling-Unternehmen tatsächlich war.
Base 10 als offizieller Bieter im WWE-Verkaufsprozess
Aus den veröffentlichten Unterlagen geht hervor, dass Base 10, ein Unternehmen mit direkter Verbindung zu Tony Khan, aktiv am Verkaufsprozess der WWE beteiligt war. Laut den Dokumenten wurde das Unternehmen als ernsthafter Interessent eingestuft und gehörte zu den vier finalen Bietern neben Endeavor, Liberty Media und KKR.
In den Unterlagen wird die Verbindung zur Wrestling-Branche ausdrücklich hervorgehoben: „Base 10 ist Eigentümer von All Elite Wrestling, einer professionellen Wrestling-Veranstaltungsorganisation, die zweifellos erhebliche Synergieeffekte mit der WWE erzielen könnte.“
Diese Einschätzung unterstreicht, dass ein möglicher Zusammenschluss von AEW und WWE zumindest theoretisch als wirtschaftlich sinnvoll angesehen wurde. Gleichzeitig wird deutlich, dass das Angebot nicht lediglich symbolischer Natur war, sondern als realistische Option in Betracht gezogen wurde.
Angebot von rund 6,9 Milliarden Dollar blieb deutlich zurück
Die Gerichtsunterlagen beziffern das Angebot von Base 10 auf 76,83 US-Dollar pro Aktie, was einer Gesamtbewertung von etwa 6,9 Milliarden Dollar entspricht. Damit lag das Angebot deutlich unter den Offerten der Konkurrenz.
KKR soll zwischen 90 und 97,50 Dollar pro Aktie geboten haben, während Liberty Media ein Angebot im Bereich von 95 bis 100 Dollar pro Aktie einreichte. Endeavor setzte sich letztlich mit einem Aktiendeal im Wert von 95,66 Dollar pro Aktie vor Berücksichtigung von Synergieeffekten durch.
Im Gegensatz zu den anderen Bietern hatte Base 10 zudem strukturelle Nachteile. Laut den Dokumenten hätte das Unternehmen zusätzliche Eigenkapital- und Fremdkapitalpartner benötigt, um den Deal tatsächlich umzusetzen. Dies deutet darauf hin, dass das Angebot weniger ausgereift war als die konkurrierenden Vorschläge.
Kein Zugang zu internen WWE-Daten und strukturelle Hürden
Ein weiterer entscheidender Faktor war der fehlende Zugang zu sensiblen Unternehmensdaten. Den Unterlagen zufolge gibt es keine Hinweise darauf, dass Base 10 in die Phase des sogenannten Datenraums vorgedrungen ist, in der potenzielle Käufer detaillierte Einblicke in interne Zahlen und Strukturen erhalten.
Dieser Zugang wurde im weiteren Verlauf des Prozesses ausschließlich Endeavor, KKR und Liberty Media gewährt. Die eingeschränkten Einblicke könnten maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Khans Angebot im Verfahren keine entscheidende Rolle spielte.
Zusätzlich wird deutlich, dass die Finanzierung des Deals nicht vollständig abgesichert war. Die Notwendigkeit weiterer Partner stellte einen weiteren Nachteil gegenüber den etablierten Mitbewerbern dar.
Aktionärsklage wirft Fragen zum Verkaufsprozess auf
Die nun veröffentlichten Dokumente sind Teil einer laufenden Klage von WWE-Aktionären, die den Ablauf des Verkaufsprozesses kritisch hinterfragen. Die Kläger vertreten die Auffassung, dass das Verfahren nicht vollständig wettbewerbsorientiert gewesen sei.
Im Zentrum der Kritik steht die Rolle von Endeavor-CEO Ari Emanuel. Laut den Vorwürfen soll dessen Bereitschaft, Vince McMahon weiterhin eine Position im Unternehmen zu sichern, einen entscheidenden Vorteil im Bieterverfahren dargestellt haben. Die Beklagten, zu denen unter anderem Vince McMahon, Nick Khan und Paul Levesque zählen, weisen diese Anschuldigungen zurück.
Tony Khan selbst wird in der Klage nicht namentlich erwähnt. Dennoch belegen die Dokumente eindeutig die Verbindung zwischen Base 10 und All Elite Wrestling. Ergänzend geht aus separaten Unterlagen hervor, dass Base 10 im Jahr 2014 gegründet wurde, Tony Khan als alleiniger Geschäftsführer fungiert und als Unternehmensadresse das Stadion der Jacksonville Jaguars angegeben ist. Eine Stellungnahme zu den neuen Enthüllungen lehnte Khan ab.
Keine Angebote von großen Medienkonzernen
Eine weitere zentrale Erkenntnis aus den Unterlagen betrifft potenzielle Interessenten aus der Medienbranche. Entgegen früherer Spekulationen haben weder große Konzerne wie Disney, Amazon oder NBCUniversal ein Angebot für die WWE abgegeben.
Auch Gerüchte über eine mögliche Übernahme durch saudische Investoren bestätigten sich nicht. Am Ende des Prozesses blieben vier ernsthafte Bieter übrig, darunter mit Base 10 auch ein direkter Konkurrent der WWE.
Die nun bekannt gewordenen Details zeigen, dass ein Zusammenschluss von AEW und WWE zumindest zeitweise eine reale Option war. Der Verkaufsprozess führte letztlich zur Gründung von TKO Group Holdings, nachdem WWE-Aktionäre ihre Anteile in neue Aktien umtauschten. Der Kurs dieser Aktien liegt inzwischen bei rund 200 Dollar pro Anteil und damit deutlich über dem ursprünglichen Transaktionswert.
Toni Storm fällt bei AEW länger aus: Verletzung sorgt für Planänderung
Toni Storm wird AEW voraussichtlich für einen längeren Zeitraum fehlen. Wie Bryan Alvarez vom Wrestling Observer berichtet, fällt die ehemalige AEW Women’s World Champion aufgrund einer bislang nicht näher bekannten Verletzung oder mehrerer Blessuren „für eine lange Zeit“ aus. Die Entwicklung hat bereits direkte Auswirkungen auf laufende Storylines und Matchplanungen bei AEW.
Kurzfristige Änderung bei AEW Dynamite nach Storm-Ausfall
Der Ausfall von Toni Storm führte unmittelbar zu Änderungen bei AEW Dynamite. Ursprünglich war für die Show ein No Holds Barred Match zwischen Storm und Marina Shafir angesetzt. Da Storm jedoch nicht antreten konnte, wurde kurzfristig Mina Shirakawa als Ersatz eingesetzt.
Shirakawa übernahm die geplante Rolle im Match und konnte sich schließlich gegen Marina Shafir durchsetzen. Die kurzfristige Anpassung verdeutlicht, wie kurzfristig AEW auf den Ausfall reagieren musste und welche Bedeutung Storm ursprünglich für die Show hatte.
Letzter Auftritt bei AEW Revolution 2026 und anschließendes Segment
Toni Storm stand zuletzt bei AEW Revolution 2026 im Ring. Dort trat sie in einem intensiven Match gegen Marina Shafir an und konnte dieses für sich entscheiden. Im Anschluss entwickelte sich die Storyline weiter, als es zu einem Segment mit Ronda Rousey kam.
Dieses Segment endete mit einem weiteren Angriff von Marina Shafir auf Storm. Die Ereignisse rund um das Match und das anschließende Segment bildeten die Grundlage für die weiteren Entwicklungen, die nun durch den verletzungsbedingten Ausfall unterbrochen wurden.
Backstage-Video erklärte Storms Ausfall aus den Storylines
Bereits vor der Ausgabe von AEW Dynamite veröffentlichte AEW ein Video, das Toni Storm im Locker Room zeigte. In dieser Szene wurden Mina Shirakawa und Luther dabei gezeigt, wie sie sich um Storm kümmerten.
Dieses Video diente gezielt dazu, Storm aus den laufenden Storylines herauszuschreiben. Hintergrund ist eine legitime Verletzung, die ihren weiteren Einsatz im Ring aktuell verhindert. Damit wurde der Ausfall sowohl erzählerisch als auch real begründet.
Rückkehrzeitpunkt und weitere Pläne bleiben unklar
Wie schwer die Verletzung tatsächlich ist, wurde bislang nicht bekannt gegeben. Ebenso gibt es derzeit keine konkreten Informationen darüber, wann Toni Storm in den Ring zurückkehren kann.
Auch die zukünftige Rolle von Mina Shirakawa ist aktuell offen. Es bleibt unklar, ob sie dauerhaft in die Storylines integriert wird, die ursprünglich für Toni Storm vorgesehen waren. Die kommenden Wochen dürften zeigen, wie AEW die Situation langfristig lösen wird.
Toni fällt aus, würde mich nicht überraschen wenn sie die Blessuren im Shafir Match abbekommen hat, die Shafir ist so unsafe im Ring. Mina kann auch von Glück reden wenn sie ohne Verletzungen aus ihrem Match kam.
Wie auch immer, das führt hoffentlich auch zu einem nachhaltigen Ende dieser bescheuerten Fehde und zu einer Überlegeung ob man Shafir besser gar nicht mehr einsetzt, sie hat in einem Ring nix zu suchen.
Wenn Toni zurück kommt erwarte ich das man sie wieder um Gürtel kämpfen lässt.
Überlasse das mal lieber den Mädels selbst, ich glaube nicht das eine Shafir absolute Narrenfreiheit hat und machen kann was sie will, das ihre mangelnde Wrestling Fähigkeit jetzt eine Gefahr darstellt stimmt natürlich, du weißt selber ganz genau das die AEW Wrestler leider ein viel höheres Risiko auf sich nehmen, ist leider so. Und ich finde es immer wieder lustig wenn Leute bei Thema Wrestling von „Sicherheit“ reden, weil dann lassen wir das lieber ganz! Jeder bei der AEW darf halt seinen eigenen Style haben und eventuell wollen die Mädels das halt einfach.
Es geht hierbei aber nicht um „Style“ sondern unsauber ausgeführte Aktionen die zu den Basics gehören. Ein Sideslam durch einen Tisch vom Apron klingt als sei es eine Highrisk Aktion. Ist es aber nicht. Sie braucht sich da nur fallen lassen so das Mina den Tisch trifft und gut ist… was macht sie? Springt voll auf den Tisch mit Mina an ihrer Seite die so komplett am Tisch vorbei landet mit dem Kopf auf den Hallenboden.
Warum war die Aktion (neben zahlreichen anderen) so unsauber? Weil sie nicht weiß was sie da tut und wie man es tut (das match gegen Toni beim PPV war auch genauso schlimm und unsauber von ihr). Genauso trifft das auf ihre Schläge, tritte und anderes zu. Alles ist extrem unsauber und unkontrolliert sind aber eigentlich „nur“ Basics. Halt ziemlich genauso wie man es von jemandem erwartet der einfach so in einen Wrestlingring steigt und so um sich schlägt als wäre er bei Boxen auf dem Rummel.
„Sicherheit“ ist im Wrestling natürlich relativ.
Aber es ist auch ein gewaltiger Unterschied ob die Wrestler selber die Risken auf sich nehmen, oder im Ring „gefährdet“ werden weil derr „Gegner“ nicht mal in der Lage ist Standardmanöver sauber auszuführen wo man sich in die Hände des Gegners begibt… ein Sideslam ist ein 08/15 move wo der einsteckende nichts wirklich macht oder tun kann, und der ausführende nichts weiter machen muss als die Person zu halten und auf die Matte (oder den Tisch) fallen zu lassen. Wenn nicht mal das sauber durchgeführt wird, im gegenteil sogar komplett verbotcht, dann ist das ein riesen Problem… und bei Shafir eben keine Ausnahme, sondern die Regel. Weshalb sie auch kaum Aktionen im Ring bisher zeigen durfte außer ihrem Submissionhold… wo natürlich gar nichts bei ist.
Die 2 „richtigen“ Matches die sie jetzt in Folge hatte sollten auch die letzten beiden sein.
Oh ja, Sicherheit ist im Wrestling natürlich völlig unwichtig, wenn nicht gar fehl am Platz. Logisch. Owen Hart hat für Dich vermutlich auch einfach Pech gehabt, oder?
Mal ganz im Ernst und bleiben wir beim Geschehen im Ring, Sicherheit ist das A und O im Wrestling. Wer das nicht versteht, versteht Wrestling nicht.
Storm , das Owen Hart Bsp. ist gerade wie Birnen mit Äpfeln vergleichen. Ich meine damit das es bei Owen ein „Stunt“ gewesen ist, und Teil vom Entrance, Huhn nennt aber wirklich Sachliche Bsp. denen ich nichts entgegen zu bringen habe, insgeheim Teile ich ja auch seine Meinung zu 80%. Aber dein Kommentar Storm , keine Ahnung, bekomm ich gleich so ein komisches Bauchgefühl. Denkst du ehrlich ich will das jemand Stirbt für meine Unterhaltung?
Aussagen wie „Und ich finde es immer wieder lustig wenn Leute bei Thema Wrestling von „Sicherheit“ reden, weil dann lassen wir das lieber ganz!“ erwecken genau diesen Eindruck.
Ja stehe ich dazu! Objektiv betrachet, denkst du es dient der Sicherheit durch einen Tisch geschmissen zu werden, oder von jemand hochgehoben zu werden und irgendwo hingeworfen zu werden? usw usw … daher halt mein Gedanke, wenn jetzt die Moralapostel Fraktion direkt von sowas sich getriggert fühlt, ganz ehrlich dann entspann mal.