Vor WrestleDream muss Tony Khan sportliche Pläne, personelle Ausfälle und die nächsten Schritte hinter den Kulissen zusammenbringen. Beim Media Call am 15. Oktober gewährte der AEW-Präsident Einblicke in Entscheidungen, die weit über den kommenden Pay-per-View hinausreichen.
Tony Khan berichtet über Gespräche mit Skydance
Nach dem Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery blickt Khan optimistisch auf die Zusammenarbeit mit Skydance. Er habe zahlreiche Gespräche mit Verantwortlichen geführt, besonders mit David Ellison. Dieser stehe AEW sehr positiv gegenüber und zeige großes Interesse an der Promotion.
Als wichtig bewertet Khan außerdem, dass Channing Dungey und J. B. Perrette dem Unternehmen erhalten bleiben. Beide gehören zu den vertrauten Ansprechpartnern aus der bisherigen Zusammenarbeit.
Auch mögliche Veränderungen bei der Pay-per-View-Verbreitung sprach Khan an. Er erwartet davon zusätzliche Möglichkeiten, AEW einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Die Veranstaltungen hätten auf HBO Max gut abgeschnitten. Dass TBS, TNT und HBO Max weiterhin unter einem gemeinsamen Unternehmensdach bleiben, betrachtet er als Vorteil.
Adam Copelands Abschied war mit Khan abgesprochen
Adam Copelands Ankündigung, 2027 sein letztes Jahr als aktiver Wrestler zu bestreiten, kam für Khan nicht überraschend. Copeland hatte ihn vorher informiert. Khan akzeptiert diese Entscheidung, weiß jedoch noch nicht, wie weit Copeland im kommenden Jahr seine Karriere fortsetzen möchte.
Auch dessen Wunsch, einmal im Tokyo Dome anzutreten, wurde angesprochen. Auf die Frage nach einem möglichen Auftritt bei Wrestle Kingdom ließ Khan die Antwort offen. Gespräche zwischen ihm, Copeland und NJPW-Booker Gedo wolle er vertraulich behandeln. Eine Zusage für ein Match gab es nicht.
Copelands Teilnahme am Clockwork-Carnage-Match um die AEW World Championship sei angesichts von Christian Cages Verletzung sinnvoll. Khan habe mit ihm darüber gesprochen, während der Auszeit seines Partners den World Title ins Auge zu fassen.
Verletzungen verändern die Planungen für WrestleDream
Khan gab an, zunächst nicht erkannt zu haben, wie schwer die Verletzungen von Christian Cage aus dem Leitermatch bei All Out waren. Christian habe dem medizinischen Team signalisiert, dass er weitermachen könne, und seine Beschwerden heruntergespielt. Khan zeigte sich erleichtert, dass Christian wieder gesund werden soll.
Auch bei Jamie Hayter muss AEW weiter warten. Khan hatte gehofft, dass sie inzwischen die medizinische Freigabe erhalten würde. Die Ärzte hätten jedoch empfohlen, aus Sicherheitsgründen zwei weitere Wochen abzuwarten. Kris Statlander und Harley Cameron sollen ihre Titelchance bekommen, sobald Hayter wieder einsatzbereit ist.
Maya World fällt ebenfalls verletzt aus. Khan würdigte ihre Leistungen und ihren Einsatz trotz der persönlichen Belastung durch den Tod ihres Bruders. Ohne die Verletzung wäre sie weiterhin Teil des Geschehens um die TBS Championship. Trotz notwendiger Änderungen erwartet Khan ein starkes Four-Way-Match bei WrestleDream.
Er lobte zudem Hyan, die während der Auszeit ihrer Partnerin Verantwortung übernimmt, sowie Dani Luna. Zu Steven Borden gab Khan eine beruhigende Einschätzung ab: Er werde wieder in Ordnung kommen. AEW sei mit seiner Entwicklung sehr zufrieden.
Jon Moxley übernimmt in schwierigen Wochen Verantwortung
Khan sprach ausführlich über die Belastung durch die Todesfälle von PAC und Andy „The Butcher“ Williams. Gerade in dieser Zeit hat sich Jon Moxley als wichtige Führungspersönlichkeit erwiesen. Er geht mit gutem Beispiel voran, fordert seine Kollegen und vermittelt durch sein Verhalten Professionalität.
Als Beispiel nannte Khan Moxleys hart geführtes Collision-Match gegen Jake Doyle nach der PAC-Gedenkshow. Nach der Gedenksendung habe Moxley ihm außerdem mitgeteilt, dass es gutgetan habe, im Ring zu stehen.
Khan lobte auch Moxleys jüngstes Interview und dessen Entwicklung rund um den Continental Classic. Zugleich stellte er Mark Davis als ernsthaften Herausforderer für WrestleDream heraus. Der Sender freue sich ebenfalls auf den Continental Classic.
Freiwillige ROH-Auftritte und veränderte Abläufe
Die ROH-Aufzeichnung nach PACs Tod sei für die Beteiligten ausdrücklich freiwillig gewesen. Khan bezeichnete den damaligen Montag, an dem er zwischen ROH und Aufgaben bei den Jacksonville Jaguars wechseln musste, als einen der schwersten Tage seines Lebens.
Die PAC-Gedenkshow habe außerdem ursprüngliche Vorhaben für den Aufbau von Grand Slam France und WrestleDream verändert. Christian und PAC hätten beide wichtige Rollen beim Pay-per-View gespielt. Khan würdigte, wie alle trotz Trauer und Verletzungen zusammengehalten haben.
ROH sieht er weiterhin als Möglichkeit, Talente auf AEW vorzubereiten. Nach Veränderungen in den vergangenen Jahren produziere die Promotion in Jacksonville aus seiner Sicht einige ihrer besten Shows.
Weitere Aussagen zu Blood & Guts, Foley und Valkyrie
Den November hält Khan aus TV- und Marketinggründen für einen guten Zeitraum für Blood & Guts. Eine dauerhafte jährliche Festlegung verkündete er nicht. Jaguars-Trainer Liam Coen werde bei der Ausgabe in Jacksonville wegen seiner Vorbereitung auf ein NFL-Spiel in Baltimore fehlen.
Taya Valkyrie erhielt nach ihrem Ausscheiden bei „The Traitors: Canada“ ebenfalls Lob. Khan begrüße solche externen Projekte und freue sich auf ihre Rückkehr. Mick Foley bescheinigte er eine positive Einstellung. Bei der Hurt Syndicate blieb er innerhalb der Storyline und verglich deren anheuerbare Dienste mit dem A-Team.
Zum Abschluss erwähnte Khan eine persönliche „Tony Top 20 of 2026“. Für diese Matchauswahl gebe es angesichts der vielen starken Begegnungen reichlich Kandidaten. Weitere Veröffentlichungsdetails nannte er nicht.
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