Tony D’Angelo über den Druck als Champion und seinen Abschied von „The Don“

Tony D’Angelo mit langen, lockigen Haaren und Bart hält im NXT-Ring einen Championship-Gürtel über seinen Kopf. Im Hintergrund sind Zuschauer zu sehen.

Tony D’Angelo blickte vor seinem nächsten großen Titelmatch auf eine Zeit zurück, in der sich seine Aufgaben und sein Auftreten bei WWE deutlich veränderten. Im Battleground Podcast sprach er über seine Erfahrungen als NXT Champion und die Arbeit an einer neuen Version seiner Wrestlingfigur.

Tony D’Angelo unterschätzte die Aufgaben eines NXT Champions

Ausgangspunkt des Gesprächs war sein Titelgewinn bei Stand & Deliver. Auf die Frage, welche Verantwortung ihm erst danach richtig bewusst geworden sei, beschrieb D’Angelo die zahlreichen Verpflichtungen abseits seiner Matches. Als Champion stehe man an der Spitze der Marke und repräsentiere sie auch bei Werbeauftritten und gegenüber den Medien.

Diese Stellung brachte nach seiner Darstellung mehr Stress mit sich, als er zuvor erwartet hatte. Die Verantwortung endet weder mit einer erfolgreichen Titelverteidigung noch mit dem letzten Auftritt einer Show. Vielmehr werde der Champion auch mit der Entwicklung der gesamten Show verbunden.

„Da kommt eine Menge zusammen. Du bist derjenige, auf den es ankommt. Die Marke liegt auf deinen Schultern. Du stehst bei allem an vorderster Front, bei Werbung, Medien und all diesen Dingen“, erklärte D’Angelo.

Besonders deutlich wurde er beim Thema Einschaltquoten. Wenn die Show die gewünschten Zahlen nicht erreicht, richtet sich die Aufmerksamkeit seiner Erfahrung nach zunächst auf den Titelträger: „Wenn die Show keine Zahlen liefert oder was auch immer, wen schauen sie sich dann als Erstes an? Mich.“

D’Angelo nahm das Vertrauen von Shawn Michaels an

Trotz der zusätzlichen Belastung stellte D’Angelo klar, dass er diese Verantwortung akzeptiert habe. Er bedankte sich ausdrücklich bei Shawn Michaels und den weiteren Verantwortlichen, die ihm zutrauten, die Marke in dieser Position zu vertreten. Sie hätten ihm vermittelt, dass seine Schultern stark genug seien, um diese Aufgabe zu tragen: „Deshalb haben sie das gemacht und deshalb habe ich gewonnen. Ich bin damit einverstanden. Aber es gibt definitiv eine Menge Dinge, von denen man erst erfährt, wenn man Champion ist“, führte er aus.

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Damit bezog er sich auf Erfahrungen, die ihm während der Jagd nach dem Titel noch fehlten.

Für eine zweite Titelregentschaft möchte er wachsamer sein

Der Moderator fragte anschließend, was D’Angelo bei einem erneuten Titelgewinn anders angehen würde. Dieser räumte ein, während seiner ersten Regentschaft etwas zu bequem geworden zu sein. Viele damalige Gegner seien noch unerfahren gewesen, weshalb er sich seiner Position sehr sicher gefühlt habe.

Inzwischen schätze er die Konkurrenz anders ein. Er nannte Cruz Montana, Grayson Waller und Zilla Fatu sowie Mason Rook für den Fall seiner Rückkehr. Bei einer zweiten Regentschaft wolle er auf die Herausforderer besser vorbereitet sein.

Die nächste Gelegenheit, sich den Titel zu sichern, bietet sich ihm bei Halloween Havoc am 31. Oktober. Dort trifft er auf den NXT-Champion Grayson Waller. Dieser hatte ihm den Titel bei Heatwave abgenommen. D’Angelo hat sich das Einzelmatch durch einen Sieg gegen Myles Borne in der NXT-Ausgabe vom 13. Oktober verdient.

Der alte Akzent beschäftigte ihn beim Charakterwechsel

Ein weiteres Thema war sein Abschied von „The Don“. Gefragt nach einer Gewohnheit, die er aus seiner früheren Rolle nur schwer ablegen konnte, verwies D’Angelo auf seine Sprechweise. Nach seiner eigenen Darstellung nahm er dafür Sprachtherapie in Anspruch.

„Ich musste zur Sprachtherapie, weil ich einen kleinen Akzent hatte“, erklärte er. Zu Beginn der neuen Ausrichtung musste er sich immer wieder daran erinnern, nicht in die vertraute Sprechweise zurückzufallen: „Als ich mit der neuen Entwicklung von Tony anfing, musste ich mich durchgehend selbst daran erinnern und auf meine Zunge achten. Das war definitiv die größte Sache.“

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Auch seine Kleidung änderte er bewusst. D’Angelo legte die Anzüge ab, um sich von der bisherigen Figur zu lösen. Die neue Darstellung sollte sich für ihn deutlich von dem Auftreten unterscheiden, das die Zuschauer zuvor mit „The Don“ verbunden hatten.

D’Angelo wollte WWE seine Vielseitigkeit zeigen

Hinter dem Wechsel stand außerdem der Wunsch, unterschiedliche Fähigkeiten zu präsentieren. D’Angelo erwähnte ein Gespräch mit Mark Henry, in dem er genau diesen Anspruch erläutert hatte. Er wolle sowohl ausgeprägte Charakterrollen übernehmen als auch als kompromissloser Kämpfer überzeugen können: „Ich kann die Charaktersachen machen. Ich kann diesen Weg einschlagen, wenn ihr mich dafür benötigt. Aber ich kann auch ein harter Kerl sein und in diese Rolle passen“, beschrieb er seine Möglichkeiten.

Die Entscheidungsträger sollten dadurch wissen, welche Aufgaben sie ihm anvertrauen könnten: „Es geht darum, allen zu zeigen, wozu ich fähig bin. Was auch immer die Verantwortlichen mit mir vorhaben, sie wissen dann, was ich kann.“

Auch ein möglicher Wechsel zu Raw oder SmackDown war Thema des Gesprächs. D’Angelo erklärte, sein Ziel sei unverändert. Er wolle seine Fähigkeiten zeigen und Aufmerksamkeit gewinnen – auch bei Zuschauern, die NXT nicht verfolgen. Im Main Roster wolle er mit seinem Auftreten einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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