Tiffany Stratton gehört inzwischen zu den auffälligsten Superstars im WWE-Kader. Ihr Weg ins Rampenlicht war jedoch alles andere als geradlinig. In einem ausführlichen Gespräch mit O’Shea Jackson Jr. im No-Contest Wrestling Podcast sprach Stratton über ihre Charakterentwicklung und enthüllte, warum WWE ihr ursprüngliches „Daddy’s Little Rich Girl“-Gimmick bei NXT fallen ließ.
Die Idee war, die Rolle an Popkultur-Ikonen wie Sharpay Evans aus High School Musical oder Paris Hilton anzulehnen. Stratton verkörperte die verwöhnte Millionärstochter, die mit ihrem Reichtum und ihrer Arroganz provozieren sollte. Doch schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass es für diesen Charakter keine langfristige Storyline gab. Laut Stratton wurde die Gimmick-Idee zwar getestet, aber nie konsequent weiterentwickelt.
„Die Idee für das reiche Mädchen orientierte sich an Figuren wie Sharpay Evans oder Paris Hilton“, erklärte sie. „Doch Shawn Michaels sagte irgendwann: Wir haben keinen Vater-Charakter für dich und keine passende Geschichte, die zu einem klaren Ende führen würde. Deshalb lassen wir das besser bleiben.“ Damit war klar, dass dieses Gimmick keine Zukunft hatte und nicht dauerhaft funktionieren konnte.
Anstatt an der ursprünglichen Idee festzuhalten, nahm Stratton die Veränderung an und entwickelte ihren Charakter neu. Sie verwandelte sich von der arroganten Millionärstochter in eine glamouröse, selbstbewusste Figur, die stark an Barbie angelehnt war. Rückblickend sieht sie diesen Schritt als den entscheidenden Moment für ihre Karriere. „Ich glaube nicht, dass ich Papas kleines reiches Mädchen sein musste. Es reichte völlig, die blonde, pinke Barbiepuppe zu sein“, stellte sie klar.
Ihre neue Ausrichtung erwies sich als Volltreffer. Sowohl bei NXT als auch nach ihrem Wechsel ins Main Roster bei SmackDown reagierten die Fans positiv auf die veränderte Präsentation. Mit ihrem Auftreten, ihrem Look und ihrem Selbstbewusstsein konnte Stratton sich von Beginn an als Marke im WWE-Universum etablieren.
Unerwarteter Wandel: Vom Heel zum Babyface
Neben dem Gimmickwechsel sprach Stratton auch über ihren Rollenwechsel vom Heel zum Babyface. Überraschenderweise war dieser Schritt weder von WWE geplant noch von ihr selbst angestrebt. Stattdessen ergab sich die Veränderung aus den Reaktionen des Publikums, das sich immer stärker mit ihr identifizierte und sie nicht länger ausbuhen wollte.
„Ich habe nie etwas verändert. Ich habe nur angefangen, mich anfeuern zu lassen“, erklärte sie. Ein entscheidender Moment war WWE Elimination Chamber 2024 in Perth, Australien. Dort trat Stratton bei ihrem ersten Premium Live Event als Mitglied des SmackDown-Rosters an. Obwohl sie erst wenige Wochen zuvor ins Main Roster berufen worden war, feierte das Publikum sie bereits enthusiastisch.
„Das Publikum wusste sofort, wer ich war, und chantete ununterbrochen ‚Tiffy Time‘“, erinnerte sie sich. „Ich musste sogar lachen, weil ich kaum glauben konnte, dass sie das wirklich für mich riefen.“ Diese unerwarteten Reaktionen überraschten sie und ließen sie ihre Rolle in der WWE mit anderen Augen sehen.
Das Match in Perth war für sie ein echter Wendepunkt. Es gab ihr nicht nur mehr Selbstvertrauen, sondern zeigte ihr auch, dass die Zuschauer wirklich eine Verbindung zu ihr aufgebaut hatten. „Das hat mir einen richtigen Energieschub gegeben und mich noch sicherer gemacht. Gleichzeitig spürte ich aber auch mehr Druck, weil ich dachte: Jetzt darf ich bloß keinen Fehler machen“, erklärte Stratton.
Die Herausforderung als Babyface
Heute zählt Stratton zu den beliebtesten Babyfaces bei SmackDown, doch sie machte deutlich, dass ihr die Heel-Rolle nach wie vor leichter fällt. „Ein Heel zu sein, ist zehn Mal einfacher“, betonte sie. „Man kann Fehler machen, stolpern oder hinfallen, und es ist völlig in Ordnung. Aber als Babyface erwartet man, dass du das Gesicht der Firma bist – da liegt viel mehr Verantwortung auf dir.“
WWE habe ihr geraten, ihr Auftreten nur leicht anzupassen, statt es komplett zu verändern. Die Offiziellen gaben ihr den Hinweis, in ihren Promos weniger zickig aufzutreten und sympathischer zu wirken. „Das war der Schlüssel, warum die Fans mich angenommen haben“, so Stratton. Sie selbst sieht darin einen Balanceakt: Authentisch bleiben, ohne die Bindung zum Publikum zu gefährden.
Das Publikum der Neuzeit nimmt Wrestler aber ohnehin anders wahr als früher. Gimmick ist schon noch wichtig, aber nicht mehr so Zentral.
Wrestler/Wrestlerinnen müssen einfach auch das gewisse Etwas so haben, und im Ring richtig was drauf haben. Letzteres war früher erstaunlicherweise gar nicht so wichtig. Das hat sich grundlegend geändert. Das GEsamtpaket muss Heut zu Tage stimmen (gikbt aber scheinbar auch Ausnahmen, manch ein Wrestler wird bejubelt wo ich keinen Grund für sehe) und dann jubelt dir das Publikum auch zu, ungeachtet dessen ob du Heel oder Face bist. Und genau das hat sich gewandelt. Du bist Heel? Ja spiel deine Rolle ruhig… aber wenn das Publikum anerkennt was du drauf hast, kriegst du positive Resonanz, ob Heel oder nicht.
Das ist der Schlüssel, du musst Interessant sein UND richtig was auf dem Kasten haben… dann gehts nach oben. Hast du dann auch noch Vitamin B, ist alles Möglich… manch einer hat sich Vitamin B aber eben auch erarbeitet über lange Jahre harte Arbeit, siehe Undertaker.
Tiffany Stratton ist auch so jemand. Sie hat sich stetig weiterentwickelt, im und neben dem Ring. Schraubt ständig an sich und dem was sie zeigt. Das erkennt das Publikum. Sie kam auch aus dem Nichts, hatte keine Familienbande oder so bei WWE, nein sie musste von ganz unten anfangen. Ihr Background ist auch im Ring wieder zu finden, Trampolin-Turnerin. Was seltsam klingt ist ein unfassbarer Sport. Diese Körperbehrrschung und das nötige Talent dafür sieht man ihr auch im Ring an, dann machte sie weiter mit Bodybuilding… das natürlich für die physis beim Wrestling enorm weiter hilft. Sie ist also ne total Athletin. Auch das erkennen Fans an.
Dieses Barbiehafte Tiffy Time Ding ist nicht so meins… aber sie bringt das cool rüber, hat auch etwas gedauert. Und irgendwie, der seltsame Film „Barbie“ hat ja auch bewiesen, dass sowas immer noch zieht.
Sie ist also das Komplettpaket, und hat Fähigkeiten und Talent in allen Bereichen… und darum wird sie auch bejubelt, weil sie es drauf hat. Ihr Weg wird noch weiter gehen, hoffentlich noch lange bei WWE und auch Gesund. Ich sehe sie unfassbar gerne im Ring und wie man an dem Posting erkennen kann bin ich absolut Fan von ihr. Neben Reha Ripley die beste Frau im Wrestling aktuell wie ich finde und Tiffany ist noch so jung, steht eigentlich eher noch am Anfang.
Sie scheint sich dem Wrestling auch verschrieben zu haben, ähnlich wie Ripley. Mal gucken wie das aussieht falls Hollywood mal klingeln sollte.
Sie ist ein Komplettpaket, was noch viel erreichen wird.