Die heutige AEW-Wrestlerin Thunder Rosa stand 2019 kurz vor einem möglichen Wechsel zur WWE, erhielt jedoch ein ungewöhnliches Angebot. Statt eines Vertrags als aktive Wrestlerin bot das Unternehmen ihr eine Rolle als Ringrichterin mit festem Jahresgehalt an, verbunden mit dem Ende ihrer In-Ring-Karriere. Diese Entscheidung hätte weitreichende Auswirkungen auf ihren weiteren Werdegang gehabt.
Frühe Eindrücke von WWE prägten ihre Sichtweise
In der Radiosendung „The Cruz Show“ auf REAL 92.3 LA blickte Thunder Rosa auf einen prägenden Moment ihrer Laufbahn zurück. Sie berichtete von ihrem Besuch bei WrestleMania 25 und schilderte, wie dieses Erlebnis ihre Wahrnehmung der WWE nachhaltig beeinflusste. Besonders im Vergleich zu den Knockouts-Matches von TNA, die sie zuvor verfolgt hatte, habe sich ihr Blick auf das Produkt deutlich verändert.
WWE-Angebot 2019: Sicherheit statt aktiver Karriere
Im Gespräch ging Rosa auch auf ein geplantes Probetraining bei WWE im Jahr 2019 ein, in dessen Rahmen ihr ein konkretes Angebot unterbreitet wurde. Dieses beinhaltete eine Tätigkeit als Ringrichterin mit einem festen Jahresgehalt, allerdings unter der Voraussetzung, ihre aktive Wrestling-Karriere zu beenden. Für Rosa stellte dies eine schwierige Entscheidung dar, da sie sich zu diesem Zeitpunkt ohnehin in einer finanziell angespannten Lage befand: „2019 hat mich die WWE kontaktiert und gefragt, ob ich bereit wäre, meine Karriere zu beenden. Ich habe daraufhin erklärt, dass ich auf ein regelmäßiges Einkommen angewiesen bin. Als unabhängiger Profi-Wrestler ist es nämlich sehr schwer, finanziell stabil zu bleiben, das ist wirklich ein harter Kampf.“
Finanzielle Realität als Independent-Wrestlerin
Rosa machte deutlich, wie schwierig ihre Situation damals war. Sie sprach offen darüber, wie belastend das Leben als Independent-Wrestlerin für sie gewesen ist und dass sie dringend auf zusätzliche Einnahmen angewiesen war: „Als ich noch in der Bay Area gelebt habe, hatte ich zwar einen Job. Doch als ich mich entschieden habe, mich komplett auf Wrestling zu konzentrieren, war ich auf meinen Ex-Mann und verschiedene Nebenjobs angewiesen. Ich habe ständig nebenbei gearbeitet und war total erschöpft. Nach sieben Jahren mit Nebenjobs kommt irgendwann der Punkt, an dem man denkt: Ich brauche endlich einen richtigen, festen Job.“
Abgesagtes Tryout und Wechsel zum MMA
Obwohl das Angebot der WWE für Rosa zunächst attraktiv klang, kam es am Ende nie zu einem Probetraining. Sie erklärte, dass äußere Umstände dazu geführt haben, dass sich diese Chance zerschlagen hat: „Die WWE bot mir damals etwa 60.000 Dollar im Jahr an, und ich dachte mir: Das ist besser als das, was ich bis dahin verdient habe. Doch dann kam ein Hurrikan dazwischen, mein Probetraining wurde immer wieder verschoben und letztlich hat es nie stattgefunden. Im Nachhinein war es vielleicht Schicksal, denn stattdessen habe ich mich entschieden, in den MMA-Sport zu gehen, wo mir ein Vertrag über 3.000 Dollar angeboten wurde.“
Infolgedessen unterschrieb Rosa stattdessen einen Vertrag im MMA-Bereich bei Combate.
AEW-Durchbruch und verletzungsbedingter Rückschlag
Im Jahr 2020 schloss sich Thunder Rosa schließlich AEW an und erreichte dort zwei Jahre später einen bedeutenden Karrierehöhepunkt. In einem Steel-Cage-Match gegen Britt Baker gewann sie die AEW Women’s World Championship. Dieser Erfolg wurde jedoch durch gesundheitliche Probleme überschattet, da sie den Titel im November 2022 aufgrund einer schweren Rückenverletzung abgeben musste. Parallel zu dieser Phase beendete Rosa auch ihre Laufbahn im MMA.
AEW All In: London 2026: Ticketverkauf gestartet, erste Zahlen bekannt
All Elite Wrestling bereitet sich auf „All In: London 2026“ vor, das am 30. August im Wembley-Stadion in London stattfinden wird. Erste Verkaufszahlen zeigen, wie groß das Interesse an dem Event aktuell ist. Die Entwicklung ist relevant, da frühere Ausgaben der Veranstaltung bereits bedeutende Zuschauerzahlen und Einnahmen erzielt haben.
Vorverkauf und offizieller Ticketstart im März
AEW hat den Ticketverkauf für „All In: London 2026“ Mitte März gestartet. Der Vorverkauf begann am 16. März, bevor am 20. März der allgemeine Verkauf für alle Fans freigeschaltet wurde. Damit setzt die Promotion erneut auf eine gestaffelte Verkaufsphase, um sowohl registrierten Interessenten als auch der breiten Öffentlichkeit Zugang zu den Tickets zu ermöglichen. Der frühe Verkaufsstart gibt zudem einen ersten Eindruck davon, wie hoch die Nachfrage für das Event ausfällt.
Erste Verkaufszahlen deuten auf solides Interesse hin
Laut Informationen von Mike Johnson von PWInsider wurden bereits fast 20.000 Tickets für die Veranstaltung verkauft. Diese Zahl wird durch Daten von WrestleTix bestätigt, die auf der Plattform X veröffentlicht wurden. Demnach hat AEW bislang 19.883 Tickets für „All In: London 2026“ ausgegeben. Die aktuelle Sitzplatzkonfiguration des Wembley-Stadions ist auf 37.396 Zuschauer ausgelegt, sodass noch ein erheblicher Teil der verfügbaren Plätze im Verkauf ist.
Wembley-Stadion erneut Austragungsort des Events
Das Wembley-Stadion in London dient erneut als Austragungsort für „All In“. Bereits in den Jahren 2023 und 2024 fand die Veranstaltung dort statt. AEW kehrt damit an eine der bekanntesten Arenen im internationalen Wrestling-Kalender zurück. Die Wahl des Veranstaltungsortes unterstreicht die Bedeutung des Events für das Unternehmen und dessen internationale Expansion.
Rückblick auf frühere All In Veranstaltungen
Ein Blick auf die bisherigen „All In“-Events zeigt die Entwicklung der Zuschauerzahlen und Einnahmen. Die Ausgabe im Jahr 2023 lockte 81.035 Zuschauer ins Wembley-Stadion und generierte einen Live-Umsatz von mehr als 10 Millionen US-Dollar. Im darauffolgenden Jahr wurde die Veranstaltung im Globe Life Field in Arlington, Texas, ausgetragen. Im Vergleich dazu lag die Zuschauerzahl bei der Ausgabe im Jahr 2022 bei 23.759 Besuchern.
A kid from Essex. His legacy. #AEWAllIn London.
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— All Elite Wrestling (@AEW) March 24, 2026
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