Swerve Strickland über AEW und WWE: Klare Worte zur Bezahlung und seine größten Vorbilder

Swerve Strickland blickt starr geradeaus

AEW-Star Swerve Strickland hat sich in einem Interview ausführlich über seine Erfahrungen bei All Elite Wrestling und WWE geäußert. Der ehemalige AEW World Champion erklärte dabei, dass er die Bezahlung und Vertragsstruktur bei AEW deutlich bevorzugt. Zudem sprach Strickland über ein besonderes Lob von Ric Flair, seine persönlichen Wrestling-Vorbilder sowie vielversprechende Talente der nächsten Generation.

Der 35-Jährige äußerte sich vor AEW Revolution in einem Interview bei Baller Alert zu verschiedenen Themen rund um seine Karriere und die aktuelle Wrestling-Landschaft.

Strickland sieht AEW bei der Bezahlung klar vor WWE

Im Interview wurde Strickland gefragt, ob seiner Ansicht nach AEW oder WWE besser bezahlt. Der Wrestler erklärte, dass er nach seinen Erfahrungen beide Systeme vergleichen könne und die Vergütungsstruktur bei AEW klar bevorzuge.

Er verwies dabei besonders auf die garantierten Verträge bei AEW sowie auf die Art und Weise, wie AEW-Präsident Tony Khan mit den Wrestlern arbeitet. Laut Strickland fühle sich der Umgang eher wie im professionellen Sport an.

„AEW, ganz klar. Ganz klar“, antwortete Strickland auf die Frage, ob AEW oder WWE besser bezahlt. „Weil es garantiert ist. [WWE hat] einige wenige Auserwählte an der Spitze, die einfach unantastbar sind. Aber viele dieser Leute gehen jetzt langsam in den Ruhestand. [John] Cena ist gerade in den Ruhestand gegangen. AJ Styles ist gerade in den Ruhestand gegangen. Das sind die Top-Verdiener. Taker kann nicht mehr weitermachen. Diese Pyramide wird also an der Spitze immer kleiner.“

Der AEW-Star erklärte außerdem, dass Tony Khan seiner Ansicht nach eine besondere Rolle innerhalb der Promotion einnimmt und seine Wrestler ähnlich wie ein Trainer in einer Sportmannschaft einsetzt: „Wenn ich die beiden vergleichen müsste, würde ich Tony Khan sagen, dem AEW gehört. Er ist auch Miteigentümer der Jacksonville Jaguars und des Fußballvereins Fulham in Großbritannien. Er behandelt die Spieler nicht wie Talente, sondern wie Athleten. Es gibt ja Spieler-Trainer, oder? Er ist so etwas wie ein Spieler-Booker. Er versteht seine Talente und seine Spieler und weiß, wo er sie einsetzen muss. Er setzt uns sehr gut ein, und das ist wie bei einem Spielsystem in einer Footballmannschaft. Deshalb verstehen wir uns sehr, sehr gut. Weil er meine Stärken kennt, weiß er, wo ich hingehöre, und er weiß, wie er alle seine Spieler richtig einsetzen kann. Deshalb weiß er auch, wie er sie bezahlen und auf bestimmte Weise motivieren muss.“

Vom WWE-Abgang zum AEW-Topstar

Strickland wurde 2021 von der WWE entlassen und stieg anschließend bei AEW zu einem der wichtigsten Stars der Promotion auf. Während dieser Zeit schrieb er Geschichte, als er als erster schwarzer Wrestler den Titel „AEW World Champion” gewinnen konnte.

Vor dem anstehenden Pay-per-View Revolution steht für Strickland zudem ein weiteres großes Match an. Bei der Veranstaltung soll er auf Brody King treffen.

Lob von Ric Flair nach AEW-Promo

Während des Interviews erinnerte sich Strickland auch an eine besondere Begegnung mit Ric Flair. Nach einer Live-Promo bei AEW sei der Hall of Famer backstage auf ihn zugekommen und habe ihm ein persönliches Kompliment gemacht.

Für Strickland war dieses Lob ein außergewöhnlicher Moment, denn es kam von einer der größten Persönlichkeiten in der Geschichte des Wrestlings: „Nachdem ich von einer Promo in den Backstagebereich kam, war er der Erste, der mich ansprach. Er meinte: ‚So reißt man das Mikrofon, Bruder.‘ Ich sagte: ‚Yo.‘ Von Ric ist das sozusagen das Höchste – das ist das höchste Lob, das man von einem der Besten aller Zeiten bekommen kann.“

Diese Wrestler haben Strickland am meisten geprägt

Im Gespräch nannte Strickland außerdem die fünf Wrestler, die ihn im Laufe seiner Karriere am stärksten beeinflusst haben. Besonders hervor hob er Shingo Takagi, Shawn Michaels, Adam Copeland, Rey Mysterio und Chris Jericho.

Dabei erklärte Strickland, dass diese Wrestler einen direkten Einfluss auf seine eigene Arbeit im Ring hatten und ihn dazu motivierten, selbst Wrestler zu werden:

„Shingo Takagi ist einer von ihnen. Er wird in der japanischen Kultur stark unterschätzt. Er ist unglaublich. Dann würde ich sagen – um ehrlich zu sein – Shawn Michaels ist auch ganz oben dabei. Von ihm in der WWE zu lernen, hat ihn für mich auf ein ganz anderes Niveau gehoben. Edge, Adam Copeland. Er ist phänomenal, einfach unglaublich. Rey Mysterio ist ebenfalls phänomenal und unglaublich. Und Jericho. Jericho ist mein Mann. Wir haben auch zusammen Musik gemacht. Ich durfte für ihn und seine Band Fozzy eröffnen. All diese Leute sind – nun, die meisten von ihnen – in vielerlei Hinsicht sehr vielseitige, interkulturelle Talente. Jericho zum Beispiel in der Musik und dann in der Schauspielerei. Das Gleiche gilt für Edge. Sie alle haben großen Einfluss darauf, was ich im Ring mache, und sind der Grund, warum ich Wrestler werden wollte. Ich würde sagen, ich sehe mir mehr Videos von diesen Jungs an als von irgendwelchen anderen.“

Positive Worte für WWE-Nachwuchstalente

Neben seinen eigenen Vorbildern sprach Strickland auch über einige junge Talente der WWE, deren Entwicklung er aufmerksam verfolgt. Besonders erwähnte er Oba Femi, Trick Williams und Je’Von Evans.

Der AEW-Star äußerte sich dabei sehr positiv über die Entwicklung dieser Wrestler: „Bei der WWE gibt es einige vielversprechende Talente wie Oba Femi. Ein junger Kerl, ein Kraftpaket, ein toller Typ. Ich freue mich auf seine weitere Entwicklung. Trick Williams. Charismatisch, kann jeden überzeugen. Ich freue mich auf seine weitere Entwicklung. Je’Von Evans. Ein junger Kerl. Jetzt ist er 21 Jahre alt und lebt seinen Traum im Main Roster. Ein toller Junge. Ich freue mich auf seine weitere Entwicklung.“

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