Swerve Strickland hat über seine Zeit bei WWE NXT gesprochen und geschildert, dass es nicht immer einfach gewesen sei, klare Antworten zur kreativen Ausrichtung seines Charakters zu erhalten. Während eines Auftritts im Podcast „Kings of the Ring“ blickte der heutige AEW-Star auf eine Phase zurück, in der WWE interne Pläne rund um die Marke Evolve entwickelte. In dieser Zeit entstand später auch die Gruppierung Hit Row.
Strickland erklärte, dass er mehrfach versucht habe, mit Triple H über kreative Ideen und die Ausrichtung seiner Rolle zu sprechen. Nach seiner Darstellung seien diese Gespräche jedoch schwierig gewesen, weil er häufig das Gefühl gehabt habe, dass Diskussionen über diese Themen vermieden wurden. Dabei habe er immer wieder versucht, seine eigenen Ideen einzubringen und Klarheit über die geplante Entwicklung seines Charakters zu erhalten: „Die Entstehung war wirklich interessant, denn sie hatten ihre eigenen Pläne, als sie eigentlich Evolve machen wollten. Das hat sich dann um Jahre verzögert. Ich hätte nicht gedacht, dass es so lange dauern würde, bis Evolve auf Tubi zu sehen war.“
Strickland schilderte, dass die Gruppe, aus der später Hit Row hervorging, ursprünglich mit den Evolve-Plänen von WWE verbunden gewesen sei. Diese Konzepte seien intern bereits lange diskutiert worden, bevor die TV-Show schließlich gestartet wurde. Während dieser Phase habe er weiterhin versucht, Antworten zu erhalten, doch seine Versuche, mit Triple H über kreative Fragen zu sprechen, seien häufig ohne Ergebnis geblieben: „Triple H und ich haben uns immer wieder verpasst. Immer wenn ich mit kreativen Fragen zu ihm kam, wich er mir aus.“
Stephanie McMahons Einfluss auf die Entstehung von Hit Row
Strickland erklärte, dass sich die Situation verändert habe, nachdem Stephanie McMahon auf seine Rolle als Heel bei NXT aufmerksam geworden sei. Seinen Angaben zufolge begann das Unternehmen daraufhin, ihn stärker in den Mittelpunkt zu rücken und schließlich eine Gruppierung um ihn herum aufzubauen. In diesem Zusammenhang erinnerte er sich an eine Aussage von Stephanie McMahon: „Und schließlich war es, glaube ich, Stephanie McMahon, die mir tatsächlich sagte, dass er ich ich Lieblings-Heel in der Show sei.“
In dieser Phase hat WWE ihm vorgeschlagen, eine neue Gruppierung zu bilden. Diese Gruppe entwickelte sich später zu Hit Row und bestand aus Top Dolla, B-Fab sowie Ashante „Thee“ Adonis. Strickland erklärte, dass er anfangs nur wenig Erfahrung mit der Führung einer Gruppierung gehabt habe, die Idee letztlich jedoch angenommen habe: „Sie sagten so etwas wie: ‚Hey, wir werden dieses Stable hinter dir platzieren. Was hältst du davon?‘ Ich hatte damals noch nicht viel Erfahrung mit Gruppen. Ich habe nicht wirklich mit Gruppen gearbeitet.“
Stricland erklärte, dass seine Karriere zuvor stark von der Independent-Szene geprägt gewesen sei. Er habe häufig zwischen verschiedenen Städten, Ländern und Promotern gewechselt, wodurch er kaum Erfahrung mit der Leitung eines festen Stables sammeln konnte: „Ich war unabhängig, sprang von Stadt zu Stadt, von Land zu Land. Eine Gruppe zu leiten, war also einfach nicht mein Ding. Ich wusste nicht, wie das geht.“
Trotz dieser anfänglichen Unsicherheit habe sich die Gruppierung schließlich entwickelt, nachdem jedes Mitglied seine Rolle gefunden habe. Hit Row sei dadurch schnell zu einem der bekannteren Acts bei NXT geworden, bevor die Laufbahn der Gruppe später beendet wurde: „Aber die Gruppe wurde mehr zu einer Gruppe, die mich unterstützte. Dann wurden wir zu einer echten Gruppe, alle vier zusammen. Die Zeit war gut, es war in Ordnung. Ich wünschte nur, wir hätten mehr Zeit miteinander gehabt, aber weißt du, so ist das Leben.“
Reaktionen auf seine Aussagen über John Cena
Neben seinen Rückblicken auf die WWE-Zeit äußerte sich Strickland auch zu einer Diskussion, die nach Kommentaren über John Cena in sozialen Medien entstanden war. Die Debatte begann nach einem Gespräch im Podcast „Kings of the Ring“, in dem Strickland über Cenas Rap-Album „You Can’t See Me“ aus dem Jahr 2005 sprach.
Während Strickland Cenas Fähigkeiten am Mikrofon würdigte, interpretierten viele Fans seine Aussagen als Kritik. In sozialen Netzwerken entwickelte sich daraufhin eine Diskussion darüber, ob der AEW-Star den ehemaligen WWE-Champion beleidigt habe. Besonders Fans der Zeit, in der Cena als „Doctor of Thuganomics“ auftrat, verteidigten den Wrestler und Rapper.
Kurz nachdem über die Reaktionen berichtet worden war, reagierte Strickland selbst auf X und stellte klar, wie er seine Worte gemeint hatte: „Ich habe seine Fähigkeiten und seine Karriere gelobt. Ihr bringt mich dazu, mich wie ein Idiot zu benehmen, verdammt noch mal.“
Strickland machte damit deutlich, dass er seine ursprünglichen Aussagen nicht als Kritik verstanden wissen wollte. Nach seiner Darstellung habe er vielmehr Anerkennung für Cenas Fähigkeiten ausdrücken wollen. Die Diskussion entstand aus seiner Sicht vor allem durch Interpretationen in sozialen Netzwerken.
Cenas Rap-Karriere gilt weiterhin als ein prägender Bestandteil seiner WWE-Laufbahn. Sein Album „You Can’t See Me“ wurde eng mit dem Charakter „Doctor of Thuganomics“ verbunden und gilt bis heute als eines der bekanntesten Beispiele für eine Verbindung zwischen Wrestling und Hip-Hop.
Swerve Strickland über AJ Styles und mögliche AEW-Szenarien
Auch ein möglicher Wechsel von AJ Styles zu AEW war Thema eines Interviews, das Strickland kürzlich mit Monopoly Events führte. Hintergrund der Diskussion waren Aussagen von Ricochet in der „Adrian Hernandez Show“, in denen er infrage stellte, ob Styles überhaupt zu AEW passen würde und ob dieser bereit wäre, den Schritt zu wagen.
Strickland reagierte auf die Frage nach einem möglichen Traumduell mit Styles deutlich selbstbewusst und stellte seine eigene Entwicklung in den Mittelpunkt: „Ich glaube, ich werde langsam zu jemandem, gegen den AJ Styles antreten möchte.“
Des Weiteren erklärte er, dass er nicht aktiv nach bestimmten Gegnern jage, sondern vielmehr daran arbeite, selbst zu einem Ziel für andere Topstars zu werden. Gleichzeitig betonte er seinen Respekt für Styles und dessen Einfluss auf die Wrestling-Szene: „Ich jage also niemandem hinterher. Ich möchte, dass diese Matches mich jagen. Ich freue mich für AJ. Ich bin stolz auf AJ. Er ist jemand, den ich endlos studiert habe – ihn zusammen mit Bryan Danielson und anderen aus dieser Ära, wie Nigel.“
Strickland hob hervor, dass Styles einen großen Einfluss auf den modernen Wrestling-Stil gehabt habe und zahlreiche aktuelle Wrestler von seiner Arbeit geprägt worden seien: „AJ hat in seiner Karriere mehr als genug verdient, um entweder aufzuhören oder weiterzumachen und mit dieser Generation von Talenten, die er beeinflusst hat, etwas anderes und Einzigartiges zu machen. Ospreay hat immer gesagt, dass AJ ihn beeinflusst hat. Man sieht das bei Leuten wie Seth Rollins, bei mir selbst, bei Mike Bailey – so viele von uns haben von AJ gelernt.“
Auf die Frage, ob er Styles bei AEW begrüßen würde, ließ Strickland die Möglichkeit offen und betonte, dass er einem solchen Schritt positiv gegenüberstehen würde: „Wenn er diese Chance nutzen und zu AEW kommen möchte – wozu er mehr als fähig ist und, soweit ich das beurteilen kann, sieht er gesund und mental wie körperlich in Topform aus, dann sind wir alle hier, offen und bereit, wenn er sich zu diesem Schritt entschließen sollte.“
Körperliche Entwicklung vor seiner AEW-Rückkehr
Neben diesen Themen sprach Strickland auch über seine körperliche Entwicklung während seiner Verletzungspause im Jahr 2025. Der Wrestler war vom 24. August 2025 bis zur Dynamite-Ausgabe „Winter Is Coming“ am 10. Dezember außer Gefecht gesetzt.
Während eines Interviews mit Rich Latta erklärte er, dass er in dieser Zeit bewusst Muskelmasse aufgebaut habe. Bei seiner Rückkehr habe er rund 240 Pfund (ca. 109 kg) gewogen und dabei festgestellt, dass sich sein Körper deutlich verändert habe: „Als ich mit 240 zurückkam, dachte ich: ‚Oh, alles ist einfach schwieriger geworden. Aufstehen und Hinsetzen. Das ist viel anstrengender, als wenn man beweglich ist.“
Später hat er sein Gewicht wieder reduziert, um eine Balance zwischen körperlicher Präsenz und Beweglichkeit zu finden: „Das entspricht etwa 232, 233. Das ist ein gutes Gewicht, bei dem ich noch beweglich bin, und ich sehe immer noch körperlich imposant aus.“
Strickland beschrieb diese körperliche Veränderung als Teil eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses innerhalb seiner Karriere: „Ich habe mich etwa dreimal im Jahr weiterentwickelt. Alles ist also eine weitere Entwicklung zu etwas anderem. Und die extreme Veränderung des Körpers ist eine weitere Entwicklung davon.“
Als Nächstes steht für Strickland ein Match gegen Brody King bei AEW Revolution am 15. März auf dem Programm. Zuvor trat er bei AEW Collision in Tucson gegen Gravity an. Gravity ist der Bruder von Bandido, der wiederum als Tag-Team-Partner von Brody King auftritt.