Sol Ruca gehört zu den Namen, die WWE NXT in den vergangenen Monaten stärker ins Rampenlicht gerückt hat. Ihre akrobatischen Fähigkeiten, ihre auffällige Erscheinung und die stetige Weiterentwicklung im Ring haben sie zu einem Publikumsliebling gemacht. Doch ihre Geschichte unterscheidet sich grundlegend von den meisten anderen WWE-Superstars.
In einem Interview mit Going Ringside sprach sie offen darüber, dass sie nie einen klassischen Zugang zum Wrestling hatte. Anders als viele ihrer Kolleginnen und Kollegen, die schon als Kinder Wrestling im Fernsehen verfolgt oder Idole wie John Cena, Trish Stratus oder The Rock angehimmelt haben, kam Sol Ruca erst über Umwege zur WWE. Auf die direkte Frage, ob sie früher Wrestling geschaut habe, antwortete sie schlicht: „Nein.“
Keine Kämpfe, keine Dramen – ein ruhiger Charakter
Ein weiteres Detail, das ihre Laufbahn einzigartig macht: Sol Ruca war nie in echte Kämpfe verwickelt. „Ähm, ich war noch nie in einen Kampf verwickelt. Ich bin sehr ruhig, entspannt. Ich bin nicht jemand, der auf das ganze Drama steht“, erklärte sie. Während viele WWE-Superstars eine Vergangenheit in Kampfsportarten, im Ringen oder im Leistungssport haben, baute sie ihren Weg auf andere Grundlagen.
Ihre natürliche Gelassenheit und ihre eher ruhige Persönlichkeit machen sie zwar zu einer ungewöhnlichen Kandidatin für eine Karriere in der hart umkämpften Wrestling-Welt, doch genau darin sieht sie einen Vorteil. Die WWE sei kein echter Kampfsport, sondern eine Show, die es erfordere, Charaktere zu verkörpern und Emotionen zu transportieren. Ihre Aggressivität im Ring sei nicht durch reale Auseinandersetzungen entstanden, sondern habe sich durch das Training und die Zusammenarbeit mit Kolleginnen entwickelt. Besonders die Zusammenarbeit mit Zarya habe sie geprägt. „Vor allem mit Zarya, die ein bisschen schneller ist … das hat mich aggressiver gemacht. Ich habe mehr Lust, Druck zu machen und die richtigen Emotionen in meine Kämpfe zu bringen.“
Rückblick mit gemischten Gefühlen
Auch wenn Sol Ruca heute sehr zufrieden mit ihrem Werdegang ist, gab sie zu, dass sie sich manchmal wünscht, schon früher mit Wrestling in Berührung gekommen zu sein. „Rückblickend wünschte ich, ich wäre früher damit in Berührung gekommen, denn ich denke, wenn ich es gesehen hätte, hätte ich gesagt: ‘Das ist es, was ich mit meinem Leben machen will.’ Dann wäre ich fest entschlossen gewesen, das zu tun. Aber so ist es nicht gekommen. Aber ich bin trotzdem hier gelandet. Ich bin also sehr, sehr dankbar für meine Reise.“
Sportliche Basis: Turnerin an der University of Oregon
Ein Schlüssel zu ihrem Erfolg liegt in ihrem sportlichen Hintergrund. Sol Ruca war Turnerin und sammelte an der University of Oregon Erfahrung in Gymnastik und Akrobatik. Ihre Ausbildung in Akrobatik und Tumbling lieferte ihr die perfekte Grundlage für viele Bewegungsabläufe im Wrestling-Ring. „Ich war Turnerin und ging auf die University of Oregon und sammelte Erfahrungen in Akrobatik und Purzelbäumen, und ich denke, diese Dinge haben mich hierher geführt und mich zu dem gemacht, was ich bin, und mir zu meinem Erfolg verholfen.“
Ihre spektakulären High-Flying-Moves wie der „Sol Snatcher“ haben ihr nicht nur in NXT-Matches Aufmerksamkeit verschafft, sondern auch in den sozialen Medien virale Momente erzeugt. Dieser Mix aus Athletik und Kreativität macht sie zu einer Wrestlerin, die sich von vielen Kolleginnen abhebt.