Shawn Michaels erklärt: Warum das Match mit The Rock nie kam

Shawn Michaels blickt zufrieden ins Publikum

Shawn Michaels hat in einem aktuellen Podcast-Auftritt mehrere Einblicke in seine Karriere, seine Arbeit bei WWE NXT sowie persönliche Erfahrungen gegeben. Dabei erklärte er unter anderem, warum ein Match gegen The Rock nie zustande kam, wie er mit Talenten im Backstagebereich umgeht und welche Bedeutung sein legendärer Finisher heute noch hat.

Warum es nie zum Match gegen The Rock kam

Seit vielen Jahren wird darüber spekuliert, weshalb es nie zu einem großen Aufeinandertreffen zwischen Shawn Michaels und The Rock gekommen ist. Michaels stellte nun klar, dass hinter den Kulissen weder persönliche Konflikte noch politische Gründe ausschlaggebend waren. Zunächst widersprach er Berichten über angebliche Spannungen mit Triple H und betonte, dass diese Darstellungen stark übertrieben gewesen seien.

„Ich sage euch eins – ich glaube, im Laufe der Jahre gab es im Wrestling-Geschäft einen riesigen Wirbel um mich und Hunter, dass ich ihm etwas angetan hätte und gemein gewesen wäre und so weiter. Das alles wurde völlig übertrieben – nichts davon entspricht der Wahrheit.“

Michaels erklärte anschließend, dass vor allem der Zeitpunkt entscheidend dafür gewesen sei, dass es nie zu einem gemeinsamen Match kam. Als er 2002 nach seiner Verletzung wieder aktiv wurde, hatte The Rock den Fokus bereits auf seine Filmkarriere gelegt. Gleichzeitig stellte er klar, dass ihr Verhältnis heute gut ist und sie sich problemlos austauschen können.

Abschließend betonte Michaels, dass es zwischen ihm und The Rock keine Spannungen gibt. Stattdessen zeigte er großen Respekt und machte deutlich, dass er sich selbst sogar hinter ihn stellen würde.

Shawn Michaels über seine Arbeit mit NXT-Talenten

Neben seiner aktiven Karriere sprach Michaels auch ausführlich über seine heutige Rolle bei NXT und den Umgang mit jungen Talenten. Dabei hob er hervor, wie wichtig Offenheit und Vertrauen im täglichen Austausch sind. Sein Ziel sei es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Wrestler ohne Angst äußern können.

„Auch hier kommt es wieder auf die Erfahrungen an, die man gemacht hat. Ich versuche ihnen immer zu sagen: Es gibt keinen Gedanken, der euch durch den Kopf geht, den ich nicht auch schon einmal gehabt hätte. Wenn ihr euch also dabei wohlfühlt, könnt ihr ehrlich und offen zu mir sein.“

Er ging zudem darauf ein, dass seiner eigenen Generation ein solcher geschützter Raum gefehlt habe. Genau das wolle er heute auf andere Art gestalten und den Talenten ermöglichen, Emotionen offen zu zeigen.

„Was unserer Generation fehlte, war, dass die Älteren uns sagten, es sei in Ordnung, Angst zu haben, zu weinen, emotional zu sein oder sich eingeschüchtert zu fühlen – es ist in Ordnung zu sagen: ‚Ich weiß es nicht.‘ Zu wissen, dass alles in Ordnung ist – man wird nicht verurteilt, schon gar nicht von mir, denn ich habe kein Recht dazu und habe jeden Fehler gemacht.“

Michaels erläuterte weiter, dass er emotionale Reaktionen wie Frust, Wut oder Enttäuschung nicht negativ bewertet, sondern bewusst als Teil des Entwicklungsprozesses betrachtet. Er versuche, diese Gefühle nachzuvollziehen, sie ernst zu nehmen und den Talenten in solchen Momenten Orientierung zu geben. Dabei gehe es ihm vor allem darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem offen gesprochen werden kann und sich niemand zurückhalten muss. Gleichzeitig unterstützte er die Wrestler dabei, ihre Gedanken klar zu formulieren und auch gegenüber der Geschäftsleitung angemessen zu äußern, ohne dabei ihre eigenen Emotionen zu unterdrücken.

Sweet Chin Music und der Wandel im Wrestling

Michaels sprach außerdem darüber, dass sein Finisher „Sweet Chin Music“ heute in verschiedenen Varianten von vielen Wrestlern genutzt wird und er diese Entwicklung akzeptiert. Für ihn stehe dabei im Vordergrund, dass sich Talente trotz ähnlicher Moves durch eigene Ideen und Besonderheiten abheben.

Er erinnerte sich zudem daran, dass ihn nach seinem Karriereende ein Wrestler direkt um Erlaubnis gebeten habe, den Move zu verwenden, und er dem ohne Bedenken zugestimmt habe.

Auf Nachfrage ergänzte Michaels, dass es sich bei dieser Person vermutlich um Dolph Ziggler gehandelt habe. Rückblickend erklärte er, dass seine Zustimmung eine größere Wirkung gehabt habe, als zunächst erwartet, da sie den Weg für viele weitere Wrestler ebnete, den Move ebenfalls zu nutzen. Gleichzeitig betonte er, dass es nie seine Absicht gewesen sei, Entwicklungen im Wrestling aufzuhalten oder sich als jemand zu positionieren, der Veränderungen blockiert.

Trotz der heutigen Verbreitung des Moves ist Michaels überzeugt, dass seine Version weiterhin einen besonderen Stellenwert hat. Er sieht den „Sweet Chin Music“ nach wie vor eng mit seiner eigenen Karriere verbunden und misst der häufigen Nutzung durch andere keine große Bedeutung bei. Gleichzeitig deutete er an, dass es aus seiner Sicht qualitative Unterschiede gebe und seine Ausführung sich weiterhin von anderen abhebe.

Viraler Moment mit Sexyy Red sorgt für Aufmerksamkeit

Auch ein jüngster Auftritt bei NXT sorgte für Aufmerksamkeit. Michaels war bei „Stand & Deliver“ gemeinsam mit Sexyy Red in einem Segment im Stil von D-Generation X zu sehen, das sich im Anschluss schnell im Internet verbreitete. Rückblickend erklärte er mit einem Augenzwinkern, dass gerade die ungewöhnliche und selbstironische Art des Auftritts für die große Resonanz verantwortlich gewesen sei.

Zugleich hob er hervor, dass Sexyy Red einen entscheidenden Anteil daran hatte, dass der Moment eine so hohe Reichweite erzielte und er dadurch wieder verstärkt ins Gespräch kam. Insgesamt zeigte sich Michaels humorvoll und machte deutlich, dass er sich der besonderen Wirkung seines Auftritts bewusst ist und diesen trotz der eigenen Selbstironie als unterhaltsame Erfahrung betrachtet: „Ja, es ist einfach nur Unsinn. Es ist absoluter Unsinn, einem 60-Jährigen dabei zuzusehen, wie er da hinausgeht und versucht, sich so zu bewegen, als wäre er 25 oder 35, was einfach unmöglich ist. Aber es hat Spaß gemacht.“

Neue Dokumentation über Shawn Michaels angekündigt

Neben diesen Aussagen wurde auch eine kommende Dokumentation bestätigt. Am 13. April soll auf Peacock der Film „The Heartbreak Kid: Becoming Shawn Michaels“ erscheinen. Die Produktion wird sowohl seine Karriere im Wrestling als auch persönliche Herausforderungen wie seine Suchtprobleme sowie seine heutige Rolle bei NXT thematisieren.

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