WWE-Legende Shawn Michaels hat sich erstmals öffentlich zu den Anschuldigungen seines langjährigen Rivalen Bret Hart geäußert, wonach er und der frühere WWE-Chef Vince McMahon ein Liebespaar gewesen seien. In der Masked Man Show bestritt Michaels die Darstellung im Vorfeld von WrestleMania 42 deutlich und zeigte sich bemüht, den Konflikt nicht weiter zu befeuern.
Harts umstrittene Aussage aus dem November 2025
Ausgelöst wurde die neue Eskalation der jahrzehntelangen Fehde durch einen Auftritt Bret Harts in der JohnnyIPro Show im November 2025. Dort formulierte der kanadische Hall of Famer eine These, die selbst im an Skandalen reichen Wrestling-Geschäft ungewöhnlich weit geht. Hart rief Michaels dabei direkt zu einem öffentlichen Bekenntnis auf.
Wörtlich erklärte Hart:
„Ich glaube, dass Shawn und Vince miteinander geschlafen haben. Ich sag’s dir ganz offen: Ich glaube, ich liege hier ziemlich nah an der Wahrheit. Shawn und Vince waren ein Paar. Ich bin absolut ehrlich. Wenn ich zurückblicke, ist es, als wäre ich zwischen zwei Liebenden gefangen gewesen, und ich wurde über den Tisch gezogen und betrogen, und Shawn war so neidisch und eifersüchtig auf meine Position, dass er schließlich mit Vince schlafen musste, um sie zu bekommen. Ich würde es Shawn sagen, wenn er hier wäre. Ich würde mir eigentlich wünschen, dass Shawn reinen Tisch macht und sagt: ‚Hör mal, wir waren ein Paar.‘ Denn ich bin mir sicher, dass sie es waren. Wenn ich hier entweder Vince oder Shawn sehen würde, würde ich sagen: ‚Ich glaube, ihr wart ein Paar.'“
Shawn Michaels‘ Reaktion
Nach monatelangem Schweigen nahm Shawn Michaels im Rahmen seines Auftritts in der Masked Man Show zu den Vorwürfen Stellung. Auslöser war die Frage nach dem letzten persönlichen Kontakt mit Bret Hart sowie nach den Inhalten des Hart Interviews. Michaels schilderte zunächst die letzte Begegnung bei der WWE Hall of Fame, die nach seinen Worten im Vorjahr stattfand und bei der sich beide eine Umkleidekabine teilten.
Michaels führte aus: „Das letzte Mal, dass wir uns unterhalten haben, war, glaube ich, letztes Jahr bei der Hall of Fame. Ja, genau, denn wir waren in derselben Umkleidekabine und ich habe ihm geholfen, seine Hosenträger anzulegen. Ich meine das positiv, es war einfach so eine Sache. Er trug zum ersten Mal in seinem Leben Hosenträger, und ich hatte schon mal welche getragen. Wir haben uns also unterhalten, und kurz darauf hörte ich, wie er behauptete, ich hätte etwas mit Vince am Laufen. Das ist nie passiert. So ist das Wrestling-Geschäft, ich weiß gar nicht mehr, was davon echt ist. Ich bin mir nie sicher, was da draußen so kursiert, um die Leute aufzuhetzen oder die Dinge größer zu machen, als sie sind. Ich schenke dem einfach nicht viel Glauben.“
Schwerpunkt auf NXT und das eigene Leben
Statt in einen öffentlichen Schlagabtausch einzusteigen, lenkte Michaels den Blick auf seine Rolle bei NXT und sein Privatleben. Er verwies darauf, dass er sich bewusst von Negativität fernhalte und dem Unternehmen, das ihn geprägt habe, etwas zurückgeben wolle. Michaels räumte dabei ein, dass diese Haltung medial wenig Resonanz erzeuge. Er betonte:
„Ich weiß nur, dass wir uns in der Umkleide ganz nett darüber unterhalten haben, wie man Hosenträger richtig anlegt. Danach ist er gegangen, und offenbar gibt es Dinge an mir, die ihm nicht gefallen. Das kann ich akzeptieren, denn es gibt nun einmal vieles, was Menschen aneinander stört. Heute hat jeder das Recht, zu allem eine eigene Meinung zu haben, und das nehme ich niemandem krumm. Ich konzentriere mich lieber auf mich selbst und mein eigenes Leben. Wir sind eine glückliche Familie, wir haben eine großartige Zeit bei NXT, und ich gebe alles, um dem Geschäft, dem ich so viel verdanke, etwas zurückzugeben. Das klingt vermutlich langweilig, weil positive Nachrichten weder Klicks bringen noch zum Binge-Watchen einladen, aber ich führe ein glückliches und erfülltes Leben. Manche mögen das als todlangweilig empfinden, doch mir ist diese Lebensweise deutlich lieber als das Gegenteil.“
Eine klare Botschaft
Am Ende seiner Ausführungen formulierte Michaels eine Aussage, die im Kontext der Fehde besondere Wirkung entfaltet, auch wenn er sie ausdrücklich nicht auf eine konkrete Person bezogen wissen wollte. Die Worte lesen sich dennoch wie eine indirekte Positionierung gegenüber dem permanent sticheligen Tonfall seines einstigen Rivalen.
Michaels erklärte: „Ich sage immer, ich will kein verbitterter, mürrischer alter Knacker werden. Ich finde, davon gibt es schon genug. Damit möchte ich nicht andeuten, dass irgendjemand so ist, ich meine nur, dass ich das Leben lieber als ‚das Glas ist halb voll‘ betrachte und von da aus weitermache.“
Auch Jim Ross und Kevin Nash weisen Behauptungen zurück
Mit seinen Aussagen steht Hart nicht nur im Konflikt mit Michaels, sondern er ist auch zunehmend isoliert im Umfeld der damaligen WWE-Generation. In den vergangenen Monaten haben mehrere prominente Namen Harts These einer Liebesbeziehung zurückgewiesen, wie aus einer Quelle hervorgeht. Dazu zählen der ehemalige WWE-Kommentator Jim Ross und Michaels‘ langjähriger Freund Kevin Nash. Sie stellten jeweils öffentlich klar, dass sie die Darstellung eines Verhältnisses zwischen Michaels und McMahon nicht teilen.
Wir alle wissen vom „Montreal Screwjob”, dass Shawn Michaels an dem Abend mithilfe von Vince Bret Hart betrogen hat. So etwas macht etwas mit einem. Ich kann Bret Hart da schon verstehen, dass er nachtragend ist und es dann zu solchen Gerüchten kommt.
Keiner wird gerne hintergangen, das ist klar. Aber nach 30 Jahren sollte auch mal gut sein…!
„Ich sage immer, ich will kein verbitterter, mürrischer alter Knacker werden. Ich finde, davon gibt es schon genug. Damit möchte ich nicht andeuten, dass irgendjemand so ist…“ – Doch, Shawn, willst du. Und das ist das Problem mit passiv-aggressiver Kommunikation – die Leute werden dem offenen Wort immer mehr glauben, unabhängig was am Ende wahr ist.
Hart immer noch nicht verstanden, wie Showkämpfe funktionieren? Das war nicht Olympia, es ist Unterhaltung, und der Boss entscheidet, wer am Ende gewinnt. Hart hat das Ganze irgendwie immer ne Ecke zu ernst genommen.
The best Grumpy Guy there is. Es ist echt schade, was aus Hart geworden ist … Sind es die vielen Schläge, Bumps und Schicksalsschläge im Laufe seiner Karriere, die jetzt Nachwirkungen zeigen, oder warum ist er über die Jahre zu so einem verbitterten alten Mann mutiert?
Vielen wurden immer übergroße Egos nachgesagt… vor allem der „Clique“ um HHH und Shawn Michaels, oder auch dem Undertaker…
Shawn hat sich da im laufe der Zeit und mit zunehmendem Alter gewandelt. Er hat längst keine Eigeninteressen mehr, will mit anderen zusammen arbeitne um etwas entstehen zu lassen und ein normales Familienleben führen.
Bei Bret ging die Entwicklung genau in die andere Richtung. Er gehörte auch früher schon zu denen mit übergroßem Ego (bei wem war das nicht so der oben Stand in den 90ern und ersten 2000er Jahren?). Aber mit jedem weiteren Jahr wurde sein Ego eher größer und vor allem… „verletzter“. Bekam angeblich nicht genug Anerkennung bei Vince und dem WWE Lockerroom. (und natürlich wollte er mehr Geld). Wollte dann zu WCW wechseln wo man ihm alles versprach was er wollte. Aber statt sich dem „Geschäft“ zu beugen, wollte er seinen Kopf durchsetzen. Nicht den Titel niederlegen, bzw abgeben vor eigenem Publikum… warum denn nicht lieber Bret? Andere haben auch schon große Niederlagen vor heimischen Publikum erlitten. Wäre ihm schon kein Zacken aus der Krone für abgebrochen.
Folge war der Screwjob, der natürlich totaler Mist war, von allen beteiligten. Shawn war da aber eher noch am wenigsten schuldig. Vince war der Boss, nicht Shawn. Und an den Reaktionen damals konnte man auch klar erkennen das Shawn so auch nicht wirklich damit einverstanden war, er war sauer. Das sah man auch im Ring nach dem Matchende. Wäre Bret nicht so stur gewesen und hätte sich einfach mal gebeugt, wäre das alles nicht passiert. Was Vince da machte war natürlich schlimmer, aber er ist nunmal der Chef und wenns der letzte Arbeitstag ist… man macht was der Chef sagt, das hat was mit Respekt zu tun, und den hat Bret als erstes verweigert. Kreative Kontrolle hin oder her.
Alle anderen haben nach dem Srewjob dann „weiter“ gemacht, es recht bald abgehakt und weiter ging die Show… nur Bret nicht. Der lässt es nicht ruhen. Das selbe gilt für den Goldberg vorfall. War Goldberg Schuld? Jap! ISt der unfähig im Ring? Jap. Hilft es da noch 30 Jahre später drüber zu heulen irgendwem weiter? Sicher nicht.
Shawn hat recht bald nur noch nach „vorne“ geschaut. Bret nur noch zurück. Und darum ist der eine zufrieden, der andere verbittert.
Für Brett war Wrestling auch immer was anderes als „nur“ Show-Business… aber genau das ist es nunmal, nicht weniger aber auch nicht mehr als das. Er tut halt die meiste Zeit so als hätte man ihm einen wichtigen sportlichen Erfolg verwehrt oder dergleichen.
Ist einfach bedauerlich wie Bret so drauf ist, und auch wenig nachvollziehbar wie man umherlaufen kann und so einen Quatsch erzählen das Vince und Shawn ne sexuelle Beziehung hatten… was soll das bloß? Nur um da irgendwie nachzutreten, was bringt ihm das denn? Das wirkt halt auch schon leicht „irre“ manchmal.