Seth Rollins über Reha, WrestleMania 42 und das nie erzählte Shield-Kapitel

Seth Rollins blickt auf den Ring bei WrestleMania

Seth Rollins arbeitet nach seiner Schulterverletzung intensiv an einem möglichen Comeback und hat dabei klar WrestleMania 42 im Blick. Die Verletzung hatte sich Rollins während seines Matches gegen Cody Rhodes bei WWE Crown Jewel 2025 zugezogen. Infolge dessen musste er den World Heavyweight Championship Titel abgeben und eine längere Pause einlegen.

Bei „The Sal Licata Show“ sprach Rollins offen über seinen aktuellen Reha-Status und machte deutlich, dass eine Rückkehr nicht allein von seinem eigenen Willen abhängt. Wörtlich erklärte er: „Letztendlich liegt die Entscheidung nicht bei mir. Ich mache alles, was man mir aufträgt, versuche, alle meine Ziele in Bezug auf die Rehabilitation zu erreichen, und bereite mich vor.“

Rollins betonte zugleich, welche Bedeutung WrestleMania für ihn grundsätzlich hat und dass auch WrestleMania 42 für ihn ein klares Ziel darstellt: „Wenn man in unserem Beruf tätig ist, ist WrestleMania immer das Hauptziel. Ja, ich habe WrestleMania im Blick und würde gerne auf irgendeine Weise daran beteiligt sein. Letztendlich liegt die Entscheidung jedoch nicht bei mir.“

Entscheidend sei am Ende ausschließlich die medizinische Einschätzung. Rollins stellte klar: „Der Arzt muss diese Entscheidung treffen und mir mitteilen, ob ich dazu in der Lage bin. Wenn der Zeitplan passt, werden wir sehen.“

In den beiden Jahren zuvor hatte Rollins jeweils eine zentrale Rolle bei WrestleMania eingenommen. 2024 stand er im Main Event des ersten Abends gemeinsam mit Cody Rhodes gegen Roman Reigns und The Rock im Ring. 2025 gewann er ein Triple Threat Match gegen CM Punk und Roman Reigns. Vor diesem Hintergrund wäre eine Abwesenheit bei WrestleMania 42 sportlich wie symbolisch ein deutlicher Einschnitt.

Warum das Shield-Triple-Threat nie bei WrestleMania stattfand

Neben seinem möglichen Comeback sprach Rollins in derselben Show auch über ein lange diskutiertes Thema aus der WWE-Geschichte. Er erklärte, warum es nie zu einem Shield-Triple-Threat Match bei WrestleMania kam.

Rollins bestätigte, dass es ursprünglich konkrete Überlegungen gab, The Shield bereits bei WrestleMania 30 aufzulösen. Dabei sei zunächst ein anderes Szenario geplant gewesen: „Ja, das war ein Gedanke. Ein kleiner Insider-Tipp: Ursprünglich sollte die Auflösung von The Shield bei WrestleMania 30 stattfinden. Roman Reigns sollte gegen Dean Ambrose (Jon Moxley) antreten, und ich sollte als Special-Guest-Referee fungieren. Ich hätte nicht einmal an dem Match teilgenommen.“

Diese Version wurde letztlich verworfen, was Rollins rückblickend ausdrücklich begrüßte. Die Gruppierung blieb noch einige Monate zusammen und war unter anderem in die bekannte Fehde mit Evolution eingebunden. Dazu sagte Rollins: „Zum Glück wurde diese Idee verworfen. Wir hatten letztendlich ein ziemlich gutes nächstes Jahr. Zwar kein ganzes Jahr, aber immerhin ein paar Monate mehr. Wir hatten die Six-Man-Teams mit Evolution dabei, die wirklich gut waren.“

Battleground statt WrestleMania als große Enttäuschung

Das tatsächliche Shield-Triple-Threat Match fand schließlich 2016 bei WWE Battleground statt und nicht bei WrestleMania. Rollins erklärte, dass diese Entscheidung nicht von den beteiligten Wrestlern selbst getroffen wurde und bei allen drei Mitgliedern für Frustration sorgte: „Wenn ich mich nicht irre, haben wir das Triple Threat Match schließlich zufällig bei einem Battleground Pay-per-View bestritten. Und wir alle drei, Roman, Dean und ich, waren gegen die Idee, das Triple Threat Match bei Battleground zu bestreiten, weil wir der Meinung waren, dass es ein WrestleMania-Main Event war. Wir wurden von unserem damaligen Oberhaupt überstimmt, das mittlerweile nicht mehr Teil dieser Organisation ist.“

Für Rollins bleibt dieses Match bis heute ein persönliches Bedauern. Er formulierte es unmissverständlich: „Bis heute bedaure ich es – zumindest für mich – sehr, dass wir dieses Match nicht richtig ausgetragen und die richtige Geschichte beim größten Pay-per-View-Event des Jahres erzählen konnten.“

Zum Abschluss fasste er seine Sicht noch einmal zusammen: „Das war’s also. Das ist meine Geschichte. Es gab viele Gespräche darüber, warum es passiert ist, wann es passiert ist, wann es hätte passieren sollen. Und ich bedaure, dass wir es nicht richtig gemacht haben.“

Shield-Reunion laut Rollins kaum vorstellbar

Nur wenige Tage zuvor hatte Rollins bereits gegenüber GQ erklärt, dass eine vollständige Wiedervereinigung von The Shield aus seiner Sicht äußerst unwahrscheinlich sei – wir berichteten.