Royce Keys hat im Podcast „What’s Your Story?“ von Stephanie McMahon ausführlich über seine sportlichen Ambitionen, sein überraschendes Debüt beim Royal Rumble 2026 sowie über einschneidende persönliche Erfahrungen gesprochen. Das Gespräch zeigt einen Superstar, der seine Karriere langfristig plant und gleichzeitig offen über schwere Momente seines Lebens berichtet.
„Ich habe vor, Dinge umzuschreiben“ – Keys über seine WWE-Pläne
Sein Debüt beim Royal Rumble 2026 bezeichnete Keys als Traum, der wahr geworden sei. Gleichzeitig stellte er unmissverständlich klar, dass er sich mit diesem Moment nicht zufriedengibt. Wörtlich erklärte er: „Zu denken, dass ich meine Träume verwirkliche. Ich sage den Leuten, dass ich damit nicht zufrieden bin. Ich liebe es, es ist ein großartiger Einstieg. Aber ich habe vor, Dinge umzuschreiben und so lange hierzubleiben, bis ich sage: ‚Weißt du was, ich glaube, ich möchte mich zurückziehen. Ich möchte diesem Unternehmen auf andere Weise helfen.‘“
Für ihn sei die WWE kein Zwischenstopp, sondern der Ort, an dem seine Karriere enden solle. Er betonte, dass er konkrete Ziele und Pläne niedergeschrieben habe. Championship-Gold, Dominanz und eines Tages die Aufnahme in die WWE Hall of Fame gehören zu seinen langfristigen Vorstellungen. Zugleich könne er sich nach seiner aktiven Laufbahn eine Tätigkeit hinter den Kulissen vorstellen.
Sein Debüt habe sogar seine eigenen Erwartungen übertroffen. „Das ist eine Wahnsinns-Einführung, besser, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich wusste, dass es großartig werden würde, aber es war sogar noch besser, als ich gedacht hatte. Aber das ist noch nicht alles. Ich habe noch so viel mehr zu bieten. So viel mehr. Ich möchte noch mehr unterhalten“, erklärte Keys.
Vor seinem WWE-Wechsel stand er fast sechs Jahre bei AEW unter Vertrag und gewann dort unter anderem die TNT Championship sowie die Trios-Titel. Diese Erfahrungen sieht er als Fundament für den nächsten Karriereschritt.
Streng geheimes Debüt in Saudi-Arabien
Besonders eindrücklich schilderte Keys die Maßnahmen, mit denen die WWE sein Royal-Rumble-Debüt geheimhielt. Das Event fand 2026 in Saudi-Arabien statt. Keys berichtete, dass er in einem abgeschirmten Bereich untergebracht worden sei und zunächst selbst nicht verstand, weshalb diese Vorsichtsmaßnahmen notwendig waren: „Ich habe Paul erzählt, als er in mein Versteck in Saudi-Arabien kam,“ erinnerte sich Keys. Als er Triple H fragte, ob er das Fitnessstudio des Hotels nutzen dürfe, habe eine längere Stille eingesetzt. „Ich sagte: ‚Hey, meinst du, ich könnte vielleicht das Fitnessstudio des Hotels nutzen?‘ Etwa fünf Sekunden Stille. Ich dachte: ‚Verdammt.‘ Dann sagte er: ‚Nun …‘ und es folgte weitere Stille.“
Schließlich sei ihm erklärt worden, dass man auf keinen Fall riskieren wolle, dass ihn jemand vor dem Rumble sehe. „Er sagte: ‚Wir wollen nicht, dass man dich sieht, du bist eine Überraschung. Wenn es einmal raus ist, ist es einfach raus.‘ Ich habe das verstanden.“ Stattdessen habe man ihm Trainingsgeräte ins Zimmer bringen lassen, darunter eine Bank, Widerstandsbänder und Hanteln.
Keys betrat den Royal Rumble als Nummer 14, eliminierte Damian Priest und setzte damit ein klares Zeichen. Die geschilderten Abläufe verdeutlichen, wie konsequent WWE Überraschungsmomente bei Großveranstaltungen schützt.
Unterstützung durch Cody Rhodes und CM Punk
Neben sportlichen Themen sprach Keys offen über den Tod seiner Mutter im Jahr 2021, als er noch bei AEW aktiv war. Als sich ihr Gesundheitszustand dramatisch verschlechterte, wandte er sich an Cody Rhodes. Obwohl dieser gerade erst Vater geworden war, habe er sofort reagiert und ihn unterstützt. Diese Reaktion habe für Keys große Bedeutung gehabt.
Nur rund einen Monat nach dem Tod seiner Mutter stand er bei AEW in einem Match gegen CM Punk im Ring. Punk habe ihm vor dem Match verdeutlicht, dass Wrestling in diesem Moment zweitrangig sei und seine Mutter sinngemäß in der ersten Reihe sitze. Nach dem Match widmete Punk den Moment ausdrücklich ihr. Keys beschrieb diese Szene als emotional überwältigend.
„Er hat sich geopfert, um mich zu retten“ – Der Tod seines Bruders
Besonders bewegend waren Keys’ Aussagen über den Tod seines Bruders. „Mein Bruder war ein großer Drogendealer. Er hat sein Leben verloren, um mich zu retten“, erklärte er offen. Die Erinnerung an diesen Moment sei bis heute präsent. „Er hat sich geopfert, um mich zu retten. Ich sehe es immer noch vor meinem inneren Auge, wie er dort lag und um sein Leben kämpfte.“
Er sprach auch über langjährige Schuldgefühle. „Ich habe mich so viele Jahre lang schuldig gefühlt. Ich habe mich schuldig gefühlt, weil ich so sein wollte wie er. Aber gleichzeitig hätte ich ohne ihn bestimmte Dinge in meiner Kindheit nicht gehabt.“ Bestimmte Geräusche oder Situationen erinnerten ihn noch heute an seinen Bruder.
Keys machte deutlich, dass ihn Gewalt, Bedrohungen und existenzielle Krisen geprägt hätten. Dennoch sehe er sich heute in einer Position, in der er seine Geschichte teilen wolle, um anderen Hoffnung zu geben. Gerade in einem Umfeld, in dem Offenheit über persönliche Probleme nicht selbstverständlich gewesen sei, wolle er ein Zeichen setzen.
Klare Vision für die Zukunft
Royce Keys verbindet sportliche Ambitionen mit einer klaren Lebensperspektive. Sein Ziel ist eine langfristige, prägende WWE-Karriere, die ihn sportlich an die Spitze führen soll. Gleichzeitig nutzt er seine Plattform, um über persönliche Verluste zu sprechen und Verantwortung zu übernehmen. Das Royal-Rumble-Debüt 2026 war für ihn ein Anfang. Seine Aussagen im Podcast zeigen jedoch, dass er bereits weit über diesen Moment hinausdenkt.
So groß war die Überraschung nun auch nicht.
Da zeigt sich erneut, was für ein mieser Charakter Punk… ne, Moment…