Royce Keys hat sich erstmals ausführlicher zu seiner Entscheidung geäußert, All Elite Wrestling nach mehreren Jahren zu verlassen und seine Karriere bei WWE fortzusetzen. Der frühere Powerhouse Hobbs machte deutlich, dass sein Abschied nicht auf einen einzelnen Auslöser zurückzuführen gewesen sei. Neben beruflichen Überlegungen hätten auch mehrere persönliche Gründe eine Rolle gespielt.
Im Interview mit dem Radiosender 107.7 The Bone erklärte Keys, dass WWE für ihn bereits seit seiner Kindheit das große Ziel gewesen sei. Als sich die Möglichkeit zu einem Wechsel ergeben habe, habe er deshalb nicht lange überlegen müssen.
Er habe vermeiden wollen, zu einem späteren Zeitpunkt auf seine Karriere zurückzublicken und sich zu fragen, was möglicherweise passiert wäre, wenn er diese Gelegenheit nicht wahrgenommen hätte.
WWE-Traum gab für Royce Keys den Ausschlag
Nach Darstellung von Keys war die Aussicht, tatsächlich WWE-Superstar zu werden, letztlich der entscheidende Faktor. Er habe schon als Kind davon geträumt, eines Tages für das Unternehmen anzutreten. Die Chance, diesen langjährigen Wunsch zu verwirklichen, sei für ihn daher weit mehr als lediglich das Angebot einer anderen Wrestling-Promotion gewesen.
Keys bezeichnete WWE sinngemäß als die größte Plattform im Professional Wrestling und Sports Entertainment. Als die Möglichkeit zur Vertragsunterzeichnung aufkam, habe er deshalb keinen Grund gesehen, sie ungenutzt verstreichen zu lassen. Er verglich seine damalige Situation mit einem prominenten Sportler in der Free Agency, der erstmals frei über den nächsten großen Schritt seiner Laufbahn entscheiden könne.
Dabei habe Keys bewusst auf sich selbst gesetzt. Seine Haltung sei stets gewesen, eine bedeutende Chance lieber anzunehmen, als aus Angst vor dem damit verbundenen Risiko darauf zu verzichten. Selbst ein möglicher Rückschlag sei für ihn leichter zu akzeptieren als die dauerhafte Ungewissheit darüber, ob der Wechsel zu WWE vielleicht doch der richtige Schritt gewesen wäre.
Abschied von AEW als geschäftliche Entscheidung
Trotz seiner klaren Begeisterung für WWE stellte Keys seine Zeit bei AEW nicht negativ dar. Er verwies darauf, dass er dort weiterhin Freunde habe, mit denen er auch künftig in Kontakt bleiben werde. Gleichzeitig unterschied er jedoch deutlich zwischen persönlichen Beziehungen und geschäftlichen Entscheidungen.
Am Ende habe er das machen müssen, was für Royce Keys und seine weitere Karriere am besten gewesen sei. Aus seiner Sicht sei dies der Wechsel zu WWE gewesen. Seine Aussagen liefern damit keinen Hinweis auf einen öffentlich ausgetragenen Streit mit AEW oder einzelnen Verantwortlichen. Vollständig ausschließen lassen sich persönliche Differenzen allerdings ebenfalls nicht, da Keys ausdrücklich bestätigte, bestimmte private Beweggründe nicht näher erläutern zu wollen.
Sein AEW-Vertrag lief Mitte Januar 2026 aus. Berichten zufolge unterbreitete ihm die Promotion zuvor ein finanziell bedeutendes Angebot für eine Verlängerung. Keys entschied sich dennoch gegen einen neuen Vertrag und wechselte nach Ablauf seiner Vereinbarung zu WWE. Dort trat er beim Royal Rumble am 31. Januar 2026 erstmals unter seinem neuen Ringnamen auf.
Tony Khan würdigte Keys nach dessen Abgang
Auch AEW-Präsident Tony Khan äußerte sich nach dem Wechsel respektvoll über seinen früheren Wrestler. Khan hob hervor, dass Powerhouse Hobbs während seiner Zeit bei AEW eine erfolgreiche Entwicklung durchlaufen und sowohl die TNT Championship als auch die World Trios Championship gewonnen habe. Zugleich wünschte er Keys für dessen weiteren Weg alles Gute.
Die öffentlichen Aussagen beider Seiten vermitteln somit den Eindruck, dass der Abschied trotz der Entscheidung für einen direkten Konkurrenten ohne öffentlich erkennbare Spannungen erfolgte. Keys blickt nicht abwertend auf seine Jahre bei AEW zurück, machte aber ebenso deutlich, dass er seine eigene Zukunft priorisieren musste.

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