Ronda Rousey über geheime AEW-Ankunft: „Ich musste eine Plane tragen“

Ronda Rousey steht im Ring und streckt einen Finger zeigend aus

Ronda Rousey hat sich erstmals ausführlich zu ihrem überraschenden Auftritt bei AEW „Revolution“ geäußert und dabei Einblicke in die Hintergründe gegeben. In ihrem Vlog vom 25. März 2026 schilderte sie, wie es zu ihrem Erscheinen kam und welche Rolle persönliche Verbindungen sowie spontane Entscheidungen dabei spielten. Ihre Aussagen sind insofern relevant, als zuvor berichtet wurde, dass ihr Auftritt keine langfristige Bedeutung für AEW haben sollte.

Bereits zu Beginn machte Rousey deutlich, dass sie ihren Auftritt nicht als Teil eines größeren Plans betrachtet. Vielmehr sei dieser Moment aus einer Kombination aus Timing, Freundschaft und spontanen Umständen entstanden.

Unterstützung für Marina Shafir als zentraler Auslöser

Ein entscheidender Faktor für ihren Auftritt war laut Rousey ihre enge Verbindung zu Marina Shafir. Sie erklärte, dass sie ihre langjährige Freundin bei deren erstem Pay-per-View-Match begleiten wollte. Beide kennen sich bereits aus gemeinsamen Zeiten im Judo, bevor sie später gemeinsam in den MMA-Sport und anschließend ins Pro-Wrestling wechselten.

Rousey machte deutlich, dass hinter ihrem Auftritt eine bewusste Überlegung stand. Sie habe gezielt nach einer Gelegenheit gesucht, Marina Shafir bei einem wichtigen Schritt ihrer Karriere zu unterstützen und diesen Moment gleichzeitig dafür zu nutzen, ihren eigenen bevorstehenden Kampf stärker in den Fokus zu rücken. Aus ihrer Sicht ließ sich beides sinnvoll miteinander verbinden, da sie ohnehin auf dem Weg zu ihrem eigenen Event war und sich daraus eine passende Überschneidung ergab.

Sie betonte zudem, dass sie großen Respekt vor Shafirs Entwicklung habe und überzeugt sei, dass inzwischen mehr Menschen erkennen würden, wie besonders diese sei.

Geheimhaltung bei AEW und ungewöhnliche Ankunft

Ein weiterer zentraler Punkt ihrer Schilderungen betraf die Organisation ihres Auftritts vor Ort. Laut Rousey setzte AEW auf strikte Geheimhaltung, um ihre Anwesenheit bis zum eigentlichen Moment verborgen zu halten. Die Maßnahmen hätten dabei deutlich über das hinausgegangen, was sie erwartet hatte. Sie beschrieb die Situation mit folgenden Worten: „Ich wurde in die Arena gebracht – ich dachte, es würde ein ganz entspannter Tag werden, egal wie. Aber die haben sich so verhalten, als wäre es der Royal Rumble, total geheim. Sie haben mich in einen Rollstuhl gesetzt, eine Plane über mich geworfen und mich da hineingefahren. Ich musste eine Plane tragen.“

Diese Erfahrung ist ihr besonders im Gedächtnis geblieben. Rückblickend kommentierte sie die Situation mit einem Schmunzeln: „Ich dachte mir: Wow, ich bin so froh, dass ich das nicht ständig machen muss.“

Eindrücke von AEW und Vergleich zu WWE

Neben den konkreten Abläufen sprach Rousey auch über ihre Wahrnehmung der Show selbst. Sie erklärte, dass „Revolution“ ihre erste vollständig erlebte AEW-Veranstaltung gewesen sei, nachdem sie zuvor lediglich für Ring of Honor tätig gewesen war.

In ihren Aussagen stellte sie Unterschiede zur WWE heraus und beschrieb die Atmosphäre bei AEW als lockerer. Zudem habe sie das Produkt als weniger eingeschränkt und insgesamt etwas erwachsener wahrgenommen.

Seitenhieb in Richtung TKO Group und eigene Beweggründe

Ein weiterer Aspekt ihrer Ausführungen betraf ihre Haltung gegenüber der TKO Group Holdings. Rousey machte deutlich, dass sie sich bewusst war, dass ihr Auftritt in einem sensiblen Kontext stattfand.

Sie brachte ihre Haltung dazu mit klaren Worten zum Ausdruck und ordnete den Auftritt als eine bewusst gewählte, leicht provokante Aktion ein, die sich gegen die TKO Group richtete. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass die Situation eine gewisse Ironie habe, da die WWE inzwischen auf Netflix zu sehen ist. Aus ihrer Sicht sei es in diesem Fall sinnvoller gewesen, im Nachhinein um Nachsicht zu bitten, anstatt im Vorfeld eine Genehmigung einzuholen. Dabei betonte sie, dass sie den Auftritt eher als eine Form der Unterstützung und Werbung für die Show gesehen habe. Zudem hob sie hervor, dass der Moment nicht im großen Stil beworben worden sei und ihrer Einschätzung nach auch keinen messbaren Einfluss auf die Einschaltquoten gehabt habe, weshalb sie keinen Anlass für größere Probleme sah.

Zusätzlich erklärte sie, dass sie zuvor Gespräche über ein mögliches MMA-Comeback bei der UFC geführt habe, diese jedoch nicht erfolgreich verliefen. Stattdessen arbeitet sie aktuell gemeinsam mit MVP Promotions und Netflix an einem Kampf gegen Gina Carano, der am 16. Mai 2026 übertragen wird.

Einmaliger Auftritt ohne weitere Pläne

Zum Abschluss stellte Rousey klar, wie ihr Auftritt bei AEW einzuordnen ist. Nach ihren eigenen Aussagen und den bisherigen Berichten war dies kein Start für eine neue Zusammenarbeit, sondern eine einmalige Aktion.

Der Auftritt kam zustande, weil sie Marina Shafir unterstützen wollte, der Zeitpunkt passte und sich kurzfristig eine Gelegenheit ergab. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass daraus eine dauerhafte Rolle bei AEW entstehen wird.

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