Ric Flair ist seit Jahrzehnten bekannt für seinen exzessiven Lebensstil außerhalb des Rings. Im Glory Daze Podcast mit Johnny Manziel blickte der 16-fache World Champion auf seine wilde Zeit zurück und erzählte eine bisher unbekannte Geschichte über John Cena.
Während einer WWE-Europatournee in den 2000er-Jahren, als Cena gerade dabei war, sich endgültig als Gesicht der Company zu etablieren, soll er versucht haben, mit Flair mitzuhalten. Laut Flair gab Cena an einem einzigen Abend 10.000 Dollar für Alkohol aus. Flair selbst erklärte, dass er während der gesamten zwölf Tage auf Tour dieselbe Summe verbrauchte, nur um die Partynächte durchzuhalten.
Die exzessiven Ausgaben blieben nicht unbemerkt. Vince McMahon persönlich habe Cena zur Seite genommen und ihn ermahnt. Der damalige WWE-Boss habe klargemacht, dass Cena als Aushängeschild des Unternehmens ein anderes Bild nach außen verkörpern müsse. „Hör zu, ich weiß, dass es Spaß macht, mit Flair zusammen zu sein, aber wir müssen das beenden. Wenn du das Gesicht unserer Firma sein willst, kannst du nicht weiter in diesem Tempo mit ihm feiern“, soll McMahon gesagt haben. Flair selbst nahm es nicht persönlich und bestätigte, dass WWE in diesem Moment schlicht die Verantwortung gegenüber ihrem größten Star wahrnahm.
Verlorene Rolex-Uhren und chaotische Nächte
Flair nutzte den Podcast auch, um von weiteren Eskapaden zu berichten, die seine Partyjahre prägten. Eine seiner bekanntesten Anekdoten betrifft den Verlust mehrerer Luxusuhren. „Ich habe vier Rolex-Uhren verloren“, sagte Flair und schilderte einen besonderen Vorfall in Baltimore. Er sei nach einer Nacht mit zwei Frauen aufgewacht und habe bemerkt, dass sowohl seine Brieftasche als auch seine Rolex verschwunden waren.
Eine der Frauen erklärte ihm daraufhin, dass er seine Uhr am Vorabend bei einem Essen im Restaurant Sabatino’s selbst in eine Schüssel Spaghetti geworfen habe. Flair habe dies mit der Bemerkung kommentiert, er besitze ohnehin 13 solcher Uhren. Anstatt die Polizei einzuschalten, nahm er den Verlust hin. Für Flair gehörte das Risiko, durch seinen ausschweifenden Lebensstil Geld oder Wertgegenstände zu verlieren, offenbar zum Alltag.
Diese Episode reiht sich in eine lange Liste kurioser Geschichten ein, die Flair im Laufe der Jahre immer wieder mit der Öffentlichkeit teilte. Ob verschwundene Luxusuhren, durchfeierte Nächte oder hohe Rechnungen – sie alle unterstreichen, wie sehr Flair sein „Nature Boy“-Image auch abseits des Rings lebte.
Widersprüchliche Aussagen über Hulk Hogan
Doch in einem Interview mit Ariel Helwani, das ebenfalls am Tag von Hogans Tod aufgezeichnet wurde, stellte er die Situation anders dar. Dort erklärte Flair, dass sein letzter Kontakt zu Hogan bereits zwei Wochen zurückgelegen habe. Über FaceTime habe er mit ihm über eine finanzielle Entscheidung gesprochen, bei der Hogan seinen Rat nicht befolgte. Die widersprüchlichen Angaben sorgten in der Wrestling-Community für Diskussionen.
Die teuerste Bar-Rechnung seiner Karriere
Eine weitere Geschichte aus Flairs Party-Ära drehte sich um seine höchste Bar-Rechnung, die er jemals begleichen musste. Diese ereignete sich in Baltimore zur Zeit des Crockett Cups, einem traditionsreichen Wrestling-Turnier, das in den 1980er-Jahren von Jim Crockett Promotions veranstaltet wurde.
Flair erzählte, wie er nach einer Promo zahlreiche junge Frauen ohne Begleitung ins Harbor Master Marriott eingeladen habe. Das Hotel machte eine Ausnahme und öffnete die Bar nach Geschäftsschluss erneut nur für ihn und seine Gäste. Die Feier dauerte bis sechs Uhr morgens.
Am nächsten Tag erwartete ihn eine Rechnung über 8.000 Dollar. Als er versuchte, die Summe mit seiner Kreditkarte zu bezahlen, wurde diese sofort abgelehnt. In seiner Not wandte sich Flair an den Promoter, der ihm half, die gewaltige Rechnung zu begleichen. Diese Episode zeigt, wie sehr Flair für seine Exzesse bekannt war und dass selbst er manchmal an die Grenzen seiner finanziellen Möglichkeiten stieß.