Rund um WWE Women’s Champion Rhea Ripley gibt es weiterhin zahlreiche offene Fragen. Während die Titelträgerin aufgrund einer Knieverletzung untersucht wird und inzwischen nicht mehr auf dem offiziellen Night of Champions Poster zu sehen ist, berichtet Bryan Alvarez vom Wrestling Observer zudem über erhebliche Visaprobleme innerhalb der WWE.
Rhea Ripley nicht mehr auf dem WWE Night of Champions-Poster
Am 8. Juni veröffentlichte WWE das erste offizielle Poster für Night of Champions 2026, das am 27. Juni in Riad stattfinden wird. Auf dem Werbemotiv waren Undisputed WWE Champion Cody Rhodes, WWE Women’s Champion Rhea Ripley, Women’s World Champion Liv Morgan sowie United States Champion Trick Williams zu sehen.
Am 16. Juni erschien jedoch eine aktualisierte Version des Posters. Rhea Ripley war darauf nicht mehr vertreten. Ihren Platz nahm Women’s United States Champion Tiffany Stratton ein.
Tiffany Stratton Replaces Rhea Ripley On WWE Night Of Champions 2026 Poster In Wake Of Injury Concerns https://t.co/iRuKnH1fxv
— Fightful Wrestling (@Fightful) June 16, 2026
Die Änderung erfolgt wenige Tage nachdem die WWE-Kommentatoren Wade Barrett und Joe Tessitore bei SmackDown am 12. Juni bekannt gegeben hatten, dass Ripley aufgrund einer Knieverletzung untersucht wird. Die Verletzung zog sie sich bei ihrer Titelverteidigung gegen Jade Cargill bei Clash in Italy zu.
Das Match dauerte knapp 17 Minuten und endete zwar mit einem Sieg für Ripley, offenbar jedoch nicht ohne körperliche Folgen. Zum Zeitpunkt der Poster-Änderung war für Ripley ohnehin noch kein Match bei Night of Champions offiziell angekündigt worden. Dennoch sorgt ihre Entfernung vom Werbematerial für zusätzliche Fragezeichen hinsichtlich ihres aktuellen Gesundheitszustands und möglicher WWE-Pläne.
Unsicherheit vor dem SummerSlam
Nach Informationen von WrestleVotes wartet die WWE derzeit auf genauere Erkenntnisse darüber, wie lange Ripley ausfallen könnte. Angeblich wird sogar intern diskutiert, ob sie den SummerSlam am 1. und 2. August in Minneapolis verpassen könnte.
Ein längerer Ausfall würde mehrere kreative Pläne beeinflussen. WrestleVotes berichtete, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt intern ein Match zwischen Charlotte Flair und Jade Cargill für den SummerSlam vorgesehen gewesen sein soll. Sollte Ripley nicht rechtzeitig fit werden, könnte dieses Vorhaben jedoch geändert werden, um stattdessen einen Titelkampf um die WWE Women’s Championship auf die Card zu bringen.
Zusätzlich berichtete das Portal False Finish, dass intern auch ein Match zwischen Rhea Ripley und Jacy Jayne von Fatal Influence als mögliche SummerSlam-Paarung vorgeschlagen worden sei.
Ripley wird aktuell weiterhin regelmäßig medizinisch untersucht. Ein konkreter Zeitplan für ihre Rückkehr existiert bislang jedoch nicht. Bisher hat die WWE sie jedoch von keinem bevorstehenden Event offiziell gestrichen.
WWE kämpft mit Visaproblemen
Neben den Verletzungssorgen berichtete Bryan Alvarez im Wrestling Observer über ein weiteres Problem hinter den Kulissen. Demnach soll WWE derzeit mit erheblichen Visaproblemen bei mehreren Talenten zu kämpfen haben.
Welche Wrestler konkret betroffen sind und wie lange die Schwierigkeiten anhalten könnten, wurde bislang nicht bekannt gegeben. Das Thema betrifft allerdings aktuell mehrere Wrestling-Promotions.
Auch AEW hat zuletzt mit ähnlichen Problemen zu kämpfen gehabt. So konnten Komander und The Beast Mortos aufgrund von Visa-Angelegenheiten zeitweise nicht in den Vereinigten Staaten auftreten. Mortos hält gemeinsam mit Sammy Guevara die ROH World Tag Team Championship. Um die Titel dennoch einzusetzen, ließ AEW beziehungsweise ROH eine Titelverteidigung in der Arena México stattfinden. Dort besiegten Guevara und Mortos das Team aus El Hijo del Villano III und Villano III Jr.
Bereits im April meldete auch Stardom vergleichbare Schwierigkeiten. Die Wrestlerinnen Maki Itoh, Yuria Hime und Fuwa-chan konnten wegen eines ungewöhnlich langwierigen Visumverfahrens nicht wie geplant zum WrestleMania-Wochenende in die USA reisen.
Für WWE kommt die Situation zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Das Unternehmen bemüht sich weiterhin darum, zusätzliche Talente von AAA unter Vertrag zu nehmen und deren Einsätze in den Vereinigten Staaten organisatorisch vorzubereiten. Vor allem mit Blick auf kommende Veranstaltungen könnte die Visa-Situation deshalb noch eine wichtige Rolle spielen. Als möglicher Bezugspunkt gilt unter anderem Triplemania am 11. September in Las Vegas.

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