Rezar spricht über WWE-Spannungen, Entlassung von AOP und BKFC-Ausbruch
Der frühere WWE-Star Rezar hat in einem Interview ausführlich über seine Zeit im Unternehmen, interne Konflikte sowie aktuelle Entwicklungen in seiner Kampfsportkarriere gesprochen. In der „Ariel Helwani Show“ schilderte er sowohl Backstage-Probleme während seiner WWE-Zeit als auch die Hintergründe zur Entlassung der Authors of Pain und seinen emotionalen Ausbruch nach einem Sieg in der Bare Knuckle Fighting Championship. Die Aussagen geben einen umfassenden Einblick in mehrere prägende Phasen seiner Karriere.
Spannungen hinter den Kulissen während WWE-Zeit
Rezar machte deutlich, dass seine Zeit bei WWE nicht nur von Erfolgen im Ring geprägt war, sondern auch von Konflikten im Backstagebereich. Besonders erfahrene Wrestler hätten ihm gegenüber eine ablehnende Haltung eingenommen, da er nicht den klassischen Weg über die Independent-Szene gegangen war. Diese Situation habe von Beginn an für Spannungen gesorgt:
„Das hat sich gegen mich gewendet. Hinter den Kulissen mochten sie mich nicht, vor allem nicht die Wrestler, die schon seit 16 Jahren im Geschäft waren und es endlich ins Performance Center geschafft hatten. Sie hatten keinen Respekt davor. Sie mochten keine Typen, die sich im Wrestling-Geschäft nicht hochgearbeitet hatten – in den Bingohallen und so weiter. Das gefiel ihnen nicht. Aber was sollte ich machen? Ich habe nicht darum gebettelt, dorthin zu kommen. Die WWE wollte mich. Ich habe nicht die Indy-Szene durchlaufen.“
Trotz dieser Situation ließ sich Rezar eigenen Angaben zufolge nicht unter Druck setzen. Er erklärte, dass es zwar Versuche gegeben habe, ihn zu testen, diese jedoch schnell nachgelassen hätten: „Haben sie mir das Leben schwer gemacht? Ja, das haben sie versucht. Aber letztendlich wussten sie, dass ich ein echter Killer bin, also wollten sie sich hinter der Bühne auch nicht allzu sehr mit mir anlegen.“
Rezar debütierte 2016 gemeinsam mit Akam bei NXT als Teil der Authors of Pain und etablierte sich rasch als dominantes Tag Team. Nach mehreren Phasen bei WWE, einschließlich Entlassungen und Comebacks, wandte er sich schließlich vollständig dem Kampfsport zu. Rückblickend betonte er, dass seine Karriere bei WWE auch stark von Ereignissen außerhalb des Rings geprägt war.
Backstage-Vorfall führte zur Entlassung der Authors of Pain
Neben den allgemeinen Spannungen sprach Gzim Selmani, ebenfalls Teil der Authors of Pain, über die konkreten Umstände, die zur Trennung von WWE führten. Laut seinen Aussagen geht der Vorfall auf eine Situation während der WWE-Weihnachtstour im Dezember 2024 zurück.
Während einer Serie von Matches gegen The Wyatt Sicks kam es zu einer Eskalation, als ein Mitglied des gegnerischen Teams versuchte, den geplanten Ablauf des Matches spontan zu verändern. Für Selmani stellte dies eine klare Grenzüberschreitung dar: „Bei einer unserer Holiday-Touren gab es einen Zwischenfall. Jemand hat versucht, mitten im Match die Folge zu ändern. Und das geht für mich einfach gar nicht, vor allem, wenn man erst seit Kurzem im Unternehmen ist und wir schon lange dabei waren. So etwas macht man einfach nicht. Und ja, ich musste das einfach jemandem melden. Und damit war die Sache erledigt.“
Er stellte klar, dass es nicht um Sieg oder Niederlage gegangen sei, sondern um die Missachtung der geplanten Matchstruktur. Die Situation eskalierte schließlich im Backstagebereich: „Sie haben versucht, mitten im Match den Ablauf zu ändern. Ich bin ein Profi. Selbst wenn ich im Ring Prügel einstecken muss, mache ich das. Und wenn du dich wie ein ängstliches kleines Weichei benimmst, dann ist das nicht meine Schuld. Das werde ich dir hinter der Bühne klarmachen.“
Der betroffene Gegner wurde nicht namentlich genannt. Dennoch deutet Selmani an, dass dieser Vorfall eine Rolle beim WWE-Aus der Authors of Pain Anfang 2025 gespielt haben könnte. Unabhängig davon zog er ein positives Fazit seiner Zeit im Unternehmen: „Ich bin zufrieden mit dem, was AOP bei der WWE erreicht hat.“
Zugleich erklärte Selmani, dass er sich im Wrestling nie vollständig wohlgefühlt habe und seine Zukunft eher im Kampfsport sehe. Er feierte kürzlich ein erfolgreiches Debüt in der Bare Knuckle Fighting Championship und richtet seinen Fokus nun auf diese Karriere.
Erklärung für Rezars emotionalen Ausbruch nach BKFC-Sieg
Auch außerhalb des Wrestlings sorgt Rezar derzeit für Aufmerksamkeit. Nach einem K.o.-Sieg gegen Dan Curtin in der Bare Knuckle Fighting Championship kam es zu einem emotionalen Ausbruch im Ring, bei dem er sich verbal gegen das Publikum richtete. In der „Ariel Helwani Show“ erläuterte er die Hintergründe dieses Moments.
Laut Rezar begann die Situation bereits während der Promotion, als die Zuschauer negativ auf ihn reagierten. Diese Reaktion habe ihn stark beeinflusst: „Es ist natürlich Bare Knuckle, da muss man auf alles gefasst sein. Ich wusste von Anfang an, dass ich ihn k.o. schlagen würde, aber während der Promo fingen die Fans an zu buhen und so weiter. So was macht man nicht mit mir – da gehe ich auf dich los. Mir ist es egal, ob das Verhältnis 12.000 zu 1 steht, ich bin total verrückt.“
Er erklärte weiter, dass er kein Problem damit habe, von Fans als Heel wahrgenommen zu werden, auch wenn dies nicht gezielt geplant sei: „Ob es mir gefällt, wenn mich die Leute ausbuhen und ich der Heel bin? Nun, ich versuche, das nicht zu sein, aber so bin ich nun mal. Es macht mir nichts aus. Das ist einfach etwas, woran ich mein ganzes Leben lang gewöhnt war.“
Nach dem Kampf hatte Rezar das Mikrofon ergriffen und sich in einem von Schimpfwörtern geprägten Ausbruch über das Publikum geäußert, wobei er sich selbst als „albanischen Psycho“ bezeichnete. Seine Aussagen und sein Auftreten sorgen aktuell für große Aufmerksamkeit innerhalb der Kampfsportszene.
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