Seit Randy Orton bei WWE SmackDown den Undisputed Champion Cody Rhodes während ihres Vertragsunterzeichnungs-Segments attackierte und dabei eine klare Wendung zum Heel vollzog, steht eine weitere Entwicklung im Mittelpunkt der aktuellen Storyline. Orton wird seither wiederholt in Telefongesprächen mit einer unbekannten Person gezeigt, was innerhalb der Fan-Community zahlreiche Spekulationen über die Identität des Anrufers ausgelöst hat und die Geschichte zusätzlich auflädt.
Spekulationen nehmen durch bekannte Namen weiter Fahrt auf
Im Zentrum der Diskussion steht insbesondere Dwayne „The Rock“ Johnson, dessen Name seit Tagen immer wieder im Zusammenhang mit der geheimnisvollen Rolle genannt wird. Der als „Final Boss“ bezeichnete Superstar war zuletzt im vergangenen Jahr bei WWE Elimination Chamber Teil der WWE-Shows und ist seitdem nicht mehr aufgetreten.
Bei diesem Auftritt stellte er Cody Rhodes ein weitreichendes Angebot, ihn zu seinem „Corporate Champion“ zu machen. Rhodes lehnte dies jedoch ab und machte deutlich, dass er nicht bereit sei, „seine Seele zu verkaufen“. Diese Entscheidung hatte direkte Konsequenzen, denn John Cena wandte sich überraschend gegen Rhodes und schloss sich The Rock an. Diese Entwicklung prägte den weiteren Verlauf der Storyline nachhaltig und bildet weiterhin einen wichtigen Bezugspunkt für aktuelle Spekulationen.
Auch wenn The Rock seitdem nicht mehr im WWE-TV zu sehen war, erscheint seine mögliche Einbindung für viele Beobachter logisch. Die bestehende Verbindung zu Cody Rhodes sowie die zuvor aufgebaute Dynamik sorgen dafür, dass sein Name immer wieder in Diskussionen auftaucht, sobald es um größere Storyline-Wendungen geht.
Einordnung der Gerüchtelage
In der aktuellen Ausgabe von Wrestling Observer Radio griffen Bryan Alvarez und Dave Meltzer die Spekulationen gezielt auf und ordneten sie ein. Während Alvarez davon ausging, dass The Rock hinter den Anrufen stecken müsse, verwies Meltzer auf gegenteilige Informationen aus dem WWE-Umfeld.
„Alle sagen mir, dass es nicht so ist“, sagte Meltzer. „Aber wenn es doch so ist, wird The Rock das natürlich niemandem verraten. Innerhalb des Unternehmens wurde mir das jedoch ziemlich entschieden dementiert. Aber wie ich schon sagte: Wenn es um Dwayne geht, werden es nur drei Leute wissen. Das sind Nick, Paul und Dwayne selbst. Und vielleicht noch ein oder zwei andere, aber es werden nicht besonders viele sein. Wenn er passt, passt er also absolut in die Storyline. Aber mir wurde ausdrücklich gesagt, dass er es nicht ist.“
Mit dieser Aussage macht Meltzer deutlich, dass WWE-interne Quellen eine Beteiligung Johnsons klar zurückweisen. Gleichzeitig weist er jedoch darauf hin, dass mögliche kreative Entscheidungen rund um The Rock nur einem sehr kleinen Personenkreis bekannt wären, was eine vollständige Gewissheit in solchen Fällen grundsätzlich erschwert.
Geheimhaltung als typisches Element großer WWE-Storylines
Die aktuelle Diskussion zeigt auch, wie stark Geheimhaltung bei größeren WWE-Geschichten eine Rolle spielt. Gerade bei potenziellen Auftritten von Topstars wie The Rock werden Informationen häufig bewusst nur wenigen Personen zugänglich gemacht, um Überraschungsmomente zu schützen und maximale Wirkung im TV zu erzielen.
Vor diesem Hintergrund bleibt die Tür für Spekulationen offen, selbst wenn interne Quellen eine klare Richtung vorgeben. Gleichzeitig verdeutlicht die Situation, wie gezielt WWE mit Andeutungen arbeitet, um Diskussionen innerhalb der Fan-Community anzuregen und die Aufmerksamkeit rund um laufende Storylines hochzuhalten.
WrestleMania 42 als zentraler Zielpunkt der Entwicklung
Unabhängig von der Identität des mysteriösen Anrufers ist bereits bestätigt, dass Randy Orton bei WrestleMania 42 auf Cody Rhodes treffen wird. Das Titelmatch um den Undisputed WWE Championship stellt eines der zentralen Duelle der Veranstaltung dar.
Das Premium-Live-Event findet am 18. und 19. April 2026 im Allegiant Stadium statt und bildet den Höhepunkt der aktuellen Entwicklung. Die offene Frage rund um den geheimnisvollen Gesprächspartner sorgt dabei zusätzlich für Spannung und könnte entscheidend dafür sein, wie sich die Storyline in den kommenden Wochen weiter entfaltet.
Aus meiner Sicht ergibt Stephanie McMahon Sinn – vor allem, weil sie bereits im letzten Segment präsent war und daran direkt angeknüpft werden kann.
Wichtig wäre jetzt aber, daraus wirklich eine langfristige Storyline zu entwickeln – und nicht den Weg zu gehen wie bei The Rock, der dann über lange Zeit (mit nur wenigen Ausnahmen) wieder aus den Shows verschwindet.
Auch wenn die The Bloodline-Story irgendwann für einige ermüdend wurde (für mich übrigens überhaupt nicht), ist sie für mich das perfekte Beispiel dafür, wie stark Wrestling sein kann: tief erzählt, mit echten Entwicklungen, Wendungen und langfristigem Aufbau.
Genau das ist für mich echtes Storytelling.