Powerhouse Hobbs und WWE: Chancen und Risiken – Jackie Redmond spricht offen über ihre Grenzen

Powerhouse Hobbs euphorisch vor dem WWE-Logo

Wie bereits mehrfach berichtet, deuten mehrere Berichte darauf hin, dass der frühere AEW-Wrestler Powerhouse Hobbs kurz vor einem Wechsel zur WWE steht. Nach übereinstimmenden Informationen lief sein Vertrag bei All Elite Wrestling in der Nacht vom 14. auf den 15. Januar 2026 um Mitternacht aus. Sollte sich der Wechsel bestätigen, wäre Powerhouse Hobbs einer der auffälligsten Free-Agent-Zugänge des Jahres 2026 und würde eine längere Phase der Spekulationen beenden.

WWE soll Powerhouse Hobbs über Monate umworben haben

Wie Dave Meltzer im aktuellen Wrestling Observer Newsletter berichtet, habe die World Wrestling Entertainment Powerhouse Hobbs über mehrere Monate hinweg intensiv umworben. Dabei sollen Personen aus dem direkten Umfeld des Wrestlers eine zentrale Rolle gespielt haben. Meltzer beschreibt dieses Vorgehen als hartnäckig und gezielt.

Gleichzeitig ordnete Meltzer den möglichen Wechsel auch kritisch ein. Er bezeichnete den Schritt als ein Glücksspiel, da es in der WWE eine große Anzahl an Wrestlern mit vergleichbarer oder sogar stärkerer Physis gebe. Dadurch könne die körperliche Präsenz von Powerhouse Hobbs weniger hervorstechen als zuvor. Zudem merkte Meltzer an, dass es in der WWE in der Regel notwendig sei, entweder ein herausragender Redner zu sein oder eng mit einer Persönlichkeit wie Paul Heyman zusammenzuarbeiten, um langfristig erfolgreich zu bleiben.

Abschied von AEW

AEW-Präsident Tony Khan hielt Powerhouse Hobbs bis zum letzten Tag seines Vertrags regelmäßig im Rampenlicht. Meltzer weist darauf hin, dass Khan diesen Ansatz nicht immer bei Talenten verfolgt habe, deren Verträge auslaufen. Dies könnte darauf hindeuten, dass man intern nicht davon ausging, dass Powerhouse Hobbs AEW tatsächlich verlassen würde.

Geplantes Rebranding und Vergleiche mit früheren AEW-Stars

Intern wird bei der WWE offenbar darüber gesprochen, die Präsentation von Powerhouse Hobbs anzupassen. Dazu zählt laut Meltzer auch die Möglichkeit eines neuen Ringnamens, was dem üblichen Rebranding-Ansatz der WWE entspricht. In diesem Zusammenhang zog Meltzer Vergleiche zu mehreren früheren AEW-Talenten, die inzwischen bei WWE unter Vertrag stehen.

Genannt wurden unter anderem Cody Rhodes, Penta, Rey Fenix, Ethan Page sowie Mariah May, die bei WWE aktuell unter dem Namen Blake Monroe auftritt. Laut Meltzer würden Cody Rhodes, Penta und Ethan Page bei WWE besser eingesetzt als zuvor bei AEW. Für Rey Fenix gelte dies nicht. Bei Blake Monroe seien die Verantwortlichen noch unentschlossen, da sie noch Zeit habe, sich bei WWE zu einem größeren Star zu entwickeln, bislang aber nicht das Niveau erreicht habe, das sie bei AEW innehatte.

Einschätzung zum Karrierezeitpunkt von Powerhouse Hobbs

Dave Meltzer ergänzte, dass der Wechsel angesichts des Alters von Powerhouse Hobbs wahrscheinlich der richtige Schritt sei. Er erklärte, dass Hobbs in der WWE mit neuer Begeisterung und neuem Momentum einen weiteren Anlauf nehmen könne. Im Hinblick auf den bevorstehenden WWE Royal Rumble 2026 merkte Meltzer an, dass die WWE Powerhouse Hobbs entweder bereits bei diesem PLE präsentieren oder seinen ersten Auftritt bewusst für einen späteren Zeitpunkt aufheben könnte.

Bekannte WWE-Persönlichkeit mit klarer Haltung zum Ringgeschehen

Jackie Redmond gehört seit Jahren zu den bekanntesten Gesichtern im Backstagebereich der World Wrestling Entertainment. Trotz ihrer regelmäßigen Präsenz rund um das Geschehen im Ring hat sie aktuell kein Interesse daran, selbst ein vollständiges Wrestling-Match zu bestreiten. Diese Haltung machte Redmond nun in einem Interview deutlich.

Aussagen im Gespräch mit Chris Van Vliet

In einem aktuellen Gespräch mit Chris Van Vliet sprach Jackie Redmond offen über ihre Einstellung zum aktiven Wrestling. Dabei stellte sie klar, dass sie keinerlei Wunsch verspürt, in einem regulären Match anzutreten: „Ich meine, ich habe überhaupt kein Verlangen danach, an einem Match oder so etwas mitzumachen.“

Gleichzeitig erklärte Redmond jedoch, dass sie sich bestimmte körperliche Interaktionen durchaus vorstellen könne, sofern sie zur Situation passen würden. Dabei ging es ausdrücklich nicht um ein vollständiges Match, sondern um kurze, punktuelle Momente: „Vielleicht eines Tages. Ich möchte derzeit nicht in den Ring steigen, aber ich hätte nichts dagegen, jemanden zu ohrfeigen oder selbst einen Bump einzustecken.“

Wunsch nach mehr Intensität im Backstagebereich

Im weiteren Verlauf des Gesprächs sprach Redmond auch über Veränderungen im Umgang zwischen WWE-Superstars und Backstage-Personal. Ihrer Einschätzung nach sei die Intensität früherer Jahre heute seltener zu beobachten. Sie formulierte dabei sehr deutlich, was sie sich persönlich wünschen würde: „Ich wünschte mir, die Superstars würden mich öfter anschreien. Ich will ehrlich sein, das machen wir eigentlich nicht mehr, aber ich will, dass sie mir ins Gesicht springen. Ich will, dass sie gemein zu mir sind. Das wünsche ich mir wirklich, bitte seid gemein zu mir, seid A*schl*cher zu mir.“

Redmond betonte, dass sich diese Aussage ausdrücklich auf die Darstellung und Dynamik im Rahmen einer Storyline bezog und nicht auf reale Konflikte hinter den Kulissen.

2 Kommentare

  1. Interessant ist der Wunsch von Jackie Redmond, einen anderen Umgang mit den Superstars zu finden. Wenn es zur Situation passt, könnte ich mir das vorstellen. Was Hobbs angeht, kann das richtig gut werden, wenn man ihn richtig präsentiert. Eventuell braucht er aber tatsächlich einen Manager/Sprachrohr.

  2. Für Hobbs kann dies kein Nachteil sein.
    In all seinen Jahren bei AEW kann ich mich an kein interessantes Programm mit ihm erinnern. Ob das an ihm liegt oder einfach Powerhäuser:innen nicht zur Company passen, wer weiss.

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