Der WWE Royal Rumble 2026 sorgte nicht nur mit seinen Ergebnissen für Gesprächsstoff, sondern löste auch abseits der Matches deutliche Reaktionen aus. Während das Unternehmen die Veranstaltung intern als Wendepunkt betrachtet, kamen aus der Wrestling-Community sowie von ehemaligen WWE-Persönlichkeiten teils scharfe Worte. Gleichzeitig verdichten sich die Berichte über bewusste Personalentscheidungen und strukturelle Weichenstellungen für die Zukunft.
Jonathan Coachman kritisiert fehlende Überraschungen beim Royal Rumble
Nach dem Royal Rumble meldete sich Jonathan Coachman öffentlich zu Wort. Anstatt die Studioanalyse abzuwarten, filmte er seine Reaktion direkt am Flughafen. In einem auf der Plattform X veröffentlichten Video äußerte er deutliche Kritik an der Show. Dabei bezog er sich eigenen Angaben zufolge nicht nur auf seine persönliche Wahrnehmung, sondern auch auf Rückmeldungen aus seinem Umfeld.
Coachman kommentierte sein Video mit den Worten: „Notfall-Royal-Rumble-Takeaway mit ein wenig Hilfe vom Sicherheitsdienst. Irgendwann müssen wir aufhören, in einer Blase zu leben, in der wir denken, dass alles, was wir tun, großartig ist, weil wir die WWE sind. Roman Reigns hat bei McAfee die Wahrheit gesagt.“
In dem Video schilderte Coachman zudem ein Gespräch mit einem Sicherheitsbeamten, der ihn angesprochen habe. Dieser habe ausgedrückt, was viele Fans bereits empfanden: „Es gab keine Überraschungen. Wo war Chris Jericho? Eine der Bella-Twins kehrt (als Überraschung) zurück? Warum behauptet Triple H immer wieder, dass es jede Menge Überraschungen geben wird, obwohl es gar keine gibt?“
Siehe dazu: Triple H verspricht mehrere Überraschungen in beiden Royal Rumble Matches
Kritik an kreativer Ausrichtung und Matchgestaltung
Coachman äußerte zudem deutliche Kritik an der kreativen Ausrichtung der WWE. Vor allem die Gestaltung der Matches habe ihn nicht überzeugt. Seiner Einschätzung nach fehlte es der Show an frischen Ideen. Insbesondere bei den beiden Singles Matches habe sich genau das abgespielt, was er bereits im Vorfeld analysiert hatte. Am Beispiel des Matches von GUNTHER machte er deutlich, dass der Ablauf für ihn vorhersehbar gewesen sei und exakt so umgesetzt wurde, wie er es zuvor öffentlich beschrieben hatte.
Coachman kritisierte außerdem, wie die WWE das Ausscheiden von Brock Lesnar inszenierte. Aus seiner Sicht sei ein entscheidender Moment des Royal Rumble nicht ausreichend in den Fokus gerückt worden. Statt die Eliminierung eines der größten Stars der Wrestling-Geschichte angemessen hervorzuheben, habe die Übertragung den Schwerpunkt über längere Zeit auf andere Aktionen gelegt. Coachman stellte dabei grundsätzlich infrage, ob die Gewichtung der gezeigten Szenen dem Stellenwert dieses Moments gerecht wurde.
Diese Aussagen stehen im Kontrast zu den öffentlichen Aussagen von Triple H, der weiterhin davon spricht, dass die WWE sich in einer neuen Ära befinde. Coachman machte jedoch deutlich, dass er diese Darstellung nicht teilt.
Kit Wilson war intern für den Royal Rumble im Gespräch
Parallel zu den öffentlichen Reaktionen wurden neue Details zu internen Personalentscheidungen bekannt. Laut einem Bericht von Fightful Select wurde Kit Wilson als möglicher Teilnehmer für das Royal Rumble Match der Männer in Riad diskutiert, letztlich jedoch nicht in die finale Aufstellung aufgenommen. Der Bericht fasste die interne Entscheidung mit folgendem Wortlaut zusammen: „Kit Wilson wurde für den WWE Royal Rumble diskutiert, aber letztendlich abgelehnt.“
Obwohl Wilson nicht im Match stand, gilt allein die Tatsache, dass er intern thematisiert wurde, als Hinweis auf das Interesse der WWE an seiner aktuellen Entwicklung.
WWE sieht Royal Rumble 2026 als Wendepunkt für neue Talente
Während sich die öffentliche Diskussion stark auf fehlende Überraschungen konzentrierte, lag der Fokus hinter den Kulissen laut PWInsider auf einem anderen Aspekt. Innerhalb der WWE herrschte demnach viel Lob für mehrere junge Talente, die sich während des Events hervorgetan hatten. Besonders Sol Ruca, Oba Femi und Je’Von Evans erhielten intern sehr positive Bewertungen.
Vor allem die Auftritte von Ruca und Femi wurden als Durchbruch wahrgenommen. Beide erhielten längere Matchphasen und wurden gezielt so eingesetzt, dass sie mit etablierten Stars interagieren konnten, anstatt frühzeitig eliminiert zu werden. Auch Je’Von Evans wurde für seine Präsenz in einem stark besetzten Match gelobt, was laut interner Einschätzung das Vertrauen in sein langfristiges Potenzial widerspiegelt.
Intern wurde der Royal Rumble 2026 daher nicht als gewöhnliche Ausgabe betrachtet, sondern als bewusster Schritt in Richtung einer neuen Generation. Statt sich ausschließlich auf bekannte Namen zu verlassen, nutzte die WWE die große Bühne, um zukünftige Leistungsträger subtil zu positionieren.
Entlastung für den Kader nach intensiver Reisetätigkeit
Nach dem Royal Rumble folgte für Teile des WWE-Kaders eine dringend benötigte Erholungspause. Nach der anstehenden Ausgabe von WWE Monday Night RAW werden mehrere Talente nach 13 aufeinanderfolgenden Reisetagen zunächst nach Hause zurückkehren.
Eine derart lange Phase permanenter Reisetätigkeit gilt in der heutigen WWE-Struktur als Ausnahme. Vergleichbare Belastungen treten in der Regel nur während längerer Tourabschnitte oder internationaler Termine auf. Mit der Pause endet für viele Beteiligte eine intensive Phase, die rund um den Royal Rumble ihren Höhepunkt erreichte.
Ich bin auch kein großer Fan speziell vom Rumble der Männer. Der war einfach merkwürdig und dem der Frauen um Längen unterlegen. War ich persönlich unfassbar unpassend fand waren die beiden AAA Spots, die AAA Talente haben so gar nicht gezündet und waren absolute Fremdkörper in diesem Rumble.
Ich denke das auch der Austragungsort mit Saudi Arabien viele Überraschungen unmöglich gemacht haben. Statt der beiden AAA Spots hätte man lieber von der laufenden TNA Kooperation gebrauch machen können und bspw Dolph Ziggler oder die Hardy Boyz teilnehmen lassen können. 1-2 Legendenspots sind fein und die beiden Talente sind ja auch im Ring keine Comedy Gimmicks mehr und hätten mit Sicherheit für krasse Pops gesorgt.
Ich fand nicht nur das Ausscheiden von Lesnar krass egal inszeniert, auch das von Cody war irgendwie egal. Dem Rumble der Männer hat grundsätzlich ein dramaturgischer Bogen gefehlt. Das war alles so egal irgendwie und der Sieg Reigns war auch irgendwie komplett emotionsfrei inszeniert. Es war mir völlig egal, speziell gegen den humpelnden Gunther war das alles einfach nur ein sehr krampfhaftes Match ohne Momente die man im Kopf bewahren wird. Es gibt auch andere schlechte Rumbles, die aber dann doch 1-2 Spots haben, die einem in Erinnerung bleiben, das hat dieses Jahr komplett gefehlt. Das einzige was ich am Rumble 2026 in Erinnerung halten werde ist die krasse Performance von Sol Ruca und das LED Desaster in der Arena.
Ich mag Coach nicht aber hier hat er in vielen Punkten recht BIS eben auf das AJ Styles Match. Das war irre spannend umgesetzt und die geschockten Gesichter und unzählige geschockte Kommentare überall zeigten das es eben nicht vorhersehbar war. Befürchtet aber nicht vorhersehbar und sicher.
Überraschungen gab es viele, nur halt keine richtig geilen. La Parka, Mr Inguana, Brie Bella, Sol Ruca, Royce Keys, Chad Gable waren schon einige unerwartete. Mit Jericho hab ich nicht gerechnet und eigentlich brauch ich ihn auch nicht. Wer AEW guckt weiß das Jericho mittlerweile sehr steif geworden ist und die matches schon lange nicht mehr der burner waren.
Brav verhüllte Mädels und nicht EINE Überraschung. Sol Ruca hat mir sehr gefallen, auch „Natti“, welche hoffentlich auch so bleibt. Bin eigentlich ein Fan von Liv Morgan, doch dieser RR Sieg war in meinen Augen Müll und noch viel schlimmer einmal mehr Roman Reigns. Da wird erneut eine ausgelutschte Storyline aufgebaut. Bloodline, Cody… gähn. Ein wenig Salz drauf mit Jacob Fatu und Oba Femi (der wird nie was gewinnen und wird verbraten).
Für mich war das ein PLE wo man sich als Wrestling Fan fragt: Warum gucke ich das noch? Oder besser gefragt „Warum gucke ich noch WWE?
Es gibt mittlerweile so viele gute und bessere Alternativen. Und damit ich nicht nur AEW, sondern eben auch TNA, AAA, CMML, NJPW und co die man alle streamen oder kaufen kann und eine bessere Zugänglichkeit haben als damals. Ebenso macht mir der lokale Wrestling-Sport mehr Spaß wo ich mit Kumpels hingehe und einen schönen, bezahlbaren Abend habe.
WWE ist für mich aktuell pure Nostalgie und lebt von der Magie die sie mir als Kind geschenkt haben. Aktuell ist es aber mehr als grausaum, wenig Wrestling und ganz schlimmes Booking.
Dass dieser Event in Saudi Arabien stattfand macht es noch viel schlimmer, da kaum internationale Fans da waren oder Bock drauf haben. Miese Show, absolut leere Ränge.
WWE im Ausverkauf
Schließe mich der Meinung an. WWE lebte von Nostalgie und Magie …gerade der Magie und nichts ist mehr da. Vorhersehbare Matches. Samy diente in einer unglaublich schlecht durchdachten Storyline als Lückenfüller. War doch klar, was passierte. Ebenso AJ Styles … Niederlage …ach nee….Mensch, das hat mich aber jetzt umgehauen (Ironie Ende.. ).
Ok wenn der Rumble nur von Überraschungen lebt, ist es auch nicht wirklich der Bringer, dennoch machte der Sieg von Roman Reigns es nicht besser, und vermutlich wird es wieder auf dieselbe Storyline hinauslaufen … Gähn..
Triple H hat es ähnlich wie Khan an Ankündigungen übertrieben. Schon schlimmer als Khan. Schlimmer geht es nicht mehr. Vermissen würde ich die WWE im TV oder sonst wo auch nicht mehr.