Neue Details zur TKO-Klage gegen Vince McMahon: Prozess kurzfristig aus Terminplan gestrichen

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Rund um WWE und die TKO Group gibt es derzeit mehrere wichtige Entwicklungen. Kurz vor dem geplanten Start eines Aktionärsprozesses gegen Vince McMahon und weitere Verantwortliche wurden neue Details aus der Klageschrift bekannt. Wenig später verschwand der Prozess überraschend aus dem Gerichtskalender. Außerdem kündigte TKO eine hohe Quartalsdividende für seine Aktionäre an.

Neue Details aus der Klage gegen Vince McMahon und TKO

Im Vorfeld des Prozesses hatten die Kläger einen umfangreichen Schriftsatz mit rund 75 Seiten eingereicht. Darin werfen sie der WWE und mehreren Führungspersonen vor, die Fusion mit der UFC zur heutigen TKO Group im Jahr 2023 nicht im besten Interesse der Aktionäre durchgeführt zu haben. Nach Ansicht der Kläger sei WWE damals deutlich unter Wert verkauft worden. Deshalb fordern sie Schadenersatz zwischen 466 und 957 Millionen US-Dollar plus zusätzlicher Zinsen.

Besonders auffällig ist dabei ein kurioses Detail aus der Klageschrift: Im Mittelpunkt steht auch die langjährige persönliche Beziehung zwischen Vince McMahon und TKO-CEO Ari Emanuel. Die Kläger erklären, dass sich beide bereits seit vielen Jahren kennen sollen. Als Beispiel führen sie unter anderem ein Geburtstagsbild an, das McMahon an Emanuel geschickt haben soll. Auf dem Bild seien ihre Gesichter per Photoshop auf das Filmplakat der Komödie „Step Brothers“ montiert worden.

Mit solchen Beispielen wollen die Kläger zeigen, dass zwischen McMahon und Emanuel eine enge persönliche Verbindung bestanden habe und die Verhandlungen rund um die Fusion deshalb möglicherweise nicht unabhängig geführt worden seien.

Kläger werfen McMahon geplante Rückkehr zur WWE vor

Ein weiterer zentraler Punkt der Klage betrifft Vince McMahons Rückkehr zur WWE. Die Kläger behaupten, McMahon habe seinen Rücktritt im Juli 2022 nie dauerhaft geplant. Laut den Unterlagen soll er bereits etwa eine Stunde nach der offiziellen Bekanntgabe seines Rücktritts mit Ari Emanuel telefoniert haben, der damals Interesse an einem Kauf der WWE gehabt haben soll. Später soll McMahons Anwaltsteam bereits an Möglichkeiten für seine Rückkehr gearbeitet haben.

Im Dezember 2022 habe McMahon laut der Klageschrift schließlich Druck auf den WWE-Vorstand ausgeübt und damit gedroht, wichtige Medienrechte-Verhandlungen oder andere große Geschäftsabschlüsse zu blockieren, falls er nicht wieder eingesetzt werde. Am Ende kehrte McMahon tatsächlich zurück, bevor WWE im Jahr 2023 offiziell mit der UFC unter dem Dach von TKO fusionierte.

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Zu den Beklagten in dem Verfahren gehören neben Vince McMahon auch WWE-Präsident Nick Khan, Paul Levesque, George Barrios und Michelle Wilson.

Prozess kurz vor Beginn überraschend gestrichen

Der Prozess sollte ursprünglich am 8. Juni vor dem Delaware Court of Chancery beginnen und mehrere Tage dauern. Kurz vor dem geplanten Start wurde das Verfahren jedoch überraschend aus dem offiziellen Terminplan gestrichen. Eine konkrete Erklärung dafür gibt es bislang nicht.

Laut Beobachtern wären eine außergerichtliche Einigung, eine Verschiebung oder andere Entwicklungen hinter den Kulissen möglich gewesen. Selbst wenn der Prozess wie geplant gestartet wäre, hätte es vermutlich ohnehin keine schnelle Entscheidung gegeben. Verfahren dieser Art ziehen sich vor dem Delaware Court of Chancery oft über viele Monate hin.

TKO kündigt Dividende von rund 150 Millionen Dollar an

Unabhängig von der laufenden Klage hat TKO außerdem eine Quartalsdividende für seine Aktionäre angekündigt. Insgesamt sollen rund 150 Millionen US-Dollar ausgeschüttet werden. Aktionäre der TKO-Stammaktien der Klasse A erhalten dabei 0,79 Dollar pro Aktie. Die Auszahlung soll am 30. Juni 2026 erfolgen. Stichtag für die Berücksichtigung der Aktionäre ist der 15. Juni.

TKO betonte gleichzeitig, dass solche Dividenden in Zukunft nicht automatisch garantiert seien. Entscheidungen darüber würden weiterhin von Faktoren wie Geschäftsentwicklung, Finanzlage, Cashflow und allgemeinen Marktbedingungen abhängen.

Zur TKO Group gehören unter anderem WWE, UFC, PBR, Zuffa Boxing sowie IMG und On Location. Nach eigenen Angaben erreicht das Unternehmen weltweit mehr als eine Milliarde Haushalte in über 200 Ländern und veranstaltet jährlich mehr als 500 Live-Events mit mehreren Millionen Zuschauern.

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