Über seine Abneigung gegenüber Triple H hat MVP in den vergangenen Monaten bereits mehrfach gesprochen. Im aktuellen Podcast „Marking Out with MVP & Dwayne Swayze“ hat der AEW-Star seine Haltung nun ausführlicher begründet als je zuvor und liefert dabei einen seltenen Einblick in die konkreten Momente, die seinen Abgang aus der WWE besiegelt haben.
„Ich respektiere Triple H nicht“
MVP ließ im Podcast keinen Zweifel an seiner Haltung. Er möge Triple H nicht, er respektiere ihn nicht und halte ihn für einen Feigling und einen Lügner, erklärte er. Seine Ablehnung gehe dabei weit über Meinungsverschiedenheiten zur kreativen Ausrichtung hinaus. Es handele sich um persönliche Erfahrungen mit einem Mann, der aus seiner Sicht nicht bereit sei, Probleme direkt anzusprechen.
Er habe wiederholt versucht, ein Gespräch mit Triple H zu führen, sei dabei aber immer wieder vertröstet worden. Wenn es ihm doch einmal gelungen sei, Triple H allein in seinem Büro anzutreffen, habe dieser sofort jemanden hereingerufen. Dabei mache er dem Unternehmen WWE als solchem keinen Vorwurf und hege auch keinen Groll gegen den Mutterkonzern TKO.
Auch Lashley konnte Triple H nicht erreichen
MVP betonte, dass diese Erfahrung nicht nur seine eigene sei. Auch der ehemalige WWE Champion Bobby Lashley habe Triple H für direkte Gespräche über seine weitere kreative Planung nicht an die Leitung bekommen. Lashley habe schlicht wissen wollen, was als Nächstes für ihn geplant sei. Triple H habe aber immer etwas anderes zu tun gehabt.
Für MVP war dies der Beleg dafür, dass es sich nicht um eine persönliche Auseinandersetzung handelte, sondern um eine grundsätzliche Herangehensweise im Umgang mit Talenten. In einer anderen Folge des Podcasts ergänzte MVP, dass Triple H in seiner gesamten Karriere kaum andere Stars wirklich aufgebaut habe. Abgesehen von Randy Orton und Batista fielen ihm kaum Namen ein.
Das Gespräch im Catering als Wendepunkt
MVP schilderte den entscheidenden Wendepunkt anhand einer konkreten Situation. Nachdem Shelton Benjamin aus der WWE entlassen worden war, saß er gemeinsam mit Bobby Lashley im Cateringbereich. Dort machte er ihm klar, dass er seinen eigenen Vertrag nicht verlängern werde. Stattdessen wolle er Benjamin mit zu AEW nehmen und auch mit Lashley dorthin wechseln. Lashley war zunächst unsicher, da er bei der WWE sehr gut verdient hatte.
Laut MVP habe er über mehrere Wochen immer wieder mit Lashley gesprochen, bis dieser schließlich ebenfalls zu dem Entschluss gekommen sei, dass sie in der WWE keine Zukunft mehr hätten. Dabei betonte MVP ausdrücklich, dass weder er noch Lashley entlassen worden seien. Beide Verträge seien regulär ausgelaufen, und die Entscheidung zum Wechsel sei bewusst gemeinsam getroffen worden.
Hurt Syndicate als nächstes Kapitel
Gemeinsam mit Lashley und Benjamin schlossen sie sich bei AEW unter dem Namen „Hurt Syndicate” wieder zusammen – eine Anknüpfung an ihre frühere WWE-Gruppierung „Hurt Business”. MVP erklärte, er genieße es, mit seinen Freunden zusammenzuarbeiten und eine Gruppierung fortzuführen, von der er immer überzeugt gewesen sei, dass sie noch mehr zu bieten habe.
Zuletzt hat MVP seinen Vertrag bei AEW verlängert und Tony Khan dafür öffentlich gedankt. Seine Kritik an Triple H teilen laut MVP viele Wrestler seiner Generation. Hall of Famer Bret Hart hatte Triple H einst als „Phony“ bezeichnet, womit jemand gemeint ist, der aufgesetzt, unecht oder falsch wirkt. MVP erklärte, er stimme dieser Einschätzung zu und könne mehr Leute aufzählen, die Triple H nicht mögen, als solche, die ihn mögen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar